Jordanische Parlamentswahl schwächt die Muslimbrüder

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Nur Wenige folgten Aufruf zu Boykott des Urnengang.

Die jordanische Muslimbruderschaft ist nach Einschätzung politischer Beobachter als großer Verlierer aus der Parlamentswahl in Jordanien hervorgegangen. Nur wenige Wähler folgten ihrem Aufruf zu einem Boykott des Urnengangs.

Die Tatsache, dass sich mehrere Kandidaten der Opposition bei der Wahl am vergangenen Mittwoch durchsetzen konnten, lässt zudem Zweifel am Vorwurf der Muslimbrüder aufkommen, das Ergebnis sei durch systematische Wahlfälschung verändert worden. Zu den Regierungskritikern, die in das neue Parlament einziehen werden, gehören laut Medienberichten vom Freitag auch drei Angehörige der Partei der Islamischen Mitte.

Das Al-Kuds-Zentrum für politische Studien in Amman sieht die Zusammensetzung des neuen Parlaments zwar durchaus kritisch. Die Behauptung der Muslimbrüder, die von der Wahlkommission genannte Wahlbeteiligung und die Ergebnisse seien falsch, lässt das Institut aber nicht gelten: "Dies waren, von der Transparenz her, die besten Wahlen seit Jahrzehnten."

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