Messer-Attacke

„Ich habe sie gehasst“ – 22-Jähriger sticht Kollegin am Arbeitsplatz nieder

Bluttat am Arbeitsplatz in Bayern: Ein 22-Jähriger soll seine Kollegin mit einem Messer getötet haben. Vor Gericht erklärte der Angeklagte, er habe die Frau "gehasst" und aus Wut gehandelt. Jetzt muss sich der junge Mann wegen Mordes verantworten. 

Die Tat ereignete sich im Juli 2025 in Mellrichstadt in Unterfranken. Laut Anklage soll der 22-Jährige seine 59-jährige Kollegin in der Firma überraschend angegriffen und mehrfach mit einem Messer auf sie eingestochen haben.

Die Attacke passierte im Büro der gemeinsamen Arbeitsstelle, beim Stromversorger Überlandwerk Rhön in Unterfranken. Die Frau erlitt mehrere Stiche in Hals und Brust und starb noch am Tatort.

Zwei Männer bei Attacke verletzt

Als Kollegen eingreifen wollten, eskalierte die Situation weiter. Zwei Männer, die der Frau helfen wollten, wurden ebenfalls durch Messerstiche verletzt. Erst andere Mitarbeiter konnten den Angreifer überwältigen und ihm das Messer abnehmen.

Angeklagter spricht von Hass

Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Schweinfurt räumte der Angeklagte die Tat ein. Vor Gericht sagte er: "Ich habe die Frau gehasst" und erklärte, er habe aus Zorn gehandelt. Er habe sich von der Kollegin schlecht behandelt gefühlt und behauptete, sie habe ein Problem damit gehabt, dass er nicht religiös sei. Gleichzeitig bat er die Angehörigen um Entschuldigung.

Staatsanwaltschaft: Tat war geplant

Die Anklage zeichnet jedoch ein anderes Bild. Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann schon länger den Wunsch gehabt haben, einen Menschen zu töten. Schließlich habe er seine Kollegin gezielt als Opfer ausgewählt und die Tat vorbereitet.

Der 22-Jährige muss sich nun wegen Mordes, versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der Prozess soll mehrere Verhandlungstage dauern.

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