Schweiz

Lawine bringt Zug zum Entgleisen

Eine Lawine hat Montagfrüh einen Zug in der Schweiz zum Entgleisen gebracht. 

Die Unterbrechung des Bahnverkehrs auf der betroffenen Strecke im Kanton Wallis werde bis mindestens Dienstag 4.00 Uhr dauern, berichteten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Zuvor hatte die Kantonspolizei die Entgleisung auf der Strecke bei Goppenstein gemeldet. Sie rechnete mit Verletzten. Betroffen sei die Linie RE1, die zwischen Bern und Brig verkehrt.

Der Vorfall habe sich im Stockgraben-Tunnel zwischen Goppenstein und Hohtenn hinter dem Lötschbergtunnel ereignet. Beim Zug handelte es sich um einen Regioexpress, der um 6.12 Uhr in Spiez abgefahren war. Nach Angaben der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) befanden sich zum Zeitpunkt der Entgleisung etwa 30 Passagiere an Bord.

Große Lawinengefahr im Wallis

Goppenstein liegt am südlichen Ende des Lötschberg-Eisenbahntunnels. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte eine Lawine einen Abschnitt der Kantonsstraße zwischen dem Lötschental und der Ebene auf Höhe von Goppenstein verschüttet. Der Straßenverkehr und der Autotransport am Lötschberg waren mehrere Stunden lang unterbrochen. Dieser Vorfall hatte keine Verletzten oder Schäden zur Folge. Seit mehreren Tagen besteht im gesamten Wallis große Lawinengefahr.

Neuschnee und Sturm haben im Norden der Schweiz und im Wallis viel Triebschnee zur Folge. Im Neu- und Triebschnee können Lawinen leicht ausgelöst werden oder spontan abgehen, hieß es von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) von Montagfrüh: Werden tiefere Schneeschichten mitgerissen, können sie sehr groß werden.

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