Farhad Dejpasand

Dejpasand sagte aus Protest ab

Kein US-Visum: Iran sagt Teilnahme an Weltbank-Versammlung ab

Die USA hat nur die Einreise für den iranischen Wirtschaftsminister genehmigt.

Teheran. Der Iran hat seine Teilnahme an der Jahresversammlung der Weltbank in Washington abgesagt. Grund: Die iranische Delegation hat von den USA keine Einreisevisa erhalten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim wurde nur das Visum für den iranischen Wirtschaftsminister Farhad Dejpasand ausgestellt. Der aber sagte seine Teilnahme aus Protest ab.

"Die Weigerung der USA, Visa für die iranischen Delegation auszustellen, ist unerhört, feindselig und verstößt gegen alle international anerkannte Normen", so Minister Dejpasand in einem Protestschreiben an Weltbank-Chef David Malpass.

Vergangenen Monat hatten der iranische Präsident Hassan Rouhani und Außenminister Mohammad Javad Zarif erst sehr kurzfristig Visa für ihre Teilnahme an der UN-Vollversammlung in New York erhalten, mehreren ihrer Mitarbeiter sowie begleitenden Journalisten wurden die Einreisegenehmigungen verweigert. Hintergrund der Spannungen zwischen dem Iran und den USA ist der Konflikt um das internationale Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe.

Die USA waren 2018 im Alleingang aus dem Abkommen ausgestiegen, um den Iran mit maximalem Druck und neuen Sanktionen zu einem Kurswechsel in seiner als aggressiv erachteten Nahostpolitik zu zwingen. Teheran reagierte darauf mit einem Wiederhochfahren der im Vertrag begrenzten Urananreicherung. Zudem droht Teheran mit einer Behinderung des wichtigen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz im Persischen Golf.
 



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