Yukiya Amano, IAEA, Japan

Yukiya Amano in Fukushima

IAEA-Chef besucht AKW-Ruine

Amano will sich vor Ort ein Bild von der Lage im Todes-Reaktor machen.

Bei einem Besuch des beschädigten japanischen Atomkraftwerks Fukushima will sich der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, ein Bild der Lage machen. Ziel sei es, die Fortschritte der Arbeiten zu begutachten und eine Einschätzung abzugeben, welche Hilfe die IAEA leisten könne, sagte Amano am Montag vor Journalisten nahe des AKW.

Nach dem schweren Atomunfall in Folge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März tritt aus dem havarierten Kraftwerk noch immer Radioaktivität aus. Bis Jänner ist eine sogenannte Kaltabschaltung der überhitzten Reaktoren geplant. Nach dem Beispiel Europas hat Japan zudem für alle 54 Atomkraftwerke im Land Stresstests angekündigt.

In einem Bericht vom Juni hatte die IAEA kritisiert, dass Japan nicht auf ein Übereinkommen der IAEA zum Umgang mit Atomkatastrophen zurückgegriffen hatte. Das Übereinkommen regelt im Fall eines Atomunfalls die Zusammenarbeit zwischen der IAEA und verschiedenen Ländern hinsichtlich Hilfsmaßnahmen, Sicherheit und Kommunikation. In einer vorläufigen Version des Berichts wurde erklärt, dass Japan die Gefahr von Tsunamis für Atomkraftwerke unterschätzt habe. Zugleich lobte die Behörde Japans Reaktion auf die Katastrophe vom März als "beispielhaft".



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