Am Flughafen

"Kokain-Perücken" in Spanien entdeckt

Zwei Portugiesinnen wollten Drogen ins Land schmuggeln.

Weil sie unter Perücken Drogen schmuggeln wollten, sind auf dem Flughafen von Madrid zwei Portugiesinnen festgenommen worden. Die Frauen waren mit zwei verschiedenen Flügen aus der brasilianischen Metropole Sao Paulo auf dem Flughafen Barajas angekommen, teilten die spanischen Behörden am Freitag mit. Demnach trugen beide unter ihrer Perücke jeweils 1,2 Kilogramm Kokain.

Die Droge war auf je sechs Päckchen verteilt. Die Päckchen waren den Angaben zufolge mit Strähnen an den Haaren der beiden Frauen im Alter von 18 und 28 Jahren befestigt und unter einem schwarzen Strumpf verborgen, der mit Klebestreifen an der künstlichen Kopfhaut festgeklebt war. In einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Innenministerium hieß es, dies sei eine "neue Methode des Drogenschmuggels". Sie sei "sehr ausgefeilt und wegen der realistischen Machart der Perücke schwer zu erkennen".

Spanien ist aufgrund seiner engen Verbindungen zu den einstigen Kolonien in Südamerika ein Einfallstor für Kokain in Europa. Im Jahr 2012 hatten die spanischen Behörden mehr als 20 Tonnen Kokain beschlagnahmt, das waren 41 Prozent der insgesamt in Europa beschlagnahmten Kokainmenge.

Immer wieder stieß der Zoll in den vergangenen Jahren auf einfallsreiche Verstecke, etwa in Plastikbananen oder zwischen Rosen sowie im Gipsverband am gebrochenen Bein eines Mannes. Im Dezember wurde in Spanien ein kolumbianischer Tierarzt festgenommen, der Plastiksackerln mit flüssigem Heroin in lebende Hundewelpen implantiert hatte und die Drogen so in die USA schmuggeln wollte.

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