Bangladesch

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Immer mehr Tote nach Fabrikseinsturz

Rettungskräfte graben sich auf der Suche nach Überlebenden durch Trümmer.

In Bangladesh ist die Zahl der Toten nach dem Einsturz eines achtstöckigen Fabrik- und Einkaufsgebäudes auf 175 gestiegen. Die Rettungskräfte hätten die Leichen aus den Trümmern geborgen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Lokale Medien berichten, dass mehr als 1.000 Menschen verletzt wurden. Es wird befürchtet, dass noch Hunderte Menschen unter Betonteilen liegen.

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Die Rettungsarbeiten an der Unglücksstelle in einem Vorort der Hauptstadt Dhaka dauerten auch über Nacht an. "Wir bohren Löcher durch die Decken und gehen hinein", sagte Brigadegeneral Mohammad Siddiqul Alam Sikder, der die Operation leitet. Die Rettungskräfte müssten aber extrem aufpassen, da jederzeit weitere Teile der kreuz und quer liegenden Betonplatten kollabieren könnten.

Während am Donnerstag ein offizieller Trauertag begangen wurde, gingen tausende Textilarbeiterinnen auf die Straße, um gegen die schlechten Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Sie versammelten sich in den Hauptstadtvororten Savar und Ashulia, wo zahlreiche Textilfabriken stehen. Die Frauen verlangten, dass die Verantwortlichen für die Tragödie festgenommen werden.

Nach Informationen des Online-Nachrichtenportals "bdnews24" wurden am späten Mittwochabend zwei Klagen gegen den Besitzer des Gebäudes und die Betreiber der Textilfabriken eingereicht. Beim Bau des achtstöckigen Gebäudes sollen demnach strukturelle Fehler gemacht und minderwertiges Material verwendet worden sein.



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