Bademeister Tübingen

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Freibad stellt Flüchtling als Bademeister ein

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Er könne auf Arabisch und mit Autorität sagen, "was geht und was nicht".

Ein Freibad im deutschen Tübingen hat den syrischen Flüchtling Aiham Shalgin als Bademeister eingestellt. Vor seiner Flucht nach Deutschland war er "Wasserballspieler, hat Jura studiert und nebenher als Schwimmlehrer und Bademeister in den Frei- und Hallenbädern von Damaskus gearbeitet", schreibt das Bad auf Facebook.



Der Grünen-Politiker und Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, sieht darin ein Musterbeispiel für eine "großartige Präventions- und Integrationsmaßnahme". Immer wieder schockieren die Berichte von sexuellen Übergriffen in öffentlichen Bädern, doch in Tübingen sei noch nichts Derartiges vorgefallen. "Wir haben einen syrischen Bademeister, der auf Arabisch und mit Autorität sagen kann, was geht und was nicht. Danke Stadtwerke! Und gute Arbeit Aiham!", schreibt Palmer auf Facebook.

Wertvolle Hilfe

Viel Lob bekommt Aiham auch vom Freibad selbst. Er sei "eine wertvolle Hilfe als Dolmetscher und Ansprechpartner zu anderen arabisch sprechenden Mitmenschen, die noch nicht so gut Deutsch sprechen und mit den Regeln im Freibad, aber auch mit dem Leben in Deutschland noch nicht so vertraut sind."

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