Gaza

Israel verkündet:

Hamas hat Kontrolle in Gaza verloren

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Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas hat nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Yoav Gallant "die Kontrolle" im Gazastreifen verloren.

Die Hamas-Kämpfer seien dabei, in den Süden des Palästinensergebiets zu flüchten, Zivilisten plünderten Hamas-Stützpunkte, sagte Gallant am Montag in einem von israelischen Fernsehsendern ausgestrahlten Video. Die Zivilbevölkerung habe "kein Vertrauen mehr in die Regierung" der Hamas im Gazastreifen.

Yoav Gallant

Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant

© APA/AFP/POOL/Jacquelyn Martin
× Yoav Gallant

 

21 Hamas-Kämpfer ausgeschaltet

Bei Kämpfen beim Al-Kuds-Krankenhaus wurden nach israelischen Armeeangaben etwa 21 Terroristen getötet. Israelische Soldaten seien von Terroristen mit zwei Panzerfäusten und kleineren Waffen aus dem Eingangsbereich des Krankenhauses in Gaza beschossen worden, teilte die Armee am Montag mit. Die Angreifer hätten sich unter eine Gruppe von Zivilisten gemischt. Die Soldaten hätten zurückgeschossen und seien auch durch die Luftwaffe unterstützt worden.

Weitere Terroristen seien aus angrenzenden Gebäuden gekommen, hätten sich ebenfalls unter Zivilisten gemischt und die Soldaten beschossen. Die Angreifer mit den Panzerfäusten hätten sich nach dem Beschuss wieder in dem Krankenhaus versteckt. Während des Gefechtes seien etwa 21 Terroristen getötet worden. Die israelische Armee habe keine Verluste erlitten. Ein Panzer sei beschädigt worden.

"Beispiel für Missbrauch"

"Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für den anhaltenden Missbrauch der Hamas von zivilen Strukturen, inklusive Krankenhäusern, um Angriffe auszuführen", teilte die Armee mit. Das Krankenhaus ist mit 700 Betten der wichtigste Klinikkomplex im Gazastreifen und bietet Notfall- und chirurgische Versorgung. Israel wirft der Hamas vor, das Krankenhaus als Kommando- und Kontrollzentrum zu missbrauchen.

Bereits 4.300 Angriffe von Israel

Seit Beginn der Bodeneinsätze im Gazastreifen vor rund zwei Wochen führte das israelische Militär eigenen Angaben zufolge insgesamt 4.300 Angriffe aus. Daran seien die Luftwaffe und Bodentruppen beteiligt gewesen, teilte die Armee mit. Dabei seien unter anderem Hunderte Abschussstellungen für Panzerabwehrraketen getroffen worden sowie rund 300 Tunnelschächte. Bei rund 3.000 Zielen habe es sich um "terroristische Infrastruktur" gehandelt. Wie das Medienbüro der radikal-islamischen Hamas mitteilte, sind bei israelischen Luftangriffen mindestens 11.240 Palästinenser ums Leben gekommen. Davon seien 4.630 Kinder, hieß es.

 

 

Israel stellt sich nach Worten des Außenministers Eli Cohen darauf ein, dass binnen zwei bis drei Wochen der internationale Druck auf sein Land wegen des Gaza-Kriegs deutlich steigen wird. Cohen sagte dies nach Medienberichten bei einem Gespräch mit Journalisten in Jerusalem. Anschließend stellte Cohen klar, es gebe aus seiner Sicht "keine laufende Sanduhr". Israel werde weiterkämpfen, "bis wir die Hamas zerstört und die Geiseln zurückgebracht haben", twitterte er auf X.

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