Jean-Claude Juncker

Konjunktur:

Juncker schlägt Griechenland-Hilfen aus EU-Haushalt vor

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Land soll sein Wachstumspotenzial erhöhen können

Angesichts der Schuldenkrise in Griechenland sollten dem Land nach Einschätzung von Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker neben den bereits zur Verfügung gestellten Darlehen zusätzlich Hilfeleistungen aus dem EU-Haushalt zugute kommen. "Vielleicht bin ich zu naiv, aber ich verstehe diese europäische Perversität nicht, mit der wir, wenn wir in unserer Regionalpolitik und Politik des Zusammenhalts große Finanzhilfen zur Verfügung stellen, weiterhin auf Griechenlands Verpflichtung der Kofinanzierung beharren", sagte Juncker der belgischen Tageszeitung "La Libre Belgique" vom Samstag. Europa sollte seine Regeln ändern, um Griechenland Luft zum Atmen zu geben, damit das Land sein Wachstumspotenzial erhöhen könne.

EU-Gelder zur Förderung der Wirtschaft in EU-Peripherie-Ländern und neuen Mitgliedstaaten machen mehr als ein Drittel des EU-Jahresbudgets aus. 35,7 Milliarden Euro werden jährlich an Griechenland, Portugal, Irland und Spanien sowie an neue Mitglieder gezahlt. Gelder für das Transportwesen, die Landwirtschaft und andere regionale Entwicklungsprojekte werden jedoch nur bereitgestellt, wenn die Empfänger anteilig dazu beitragen. Im Fall von Griechenland, das pro Jahr etwa drei Milliarden Euro von den Geldern erhält, müsse Europa jedoch von seiner "starren Haltung" abweichen und dem Land wieder Hoffnung vermitteln, sagte Juncker.
 

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