Krisengipfel zu Côte d'Ivoire

Westafrika

Krisengipfel zu Côte d'Ivoire

Staats- und Regierungschefs der ECOWAS-Staaten wollen in Nigeria die Lage des Landes besprechen.

Die Staats- und Regierungschefs der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) sind zu einem Gipfel über die Lage in der westafrikanischen Republik Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) zusammengekommen.

Zweitägiges Treffen in Nigeria

Auf dem zweitägigen Treffen in der nigerianischen Hauptstadt Abuja soll bis Donnerstag das weitere Vorgehen des westafrikanischen Staaten in dem Machtkonflikt erörtert werden, der seit Ende November in der Elfenbeinküste andauert. Der abgewählte Präsident Laurent Gbagbo weigert sich seit Monaten, die Macht an den von der internationalen Gemeinschaft unterstützten Alassane Ouattara abzugeben. In dem Konflikt sind bereits mehr als 440 Menschen ums Leben gekommen, Hunderttausende flohen vor der eskalierenden Gewalt.

Offener Brief der ICG
Die International Crisis Group (ICG) wandte sich in einem offenen Brief an die ECOWAS-Staatschefs, in dem die Expertengruppe vor einem von Gewalt, Krieg und Anarchie geprägten Land unter Gbagbos Kontrolle warnte. "ECOWAS sollte Gbagbo mit Unterstützung der Afrikanischen Union eine letzte Chance für einen friedlichen Abgang geben", hieß es in dem Schreiben. Gleichzeitig sollte das Ende seines Regimes mit allen notwendigen Mitteln vorangetrieben werden, bevor es zu spät ist. Das massive Engagement der internationalen Gemeinschaft in den vergangenen zwei Jahrzehnten, in dem westafrikanischen Land Frieden und Stabilität zu schaffen, sei gefährdet.

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