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Islamisten wollten jüdische Schule angreifen

Zwei mutmaßliche Dschihadisten waren am Donnerstag erschossen worden.

Die mutmaßliche belgische Islamistenzelle, die am Donnerstag von Polizeikräften ausgehoben wurde, wollte offenbar auch jüdische Schulen angreifen. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise.

Die jüdischen Schulen in Belgien waren am Freitag geschlossen gewesen, die belgische Generalstaatsanwaltschaft hatte eine Bedrohung jüdischer Einrichtungen aber nicht offiziell bestätigt. Am Vortag hatte die belgische Polizei zwei mutmaßliche Islamisten bei einem Schusswechsel getötet. Sie sollen Anschläge auf die Polizei geplant haben.

Das deutsche Bundeskriminalamt prüft dem Zeitungsbericht zufolge auch, ob die Waffen, die in dem Gebäude in Verviers gefunden wurden, auch in Deutschland aufgetaucht sind. Solche Waffen kämen in großer Zahl vom Balkan nach Westeuropa. Polizei und Nachrichtendienste prüften zudem, ob es Verbindungen zur deutschen Jihadisten-Szene, etwa im Raum von Aachen und Köln gibt. Verviers liegt nur 30 Kilometer von Aachen entfernt.

Nach den Anschlägen von Paris und den verhinderten Attentaten in Belgien herrscht laut "FAS" bei den deutschen Sicherheitsbehörden hohe Anspannung. "Die Lage ist sehr ernst, und die Gefahr eines Anschlags ist hoch", zitiert das Blatt Sicherheitskreise. Zur Begründung verwiesen sie etwa auf ein Video, in dem sich drei junge französische Jihadisten im syrischen Raqqa äußern. Sie nennen den Angaben zufolge auch Deutschland als Ziel.
 



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