Referendum

Iren stimmen über Homo-Ehe ab

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Homosexualität stand im konservativen Irland bis 1993 unter Strafe.

 In Irland hat am Freitag in der Früh (8.00 Uhr MESZ) ein Verfassungsreferendum über die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Eheschließungen begonnen. Jüngsten Umfragen zufolge dürfte es in dem streng katholischen Land eine Mehrheit für die Homo-Ehe geben. Beobachtern zufolge könnte das Votum knapp ausfallen, weil viele Gegner der Homo-Ehe ihre Meinung nicht öffentlich preisgeben.

In Irland stand Homosexualität noch bis 1993 unter Strafe, 2011 erlaubte es jedoch bereits eingetragene Partnerschaften von Homosexuellen. Ministerpräsident Enda Kenny sagte, das Referendum bestimme das künftige Bild des Landes und berühre Fragen von "Toleranz", "Respekt", "Verständnis" und "Sensibilität". Alle großen politischen Parteien unterstützen das Vorhaben.

Die katholische Kirche hingegen läuft Sturm gegen die Homo-Ehe. Doch mehrere Skandale um Kindesmissbrauch haben den Einfluss der einst in Irland übermächtigen Institution nach Einschätzung von Experten schwinden lassen.

Insgesamt waren 3,2 Millionen Iren am Freitag aufgerufen, über die Verfassungsänderung zu entscheiden. Die Wahllokale sollten bis 23.00 Uhr MESZ geöffnet sein. Das Ergebnis des Volksentscheids wird am Samstagnachmittag bekannt gegeben.
 

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