Iran will nichts von Drohnen-Abschuss durch USA wissen

Nach Trump-Verlautung

Iran will nichts von Drohnen-Abschuss durch USA wissen

Laut Trump von US-Kriegsschiff in der Straße von Hormuz abgeschossen.

Ein US-Kriegsschiff hat nach Aussage von Präsident Donald Trump eine iranische Drohne in der Straße von Hormuz abgeschossen, die das Schiff bedroht habe. In Teheran erklärte man dagegen, man vermisse keine Drohne.

Die Drohne habe sich der "USS Boxer" bis auf 1.000 Meter genähert und mehrere Aufforderungen zum Abdrehen ignoriert, sagte Trump am Donnerstag bei einer Veranstaltung im Weißen Haus. Sie sei darauf unverzüglich zerstört worden. "Das ist die jüngste zahlreicher provokativer und feindlicher Handlungen des Iran gegen Schiffe in internationalen Gewässern", sagte Trump.

"Die USA behalten sich das Recht vor, ihre Bürger, Einrichtungen und Interessen zu verteidigen." "Wir haben keine Informationen über den Verlust einer Drohne heute", reagierte der iranische Außenminister Mohammad Jawad Zarif bei den Vereinten Nationen in New York. Der Iran hatte im Juni eine US-Aufklärungsdrohne mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Das Fluggerät war iranischen Angaben zufolge im iranischen Luftraum, nach Aussage der USA dagegen im internationalen Luftraum.

Trump hätte nach dem Abschuss nach eigenen Worten fast den Befehl für einen militärischen Vergeltungsschlag gegeben. Das US-Verteidigungsministerium erklärte nach dem jüngsten Vorfall, die "USS Boxer" habe bei der Einfahrt in die Straße von Hormuz eine Drohne abgewehrt. "Nach unserer Einschätzung handelte es sich um eine iranische Drohne", sagte eine Sprecherin des Ministeriums.

Die Regierung in Washington ist besorgt über den zunehmenden Einsatz von Drohnen durch den Iran und seine Verbündeten zu Aufklärungs- und Angriffszwecken im Nahen Osten. Im Irak verstärken mit dem Iran verbündete Schiitenmilizen nach Angaben aus US-Regierungskreisen seit einiger Zeit die Aufklärung amerikanischer Truppen und Stützpunkte mit handelsüblichen Drohnen.

Die USA fordern vom Iran zudem die sofortige Freigabe eines im Golf gestoppten Öltankers. Nach einem Bericht des staatlichen iranischen Fernsehens hatten die Revolutionsgarden den Tanker bereits am Sonntag aufgebracht. Das Außenministerium in Teheran erklärte, der Tanker sei nach einem Notruf in iranische Gewässer geschleppt worden. Dort habe man festgestellt, dass das Schiff geschmuggeltes Öl geladen habe. Es sei daraufhin per Gerichtsbeschluss beschlagnahmt worden.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten