IS-Miliz griff erneut Ramadi an

Irak

IS-Miliz griff erneut Ramadi an

Peshmerga wehren Offensive der Jihadisten nahe Kirkuk ab

Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat am Mittwoch erneut die Stadt Ramadi im Westirak angegriffen. Regierungstruppen und verbündete Stammeskämpfer seien im Einsatz, um den Sitz der Provinzregierung im Stadtzentrum gegen die vorrückenden Extremisten zu verteidigen, sagten ranghohe Polizeivertreter.

Der Gouverneur von Anbar, Ahmed al-Dulaimi, warnte vor den Folgen einer militärischen Niederlage in Ramadi. "Wenn wir Anbar verlieren, verlieren wir den Irak", sagte der verletzte Politiker, der derzeit in Deutschland behandelt wird, einem irakischen Fernsehsender.

Ramadi ist die Hauptstadt der an Syrien grenzenden Provinz Al-Anbar, die fast vollständig unter der Kontrolle des IS steht. Die Jihadisten eroberten bereits mehrere Viertel der Provinzhauptstadt. Zuletzt hatten sie am Freitag eine Offensive gestartet, um die Regierungstruppen auch aus dem Standzentrum zu vertreiben.

In der ölreichen Provinz Kirkuk gelang es kurdischen Kämpfern am Mittwoch, einen Vorstoß der IS-Miliz abzuwehren. Die Jiahdisten griffen nach Angaben eines Peshmerga-Kommandanten drei Dörfer im Westen der etwa 240 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Kirkuk an. Zwischenzeitlich brachten sie demnach eine der Ortschaften unter ihre Kontrolle. Unterstützt durch Luftangriffe der von den USA angeführten Militärallianz sei es den Kurden aber gelungen, die IS-Kämpfer wieder zurückzudrängen.

Ein Polizist und fünf Peshmerga-Kämpfer seien bei den Gefechten getötet worden, teilten Offiziere und Rettungskräfte mit. Zudem habe es 28 Verletzte gegeben. Der IS hatte bei seiner Offensive im Juni weite Teile des Nordirak erobert. Seit dem Beginn des internationalen Militäreinsatzes konnten die kurdischen Truppen einige Gebiete wieder unter ihre Kontrolle bringen.

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