Krieg in Nahost

Trotz Trump-Drohung: Iran hat einen neuen Ober-Mullah

Mojtaba Khamenei ist der neue Oberste Geistliche Führer des Iran. Die Entscheidung wurde am Sonntagabend (Ortszeit) im staatlichen iranischen Fernsehen bekannt gegeben.  

Das iranische Volk wurde zur Einheit und zur Treue gegenüber dem neuen geistlichen Führer aufgerufen. Mojtaba ist ein Sohn des bisherigen Oberhaupts, Ayatollah Ali Khamenei, der bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran vor rund einer Woche getötet worden war.

Schon Stunden vorher hatte sich die Entwicklung abgezeichnet. Hosseinali Eshkevari, ein Mitglied des Geistlichen Rates, der mit der Wahl beauftragt war, hatte in einem in iranischen Medien veröffentlichten Video gesagt, die Wahl sei abgeschlossen. "Der Name Khamenei wird weiterbestehen", hatte er hinzugefügt, ohne aber Mojtaba beim Namen zu nennen. Dieser war zuvor bereits als wahrscheinlichster Nachfolger bezeichnet worden.

Trump bezeichnete Sohn Khameneis als "inakzeptabel"

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag bekräftigt, die USA sollten bei der Auswahl ein Mitspracherecht haben. "Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben", sagte Trump dem Sender ABC News. Der Iran hatte die Forderung zurückgewiesen. Am Donnerstag hatte Trump Mojtaba als "inakzeptabel" bezeichnet.

Das geistliche Oberhaupt, oft auch "Revolutionsführer" genannt, gilt als wichtigster Mann im Iran. Unter Ali Khamenei und seinem Vorgänger, dem Staatsgründer Ayatollah Ruhollah Khomeini, hatte der Revolutionsführer das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten - von der Außenpolitik bis hin zu gesellschaftlichen Fragen. 

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 23:55

Ölpreis steigt weiter auf rund 111 Dollar

Der Ölpreis steigt angesichts des nicht absehbaren Endes des Iran-Kriegs weiter kräftig an. US-Öl kostete am späten Sonntagabend rund 20 Prozent mehr als am Freitag und wurde mit 111,24 Dollar pro Fass (159 Liter) gehandelt. Die Sorte Brent verteuerte sich in ähnlichem Umfang bis auf 111,14 Dollar. Vor der Beginn des Krieges vor rund einer Woche hatte Brent noch rund 73 Dollar gekostet - damit ist der Preis seitdem um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormuz, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert.

 22:19

Iran verkündet neuen Ober-Mullah

Mojtaba Khamenei ist der neue Oberste Geistliche Führer des Iran. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf Montag (Ortszeit) unter Berufung auf den Expertenrat. Mojtaba ist ein Sohn des bisherigen Oberhaupts, Ayatollah Ali Khamenei, der bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran vor rund einer Woche getötet worden war.

 22:08

Macron reist wegen Kriegs nach Zypern

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs reist der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag nach Zypern. Mit seinem Besuch wolle er die "Solidarität" Frankreichs mit dem EU-Partner zum Ausdruck bringen, teilte der Elysée-Palast am Sonntag mit. Vor wenigen Tagen war der britische Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern von einer unbemannten Drohne iranischer Bauart getroffen worden.

Nach dem Vorfall hatten Frankreich, Großbritannien, Italien und Griechenland die Entsendung von See- und Luftstreitkräften zur Unterstützung Zyperns angekündigt. Macron wird nach Angaben des französischen Präsidialamts in Paphos den zypriotischen Präsidenten Nikos Christodoulides und den griechischen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis treffen.

 20:43

Macron telefoniert mit Trump und iranischem Präsidenten

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat der französische Staatschef Emmanuel Macron am Sonntag Telefonate mit US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Pezeshkian geführt. In dem Gespräch mit Pezeshkian habe er ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe auf Länder in der Golfregion verlangt, schrieb Macron im Onlinedienst X.


Der französische Präsident ist der erste westliche Staatenlenker, der seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mit Pezeshkian telefoniert hat. Er habe auch darauf gepocht, dass Teheran die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz wieder für den Schiffsverkehr freigibt, fügte Macron hinzu. Zu seinem Telefonat mit Trump machte er keine näheren Angaben.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar massive Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der seit 1989 herrschende Ayatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

Macron reist am Montag nach Zypern. Mit seinem Besuch wolle er die "Solidarität" Frankreichs mit dem EU-Partner zum Ausdruck bringen, teilte die französische Präsidentschaft mit. Vor wenigen Tagen war der britische Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden.

 20:16

Syrische Kurden warnen iranische Kurden vor Allianz mit USA

Kurden im Nordosten Syriens warnen kurdische Gruppen im Iran eindringlich vor einer militärischen Allianz mit den USA. Angesichts der eigenen Erfahrungen in den vergangenen Monaten sprachen sie sich dagegen aus, im Kampf gegen die Regierung in Teheran auf Washington zu setzen. Ahmed Barakat, Vorsitzender der Kurdischen Progressiven Demokratischen Partei in Syrien, riet zu "äußerster Vorsicht".

Es sei derzeit nicht im Interesse iranischer Kurden, als Speerspitze gegen das iranische Regime zu dienen, ohne feste Garantien für die eigene Zukunft zu haben, so Barakat. Hintergrund der Warnungen sind Beratungen iranischer Kurden-Milizen im Nordirak mit den USA über ein mögliches Vorgehen gegen Sicherheitskräfte im Westen des Iran.

Beobachter haben darauf verwiesen, dass ein komplettes Ausschalten der iranischen Führung durch Luftangriffe allein nur sehr schwer zu erreichen sei. Deshalb steht die Frage von Bodentruppen im Iran im Raum - und wer sie stellen könnte. Israel und die USA dürften Beobachtern zufolge angesichts der Risiken größerer Verluste oder Bildern im Fernsehen von gefangen genommenen oder getöteter Soldaten vor einem Einsatz eigener Truppen zurückscheuen.

Saad Ali, ein Kurde in der syrischen Stadt Qamishli, sagte Nachrichtenagentur Reuters, die USA würden die Kurden am Ende im Stich lassen. "Macht nicht unsere Fehler", mahnte der 45-Jährige. Sollte es zu einer Einigung zwischen den USA und dem Iran kommen, würden die Kurden geopfert.

Einem Insider zufolge haben iranische Kurdenführer bereits Bedenken geäußert, ein ähnliches Schicksal zu erleiden wie syrische Kurden. Die syrischen Kurden waren jahrelang Verbündete der USA im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Im Jänner hatte jedoch die neu formierte syrische Armee unter Präsident Ahmed al-Sharaa weite Teile der kurdisch kontrollierten Gebiete eingenommen. Die Kurden fühlten sich von Washington verraten, da die USA nicht eingriffen, sondern sie zur Eingliederung in die Streitkräfte des Ex-Islamistenführers Sharaa drängten.

 19:34

Minister: USA wollen Irans Energie-Infrastruktur verschonen

Die USA verschonen bei ihren Angriffen auf den Iran nach Angaben von Energieminister Chris Wright die Energie-Infrastruktur. Die US-Armee greife im Iran keinerlei Öl- oder Gas-Anlagen an, sagte Wright am Sonntag dem Sender CNN. Zu einem israelischen Angriff auf Öldepots in und nahe der iranischen Hauptstadt Teheran am Samstag sagte der Minister, dabei habe es sich um "lokale Treibstofflager zum Auffüllen des Benzintanks" gehandelt.

Angesichts der massiv gestiegenen Ölpreise auf dem Weltmarkt sagte Wright, die Auswirkungen des Iran-Krieges seien vorübergehend - "im schlimmsten Fall ein paar Wochen, aber nicht Monate".

 18:38

Offenbar neues Oberhaupt gewählt - Trump droht mit Tötung

Das iranische Regime hat sich offenbar auf einen Nachfolger für den getöteten obersten Führer Ali Khamenei verständigt. Es müssten aber noch einige Hürden bei dem Nachfolgeprozess ausgeräumt werden, sagte das Expertenratsmitglied Ayatollah Mohammadmehdi Mirbaqeri der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. US-Präsident Donald Trump drohte dem neuen Anführer unverhohlen mit dem Tode. Ohne Zustimmung der USA werde er sich "nicht lange halten" können, sagte er am Sonntag.

Trump äußerte sich nach Äußerungen von Mitgliedern des iranischen Expertenrats, wonach die Entscheidung getroffen worden sei. Der Name sollte später bekannt gegeben werden. Offenbar sind noch formelle Fragen zu klären, etwa jene, ob das aus 88 schiitischen Geistlichen bestehende Gremium persönlich zusammenkommen muss, um den Nachfolger Khameneis zu wählen.

Ein Expertenratsmitglied hatte angedeutet, dass der Khamenei-Sohn Mojtaba das Amt übernehmen werde. Trump hatte diesen bereits am Donnerstag als "inakzeptabel" genannt. "Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt", zitierte ihn die Plattform Axios. Irans Außenminister Abbas Araqchi nannte am Sonntag zunächst keinen Namen. Er verbat sich aber jegliches Mitspracherecht Washingtons in der Angelegenheit. "Wir erlauben niemandem, sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen", sagte Araqchi dem US-Sender NBC.

US-Präsident Trump erteilte Verhandlungen mit dem Iran eine Absage und drohte mit der Zerschlagung der gesamten Staatsführung und des Militärs. Angesichts der Luftangriffe auf die Islamische Republik könnte die Frage nach Diplomatie irrelevant werden, sagte er am Samstag (US-Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. "Irgendwann wird wohl niemand mehr übrig sein, der sagen könnte: 'Wir ergeben uns.'"

 17:36

Neue Angriffswelle Israels - Weltraum-Zentrum getroffen

Die israelische Luftwaffe hat am Sonntag erneut Attacken auf Ziele im Iran geflogen. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilte die Armee auf Telegram mit. In der Nacht hatten Israels Kampfflugzeuge erstmals ein Öllager in der Hauptstadt Teheran bombardiert. Am Nachmittag hieß es, es sei auch die "Weltraum-Zentrale" der iranischen Revolutionsgarden in Teheran "angegriffen und zerstört" worden.

Die Räumlichkeiten dienten demnach der an die Revolutionsgarden angegliederten iranischen Weltraumbehörde als "Empfangs-, Übertragungs- und Forschungszentrum". Das Zentrum umfasste demnach "das Kontroll- und Betriebsgebäude des im August 2022 gestarteten Satelliten Khayyam". Die Revolutionsgarden hätten die Satellitendaten für ihre Einsätze sowie "zur Überwachung des Staates Israel und der Länder der Region genutzt". Außerdem seien 50 Bunker mit gelagerter Munition und eine Anlage der Bodentruppen der Revolutionsgarden angegriffen worden.

Nach den Angriffen auf ein Öllager in Teheran kursierten in sozialem Medien Aufnahmen, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten. Laut der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Isna wurde auch eine Bestrahlungsanlage in Isfahan bei den israelisch-amerikanischen Angriffen beschädigt. Es sei aber keine radioaktive Strahlung ausgetreten, hieß es am Sonntag.

 16:56

Insider: Irakische Ölproduktion wegen Iran-Krieg eingebrochen

Die irakische Ölproduktion ist Insidern zufolge wegen der regionalen Spannungen eingebrochen. In den wichtigen südlichen Feldern ist die Produktion um 70 Prozent auf nur noch 1,3 Millionen Barrel pro Tag gefallen, sagen drei Brancheninsider am Sonntag. Das Land könne wegen des Iran-Kriegs kein Öl mehr über die Straße von Hormuz exportieren. Vor dem Krieg habe die Förderung in diesen Feldern bei rund 4,3 Millionen Barrel pro Tag gelegen.

 16:51

Emirate dementieren Bericht zu Angriff

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Medienberichte über einen angeblichen Angriff ihres Landes gegen den Iran zurückgewiesen. Man befinde sich in einem "Zustand der Selbstverteidigung" gegen iranische Angriffe, teilte das emiratische Außenministerium lediglich mit, offenbar in Verweis auf die eigene Flugabwehr. Diese habe auf Beschuss mit mehr als 1.400 Raketen und Drohnen reagiert.

Man wolle in keinen Konflikt gezogen werden, behalte sich aber das Recht vor, die Souveränität des Landes zu schützen, wurde weiter betont. Auch ein emiratischer Regierungsvertreter sagte der "Jerusalem Post", die Emirate seien nicht an Angriffen gegen den Iran beteiligt gewesen. Es sei auch unangemessen, dass angebliche hochrangige israelische Regierungsvertreter solche "Gerüchte" über Handlungen anderer Länder verbreiteten. Anwar Gargash, Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Zayed, teilte mit, Schritte zur Verteidigung der Emirate würden "öffentlich und klar" kommuniziert und nicht in Medienberichten.

 15:38

Wiener Außenamt unterstützte bisher rund 1.300 Ausreisen

Das österreichische Außenministerium hat bisher rund 1.300 Ausreisen aus der Krisenregion in Nahost mit Bussen und gecharterten Flugzeugen unterstützt, wie es am Sonntag in einem Sicherheitsupdate mitteilte. Davon konnten mehr als 100 Österreicherinnen und Österreicher mit Unterstützung von EU-Ländern und weiteren Partnern ausreisen. Für den Sonntag sei auch ein Flug von Maskat nach Wien vorgesehen, der weitere 45 Österreicherinnen und Österreicher nach Hause bringe.

Der Krisenstab trat auch am Sonntag zur Bewertung der aktuellen Situation zusammen. "Die Lage bleibt in der gesamten Region gefährlich", hieß es aus dem Außenministerium weiter. Eine Reisewarnung bestehe weiterhin für Bahrain, den Irak, den Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, den Libanon, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für den Oman und Saudi-Arabien gelte Sicherheitsstufe 3 (hohes Sicherheitsrisiko).

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) © APA/GEORG HOCHMUTH

Mittlerweile gebe es vermehrt Linienflüge nach Österreich und Europa. Diese sollten unbedingt genutzt werden, riet das Außenamt.

Das Ministerium habe bisher vier Rückholflüge organisiert, um insbesondere Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie Schwangeren, Familien mit kleinen Kindern und kranken Personen eine rasche Ausreise zu ermöglichen. "Insgesamt haben wir über 800 Personen mit gecharterten Flugzeugen aus dem Oman, aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgeholt."

 15:30

UNO-Lager mit Österreichern getroffen

Ein Vamp der UNO wurde von den abgeschossenen Teilen einer Rakete getroffen. Auch österreichische Soldaten sind vor Ort, wie Verteidigungsministerin Claudia Tanner berichtet. Verletzt wurde niemand.

 14:51

Arabische Liga verurteilte Angriffe auf Golfstaaten

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Aboul Gheit, hat die iranischen Angriffe auf Golfstaaten als Reaktion auf die US-israelischen Luftangriffe scharf verurteilt. Teherans Angriffe gegen mehrere Mitglieder der Arabischen Liga seien "rücksichtslos" und ein "riesiger strategischer Fehler", so Gheit am Sonntag bei einer dringlich anberaumten Videokonferenz der Außenminister der Gruppe. Sie könnten "durch keinen Vorwand und keine Entschuldigung gerechtfertigt" werden.

Der Iran habe Friedensbemühungen der Golfstaaten mit "heimtückischen Raketen und Drohnenangriffen" zurückgezahlt, sagte der Generalsekretär weiter. Die arabischen Staaten seien keine Kriegsparteien.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar massive Luftangriffe auf den Iran gestartet. Der Iran reagiert mit Gegenangriffen auf Israel, auf US-Einrichtungen in der Golfregion und Infrastruktur mehrerer Golfstaaten. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni-Ejei stellten am Wochenende klar, dass der Iran weiterhin Nachbarländer angreifen werde, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützen.

 14:28

Gremiumsmitglied deutet auf Mojtaba Khamenei hin

Ein Mitglied des Expertenrats deutete an, dass die Wahl auf Khameneis Sohn Mojtaba Khamenei gefallen sei. Der "geeignetste Kandidat" sei "ermittelt", erklärte Mohsen Heydari nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA. Unter Verwendung der von Teheran gebrauchten Bezeichnung für die USA erklärte Heydari: "Der 'Große Satan' hat die von den Vertretern getroffene Wahl auch erwähnt."

Khameneis Sohn Mojtaba © EPA

Mojtaba Khamenei © APA/AFP/KHAMENEI.IR/-

Sein Vater, der getötet Ali Khamenei:

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Heydari bezog sich damit offenbar auf eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, der nach der Tötung Khameneis dessen Sohn Mojtaba als Nachfolger ausgeschlossen und für sich selbst eine Mitsprache bei der Entscheidung beansprucht hatte. Khameneis Sohn sei für ihn "inakzeptabel", hatte Trump am Donnerstag geäußert. "Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt", zitierte ihn die Plattform Axios. Namen nannte er demnach nicht. Mojtaba Khamenei bezeichnete der US-Präsident zudem als "Leichtgewicht".

 14:12

US-Präsident Trump setzt Fehde mit Großbritannien fort

Mit erneut spöttisch-kritischen Aussagen zur britischen Unterstützung im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump am Wochenende das Verhältnis zum einst engsten Verbündeten weiter belastet. "Wir brauchen keine Leute, die erst in den Krieg eintreten, nachdem wir ihn bereits gewonnen haben", schrieb Trump am Samstag auf seiner Plattform Truth Social. Den britischen Premierminister Keir Starmer griff der US-Präsident namentlich an.

Die laut Medienberichten angedachte Entsendung eines britischen Flugzeugträgers in die Konfliktregion - Trump schrieb von zwei - sei nicht mehr nötig. "Das ist okay, Premierminister Starmer, wir brauchen sie jetzt nicht mehr - aber wir werden uns erinnern." Wenig später sagte Trump an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One: "Vor zwei Wochen hätten wir sie gut gebrauchen können."

 13:12

Iranische Seeleute in Sri Lanka - USA machen offenbar Druck

Sri Lanka gerät einem internen Dokument zufolge auf diplomatischer Ebene zwischen die Fronten der USA und des Iran. So drängen die USA Sri Lanka zum Verzicht auf die Rückführung iranischer Seeleute, die sich derzeit in dem südasiatischen Inselstaat befinden, in ihre Heimat. Das geht aus einer vertraulichen Mitteilung des US-Außenministeriums hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag einsehen konnte.

Darin soll die US-Vertretung in Colombo die dortige Regierung davor gewarnt haben, die Überlebenden der versenkten iranischen Fregatte "Dena" und die Besatzung eines weiteren Schiffes in den Iran zurückzuschicken. US-Geschäftsträgerin Jayne Howell soll der diplomatischen Depesche zufolge betont haben, Sri Lanka müsse iranische Versuche unterbinden, die Festgehaltenen für Propagandazwecke zu nutzen. Zudem erkundigte sich demnach der israelische Botschafter für Indien und Sri Lanka bei Howell, ob es Kontakt zu der Besatzung gebe, um diese zum Überlaufen zu bewegen. Die israelische Botschaft in Neu-Delhi antwortete zunächst nicht auf die Bitte um Stellungnahme.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums wollte den Bericht nicht direkt kommentieren, erklärte aber, man respektiere Sri Lankas Souveränität und die dortigen Gesetze. Oberstes Ziel sei es jedoch, die vom Iran ausgehende Gefahr für die USA und ihre Partner einzudämmen.

 12:57

Solidarität nach Beschuss aus Iran - Macron am Montag in Zypern

Der französische Präsident Emmanuel Macron will am Montag vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs in das EU-Vorsitzland Zypern reisen. Vor einigen Tagen hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf der Mittelmeerinsel getroffen. "Diese Reise soll die Solidarität Frankreichs mit Zypern zum Ausdruck bringen", hieß es aus Élysée-Kreisen.

Macron © Getty Images

In der Hafenstadt Paphos werde Macron Zyperns Präsidenten Nikos Christodoulidis sowie den griechischen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis treffen. Dabei soll es um die Sicherheitslage in der Region gehen. Laut Élysée-Kreisen soll das Treffen auch dabei helfen, Anstrengungen zu koordinieren, um die Rückführung von Zivilisten aus der Nahost-Region zu unterstützen.

Aus Solidarität mit Zypern haben mehrere europäische Staaten ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt. Frankreich verlegte drei der größten französischen Kriegsschiffe in Richtung der Konfliktregion.

 12:50

Papst bestürzt über Lage: Aufruf zu Ende der Gewalt

Papst Leo XIV. hat sich beim Angelus-Gebet am Sonntag bestürzt über die Situation im Iran und im Nahen Osten gezeigt und erneut zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. "Aus dem Iran und aus dem gesamten Nahen Osten kommen weiterhin Nachrichten, die tiefe Bestürzung auslösen", sagte der Papst.

Zu den "Episoden von Gewalt und Verwüstung" sowie zu einem verbreiteten Klima von Hass und Angst komme die Sorge hinzu, dass sich der Konflikt ausweiten könne. Auch andere Länder der Region, darunter der "geliebte Libanon", könnten erneut in Instabilität versinken, warnte Leo XIV.

"Möge das Dröhnen der Bomben enden, mögen die Waffen schweigen, und möge Raum für Dialog entstehen, in dem die Stimme der Völker gehört werden kann", sagte der Pontifex. Zugleich betete er für die Menschen, die unter dem Krieg leiden, und dafür, dass die Herzen "Wege der Versöhnung und der Hoffnung" einschlagen.

 12:16

"Die Wahl zur Führungsperson hat stattgefunden"

Der sogenannte Expertenrat im Iran soll sich einem Bericht zufolge auf einen Nachfolger des getöteten Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei geeinigt haben. Der Name wurde jedoch zunächst nicht bekanntgegeben. "Die Wahl zur Führungsperson hat stattgefunden, und eine Führungsperson wurde ernannt", sagte Alam al-Huda, Mitglied in dem geistlichen Gremium, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Mehr vom Sonntag.

Alle Nachrichten, die suggerieren wollten, dass der Expertenrat noch keine Entscheidung getroffen habe, seien Lügen. Nun liege es am Leiter des Sekretariats des Rates zu entscheiden, wann der Nachfolger offiziell bekanntgegeben werde. Khamenei war bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar in Teheran getötet worden.

Gemäß der iranischen Verfassung bestimmen die 88 Geistlichen im Expertenrat das neue Oberhaupt. Nach unbestätigten Berichten gelten Mojtaba Khamenei (56), der Sohn des verstorbenen obersten Führers, sowie Hassan Khomeini (53), der Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Khomeini, als die beiden wichtigsten Kandidaten. Der Oberste Führer der Islamischen Republik hat das letzte Wort in allen politischen und militärischen Belangen.

 11:16

Israel droht Khamenei-Nachfolger schon mit dem Tod

Das israelische Militär hat vor der Wahl eines Nachfolgers des getöteten obersten Führers des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, erneut gedroht, dass auch dieser nicht sicher sei. "Die Hand des Staates Israel wird weiterhin jeden Nachfolger verfolgen, und jeden, der einen Nachfolger zu ernennen versucht", hieß es am Sonntag in einem Post auf Farsi auf der Plattform X. Die Warnung gelte für alle, die planten, an dem Treffen zur Wahl eines Nachfolgers Khameneis teilzunehmen.

Gemäß der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Geistlichen, das neue Oberhaupt. Einem iranischen Bericht zufolge wurde über die Nachfolge des getöteten Khamenei bereits Konsens erzielt. "In den ersten Stunden nach dem Märtyrertod des Führers trat der Expertenrat zusammen, und die Mehrheit einigte sich auf einen einzigen Kandidaten, der dem Präsidium der Versammlung mitgeteilt wurde", sagte ein Mitglied des Expertenrats nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Mehr.

 11:15

Israel startete neue Angriffswelle

Die israelische Luftwaffe hat am Sonntag erneut Attacken auf Ziele im Iran geflogen. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilte die Armee in der Früh auf Telegram mit. In der Nacht hatten Israels Kampfflugzeuge erstmals ein Öllager in der Hauptstadt Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten.

Die israelische Armee erklärte, die iranischen Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Iran, die Bombardierung einer Ölraffinerie.

 11:01

Wer ist es?

Rund eine Woche nach der Tötung von Ayatollah Chamenei hat der iranische Expertenrat einen Nachfolger bestimmt. Ein konkreter Name wurde bisher allerdings noch nicht öffentlich genannt.

Der Expertenrat des Iran ist am Sonntag zusammengekommen, um über die künftige Führung des Landes zu entscheiden. Wie die iranische Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf Mitglieder des Gremiums berichtete, einigte sich eine Mehrheit auf den am „besten geeigneten Kandidaten“. Die Wahl erfolgte unter hohem Zeitdruck, nachdem Ali Chamenei am vergangenen Wochenende zu Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Israel und den USA getötet worden war.

Bekanntgabe durch das Sekretariat

Für die offizielle Verkündung des Namens ist nun der Leiter des Sekretariats des Expertenrats zuständig. Hosseini Bushehri soll die Entscheidung zeitnah öffentlich bekannt geben, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr berichtet. In politischen Kreisen wird mit Spannung erwartet, ob es sich tatsächlich um den favorisierten Sohn Chameneis, Modschtaba, handelt oder ob das Gremium eine überraschende Wahl getroffen hat.

 10:52

Khamenei-Nachfolger steht fest

Der Name des neuen Ober-Mullahs ist allerdings unbekannt!

Großes Rätselraten in Teheran, wen hat der Expertenrat jetzt bestimmt?

 10:25

Trump schließt Bodentruppen für Uran-Sicherstellung nicht aus

US-Präsident Donald Trump schließt nach eigener Aussage nicht aus, Bodentruppen in den Iran zu entsenden, um das angereicherte Uran der Islamischen Republik sicherzustellen. "Vielleicht werden wir das irgendwann machen", sagte er Journalisten am Samstag an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One. "Das wäre eine tolle Sache." Trump äußerte sich mit Blick auf das iranische Atomprogramm, dessen Bekämpfung die USA zu einem ihrer Kriegsziele erklärt haben.

Bodentruppen könnten "möglicherweise" eingesetzt werden, sagte Trump, fügte aber hinzu, hierfür müsse es einen "sehr guten Grund" geben. Zu den iranischen Streitkräften sagte er, bei einem Einsatz würden diese "so geschwächt, dass sie auf Bodenebene nicht mehr kämpfen könnten". Einigen Kritikern des laufenden US-israelischen Krieges zufolge reichen Luftangriffe nicht aus, um den Iran dauerhaft von der Entwicklung einer Atombombe abzuhalten.

 10:12

Trump droht mit Zerschlagung von iranischer Führung

US-Präsident Donald Trump erteilte Verhandlungen mit dem Iran eine Absage und drohte mit der Zerschlagung der gesamten Staatsführung und des Militärs. Angesichts der Luftangriffe auf die Islamische Republik könnte die Frage nach Diplomatie irrelevant werden, sagte Trump am Samstag (US-Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. "Irgendwann wird wohl niemand mehr übrig sein, der sagen könnte: 'Wir ergeben uns.'"

 09:24

In Teheran regnet es Öl

In Teheran fällt schwarzer Regen vom Himmel. Nach dem Angriff auf ein Öllager hängt eine dicke, schwarze Wolkendecke über der Stadt. „Man kann sehen, dass das Regenwasser schwarz ist – und gesättigt mit Öl.", so CNN-Reporter Fred Pleitgen.

 08:15

Trump will Kurden nicht in Krieg einbinden

US-Präsident Donald Trump hat die Einbindung von Kurden in den Iran-Krieg ausgeschlossen. Kurdische Kämpfer in der Region seien bereit dazu, aber er habe ihnen gesagt, dass er das nicht wolle, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten. Die USA hätten eine gute Beziehung zu den Kurden, "aber wir wollen den Krieg nicht komplizierter machen, als er ohnehin schon ist", sagte Trump.

 08:05

Israel greift Luxus-Hotel in Beirut an

Israels Armee hat in der Nacht auf Sonntag in der libanesischen Hauptstadt Beirut Attacken auf Kommandanten der Al-Quds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden durchgeführt. Die Befehlshaber des sogenannten Libanon-Korps hätten Terroranschläge auf Israel vorbereitet, hieß es. Laut libanesische Gesundheitsministeriums wurden mindestens vier Menschen getötet und zehn weitere Personen verletzt. Zudem bombardierte Israel Infrastruktur der Hisbollah-Miliz im Libanon.

Beirut © AFP

Nach libanesischen Angaben hatte Israels Militär gezielt ein Zimmer eines Luxushotels ("Ramada") in Beirut angegriffen. Sicherheitskreisen zufolge war zumindest eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. "Die Kommandanten des Libanon-Korps der Al-Quds-Brigaden planten Terroranschläge gegen den Staat Israel und seine Zivilbevölkerung, während sie gleichzeitig für die Revolutionsgarden im Iran tätig waren", hieß es in einer Erklärung des Militärs. In der vergangenen Woche hatte Israel erklärt, den Chef der iranischen Al-Quds-Brigaden im Libanon, Daoud Ali Zadeh, bei einem Angriff in Teheran getötet zu haben.

 07:30

Trump spottet über Starmer

US-Präsident Donald Trump hat sich am Samstag spöttisch über den britischen Premierminister Keir Starmer geäußert. "Das Vereinigte Königreich, unser einstiger großer Verbündeter, vielleicht sogar der größte von allen, erwägt nun ernsthaft, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu entsenden", schrieb Trump am Samstag etwas zynisch auf seiner Plattform Truth Social. Aber: "Wir brauchen keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligen, wenn wir sie bereits gewonnen haben!"

 07:27

Trump geht nicht auf Konfrontation zu Putin

US-Präsident Donald Trump geht nicht auf Konfrontation zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es gebe keine Hinweise dafür, dass Russland dem Iran helfe, sagte Trump am Samstag (Ortszeit) an Bord des Regierungsfliegers Air Force One vor Journalisten. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff erklärte hingegen, er habe an Russland kommuniziert, dass die Regierung in Moskau dem Iran keine Hinweise auf Ziele oder andere Hilfe geben solle. "Das habe ich deutlich gesagt."

 07:17

Massiver Feuerball

Im Konflikt mit dem Erzfeind Iran hat Israel rund eine Woche nach Kriegsbeginn erstmals ein Öllager in Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten am Wochenende Aufnahmen aus der Hauptstadt, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten. Israel erklärte, Irans Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Die Revolutionsgarden bestätigten im Staatssender IRIB die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden Teherans.

 23:45

Trump macht Teheran für Angriff auf Schule verantwortlich

US-Präsident Donald Trump hat Teheran für den Angriff auf eine Schule im Iran mit womöglich mehr als 150 Toten verantwortlich gemacht. "Auf Grundlage dessen, was ich gesehen habe, wurde dies vom Iran getan", sagte der US-Präsident am Samstag an Bord seiner Präsidentenmaschine zu Journalisten. Der Iran hatte die USA und Israel des Luftangriffs auf die Schule in der südiranischen Stadt Minab am vergangenen Samstag beschuldigt. Demnach waren 165 Schülerinnen getötet worden.

US-Außenminister Marco Rubio hatte in Folge erklärt, die USA würden niemals gezielt eine Schule angreifen. Von der "New York Times" wiederum war am Freitag berichtet worden, dass wahrscheinlich die USA für den Angriff verantwortlich seien. Dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben. Nach Angaben der "New York Times" wurde die Mädchenschule am Samstag vergangener Woche in Minab im Süden des Iran getroffen, während die US-Streitkräfte einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden angriffen.

 23:26

Leichen von im Krieg getöteten Soldaten in die USA überführt

Unter den Augen von US-Präsident Donald Trump sind am Samstag die Leichen der sechs im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten in die USA überführt worden. Trump salutierte, als die mit US-Flaggen bedeckten Särge aus einem Militärflugzeug ausgeladen und an ihm vorbeigetragen wurden. An der Zeremonie auf einem Luftwaffenstützpunkt im US-Staat Delaware nahmen auch Vizepräsident JD Vance, Pentagon-Chef Pete Hegseth, US-Generalstabschef Dan Caine sowie First Lady Melania Trump teil.

trump © SAUL LOEB / AFP

Dem Pentagon zufolge handelte es sich bei den getöteten Soldaten um Reservisten, die einer Einheit aus dem US-Staat Iowa angehörten. Sie waren am Sonntag bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet worden. Einen Tag zuvor hatten die USA und Israel massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Als Reaktion greift der Iran seitdem Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.

 23:25

Trump spottet über Starmer: "Wir brauchen euch nicht mehr"

US-Präsident Donald Trump hat sich am Samstag spöttisch über den britischen Premierminister Keir Starmer geäußert. "Das Vereinigte Königreich, unser einstiger großer Verbündeter, vielleicht sogar der größte von allen, erwägt nun ernsthaft, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu entsenden", schrieb Trump am Samstag etwas zynisch auf seiner Plattform Truth Social. Aber: "Wir brauchen keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligen, wenn wir sie bereits gewonnen haben!"

Weiter notierte Trump: "Das ist in Ordnung, Premierminister Starmer, wir brauchen sie nicht mehr - aber wir werden uns daran erinnern." Starmer hatte bereits vor einigen Tagen Kritik von Trump zurückgewiesen und erklärt, er stehe zu seiner Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und Israels nicht unterstützt zu haben. Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben. "Es ist meine Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse Großbritanniens ist", hatte Starmer dazu gesagt.

 21:58

Israel meldet: 30 Öltanks im Iran angegriffen

Laut einem israelischen Militärsprecher hat die IDF zum ersten Mal die Ölreserven des Irans in Teheran attackiert. Der Sprecher erklärte, dass dies ein Teil der Maßnahmen gegen die iranische Führung sei. Dabei wurden etwa 30 Öltanker angegriffen.

Wie der iranische Staatssender berichtete, bestätigte die Revolutionsgarde (IRGC) die Bombardierung einer Raffinerie im Süden der Hauptstadt. Ebenfalls teilte die IRGC mit, dass als Reaktion eine Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen wurde.

 21:18

Trump nennt im Iran-Krieg gefallene US-Soldaten "Helden"

US-Präsident Donald Trump nimmt am Samstag an der Überführung der sechs im Iran-Krieg gestorbenen US-Soldaten teil. Er reiste dafür zum Luftwaffenstützpunkt Dover im US-Staat Delaware, wo er auf die Familien der Gefallenen treffen soll. Trump hatte die gefallenen Soldaten bei einer Veranstaltung im US-Staat Florida kurz zuvor als "großartige Helden" bezeichnet. Er versprach außerdem, dass die USA die Zahl der eigenen Toten in dem Krieg auf ein "Minimum" begrenzen würden.

Die sechs Soldaten wurden nach Angaben des US-Militärs alle in der ersten Woche des Krieges bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet.

 20:48

Im Iran brennen die ÖL-Anlagen

iran © epa

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 20:29

Mann in Dubai von Raketentrümmern erschlagen

In Dubai wurde am Samstag ein Mann nach Behördenangaben durch Trümmer eines von der Luftabwehr abgefangenen Geschosses getötet. Die Trümmer seien auf ein Fahrzeug gefallen, dabei sei der Fahrer ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Der Mann stammte den Angaben zufolge aus einem asiatischen Land.

 20:12

Teheran von heftigen Explosionen erschüttert

Die iranische Hauptstadt Teheran ist Samstagabend erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah einen Feuerball und Rauch über dem Süden von Teheran. Iranische Medien berichteten ebenfalls von Explosionen, außerdem war die Luftabwehr im Einsatz. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Drohungen gegen die Mullahs verschärft und dem Iran mit der "vollständigen Zerstörung" und dem "sicheren Tod" gedroht.

 19:39

Das getroffene Wohnhaus

dubai © X/FaytuksNetwork

 19:29

Wohnhaus in Dubai von Trümmern getroffen

Laut Behörden in Dubai wurde ein Wohnhaus an der Dubai Marina von Trümmern eines abgefangenen Objektes getroffen. Es gibt keine Verletzten.

 19:07

Schwere Angriffe auf den Iran - Trump verschärft Drohungen

Nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels hat US-Präsident Donald Trump seine Drohungen gegen die Führung in Teheran verschärft. "Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden", schrieb Trump am Samstag in seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Es würden nun Gebiete und Gruppen für "völlige Zerstörung und sicheren Tod" in Betracht gezogen, die bisher nicht als Ziele galten. Der Iran werde "in die Hölle geprügelt", also massiv und schwer geschlagen.

"Aufgrund des schlechten Verhaltens des Iran stehen Gegenden und Gruppen von Menschen, die bisher noch nicht Ziel waren, unter ernsthafter Prüfung für völlige Zerstörung und sicheren Tod", schrieb Trump. Der Beitrag auf seiner Plattform folgte auf Aussagen des iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian, der am Samstag Bedingungen für ein Ende der eigenen Luftangriffe auf Nachbarländer gestellt hatte.

 18:35

Emiratischer Präsident: "Wir befinden uns im Krieg"

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid, hat sich angesichts der massiven iranischen Angriffe mit eindringlichen Worten an sein Volk gewandt: „Wir befinden uns im Krieg.“

Die Rede hielt Mohammed am Samstag beim Besuch von Verletzten in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Abu Dhabi. Gegenüber dem Fernsehsender Abu Dhabi TV gab er sich kämpferisch und richtete eine klare Botschaft an die Gegner der Emirate. „Die Emirate haben ein dickes Fell und bitteres Fleisch, wir sind keine leichte Beute“, betonte der Präsident. Das Land sei zwar „attraktiv, wunderschön und ein Vorbild“, doch davon dürften sich die Feinde nicht täuschen lassen. Er versprach den Bürgern: „Ich verspreche allen, dass wir stärker denn je (aus diesem Krieg) hervorgehen werden.“

 18:09

VAE-Präsident: Emirate sind "keine leichte Beute"

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohammed bin Zayed Al Nahyan, hat in seiner ersten Rede seit Beginn des Nahost-Kriegs die Widerstandsfähigkeit seines Landes betont. "Die VAE haben eine dicke Haut und bitteres Fleisch - wir sind keine leichte Beute", sagte das Staatsoberhaupt in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Die Emirate würden ihre Pflicht erfüllen und alle Einwohner schützen, fügte er bei einem Besuch von Verletzten hinzu.

Der Iran hat inmitten von US-israelischen Angriffen auch Raketen auf das Golfland abgefeuert. Unterdessen stellte der iranische Justizchef Gholam-Hossein Mohseni-Eje'i klar, dass sein Land weiterhin Nachbarländer angreifen wird, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützen.

"Beweise der iranischen Streitkräfte zeigen, dass die Geografie einiger Länder offen oder verdeckt dem Feind zur Verfügung steht", sagte der Hardliner, der der iranischen Übergangsführung angehört, am Samstag. "Die heftigen Angriffe auf diese Ziele werden weitergehen."

 17:26

Expertenrat wählt "innerhalb eines Tages" neuen Obersten Führer

Der Expertenrat im Iran will innerhalb eines Tages zusammenkommen, um einen neuen Obersten Führer zu wählen. Nach dem Tod von Ali Chamenei am vergangenen Wochenende steht das Land vor einer Zäsur.

Die Entscheidung über die künftige Führung des Landes soll laut einem Bericht des Senders Sky unter Berufung auf Ayatollah Mozafari binnen 24 Stunden fallen. Ali Chamenei wurde am vergangenen Wochenende zu Beginn der kriegerischen Auseinandersetzung Israels und der USA gegen den Iran getötet. Seit seinem Tod wird das Land vorübergehend von einem dreiköpfigen Rat regiert. Dieser setzt sich aus Irans Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholamhossein Mohseni Ejei und dem Geistlichen Ayatollah Alireza Arafi zusammen.

Als wahrscheinlichster Nachfolger für das höchste Amt im Staat gilt Modschtaba Chamenei, der Sohn des getöteten Obersten Führers. Die Wahl durch den Expertenrat wird unter höchstem Zeitdruck und vor dem Hintergrund der massiven militärischen Spannungen in der Region durchgeführt. In Österreich und ganz Europa wird die Entwicklung mit großer Sorge beobachtet, da die Neubesetzung entscheidend für den weiteren Kurs des Iran im aktuellen Konflikt sein dürfte.

 16:59

USA nutzen inzwischen Luftwaffenstützpunkte in Großbritannien

Die US-Streitkräfte haben damit begonnen, britische Militärstützpunkte für den Iran-Krieg zu nutzen. Das britische Verteidigungsministerium erklärte am Samstag, die USA würden die Stützpunkte für "spezifische Verteidigungsoperationen" nutzen, um den Iran daran zu hindern, "Raketen in die Region abzufeuern". Der britische Premierminister Keir Starmer hatte zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran jegliche britische Beteiligung abgelehnt.

Außerdem verweigerte Starmer den USA zunächst auch die Nutzung britischer Militärbasen. Einen Tag nach Kriegsbeginn gab Starmer aber bekannt, dass er einer US-Anfrage zur Nutzung britischer Stützpunkte für einen "speziellen und begrenzten Verteidigungszweck" zugestimmt habe.

Starmer für Trump "nicht Winston Churchill"

US-Präsident Donald Trump warf Starmer vor, die Erlaubnis habe "viel zu lange gedauert", er sei deswegen "sehr enttäuscht". Beim Besuch von Deutschlands Kanzler Friedrich Merz im Weißen Haus am Dienstag sagte der US-Präsident, Starmer sei "nicht Winston Churchill", der britische Premierminister während des Zweiten Weltkriegs.

Bei den britischen Luftwaffenstützpunkten geht es um Fairford in der südwestenglischen Grafschaft Gloucestershire und um einen gemeinsam genutzten Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia, Teil der Chagos-Inseln im Indischen Ozean. In Fairford landete am Samstag ein US-Bomber vom Typ B-1 Lancer, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

 16:50

Außenminister wirft USA Angriff auf Entsalzungsanlage vor

Irans Außenminister Abbas Araqchi hat den USA vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage auf einer Insel im Persischen Golf angegriffen zu haben. Die Vereinigten Staaten hätten auf der Insel Keshm ein "unverfrorenes und verzweifeltes Verbrechen" begangen, erklärte der Minister am Samstag im Onlinedienst X. Die Wasserversorgung in 30 Ortschaften sei betroffen, führte Araqchi weiter aus.

Die iranische Infrastruktur anzugreifen sei ein "gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden Konsequenzen". Die USA hätten damit einen Präzedenzfall geschaffen.

 16:27

Tanker mit Drohne angegriffen

Die iranischen Revolutionsgarden griffen am Samstag nach eigenen Angaben einen Öltanker im Persischen Golf an. Das Schiff mit dem Namen "Louise P", das unter der Flagge der Marshallinseln fahre und "mit dem terroristischen Amerika in Verbindung" stehe, sei mit einer Drohne angegriffen worden, teilten die Revolutionsgarden im Internet mit. Der Tanker sei getroffen worden.

Kurz zuvor hatten die Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur Tasnim mitgeteilt, sie hätten am Samstag einen Öltanker in der Straße von Hormuz angegriffen. Das Schiff "Prima" sei in der Früh von einer Drohne getroffen worden.

Beide Angriffe erfolgten eine Woche nach Beginn des Iran-Kriegs. Die Revolutionsgarden hatten nach Ausbruch des Krieges eine Sperre der Straße von Hormuz verkündet, die für den weltweiten Verkehr von Containerschiffen und Tankern bedeutend ist. Die USA und Israel hatten am Samstag vergangener Woche massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel, auf die Golfstaaten und auf US-Einrichtungen in der Region.

 16:09

Geistliche fordern rasche Kür von Khamenei-Nachfolger

Im Iran dringen zwei einflussreiche Geistliche auf die rasche Ernennung eines neuen obersten Führers. Dies sei notwendig, um die Angelegenheiten des Landes besser zu organisieren, zitierten staatliche Medien am Samstag Großayatollah Naser Makarem Shirazi. Auch Großayatollah Hossein Nouri Hamedani forderte das zuständige Expertengremium zur Eile bei der Auswahl eines Nachfolgers von Ali Khamenei auf.

Nach dem Tod Khameneis führt derzeit vorübergehend ein dreiköpfiger Rat die Amtsgeschäfte. Diese Konstellation dürfte – nach den Aufrufen der Geistlichen zu urteilen – zumindest in Teilen des klerikalen Führungszirkels auf Vorbehalte stoßen. US-Präsident Donald Trump hatte gefordert, die USA müssten bei der Wahl des Nachfolgers ein Wort mitreden, was Teheran zurückweist.

 15:58

Saudi-Arabien warnt Teheran vor "Fehlkalkulation"

Saudi-Arabien hat den Iran nach einer Reihe von Raketen- und Drohnenangriffen vor einer "Fehlkalkulation" gewarnt. Der saudi-arabische Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman erklärte am Samstag im Kurzbotschaftendienst X, er habe bei einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir über "die Angriffe des Iran auf das Königreich und die notwendigen Maßnahmen, um sie zu stoppen" gesprochen.

"Wir haben betont, dass solche Handlungen die regionale Sicherheit und Stabilität untergraben, und haben die Hoffnung geäußert, dass die iranische Seite Weisheit walten lässt und eine Fehlkalkulation vermeidet", fügte der Verteidigungsminister hinzu. Saudi-Arabien hatte nach eigenen Angaben Raketenangriffe auf einen von den US-Streitkräften genutzten Militärstützpunkt sowie Drohnenangriffe auf ein Erdölfeld abgewehrt. Als Vergeltung für die US-israelischen Angriffe auf den Iran greift Teheran auch seine Nachbarstaaten in der Golfregion an.

Angesichts der Raketenangriffe aus dem Iran sprachen der saudi-arabische Verteidigungsminister und das Militär der Atommacht Pakistan auch über die Umsetzung eines gemeinsamen Verteidigungsabkommens. Zwischen den beiden Ländern besteht seit 2025 ein Verteidigungspakt. Demnach wird jeder Angriff auf einen der beiden Staaten als Angriff auf beide Länder gewertet. Mit der Vereinbarung könnte Saudi-Arabien zumindest theoretisch auch Schutz durch pakistanische Atomwaffen erhalten.

 15:42

Steht US-Einmarsch in den Iran kurz bevor?

Die US-Armee hat überraschend eine wichtige Übung einer Elite-Einheit gestoppt. Dies heizt Spekulationen über einen möglichen Spezialeinsatz im Nahen Osten massiv an, wie die „Washington Post“ berichtet.

Die Entscheidung betrifft laut dem Bericht eine Fallschirmjäger-Einheit in Fort Bragg (North Carolina) mit rund 4000 bis 5000 Soldaten. Es handelt sich dabei um die Brigadekampfgruppe der 82. Luftlandedivision, die als extrem schnell reagierende Truppe gilt: Die Soldaten sind innerhalb von nur 18 Stunden weltweit einsatzbereit. Die Teilnahme an einer großen Trainingsübung im US-Bundesstaat Louisiana wurde kurzfristig abgesagt, was in Washington für Unruhe sorgt.

Besonders brisant ist die Absage, da die 82. Luftlandedivision oft die erste Einheit ist, die in Konfliktgebiete entsandt wird. In den USA wird das Vorgehen als deutliches Indiz für einen bevorstehenden Einsatz gewertet. Ob die Truppen tatsächlich zur Sicherung von Botschaften oder für weitreichendere Missionen eingesetzt werden, blieb zunächst unklar. Der Fokus liegt jedoch klar auf der Einsatzfähigkeit in instabilen Regionen, was auch für internationale Beobachter in Österreich von Bedeutung ist.

Bereitschaft für weltweite Missionen

Die kurzfristige Änderung des Zeitplans deutet darauf hin, dass die US-Regierung die Einheit für eine reale Krisenlage freihalten möchte. Während die Übung in Louisiana eigentlich routinemäßig stattfinden sollte, priorisiert die Armeeführung nun offenbar die tatsächliche Einsatzbereitschaft. Eine offizielle Bestätigung für einen Marschbefehl in den Nahen Osten gibt es bisher nicht, doch die Anzeichen für eine Truppenverlegung verdichten sich.

 15:16

Schwere Angriffe auf den Iran - Trump verschärft Drohungen

Nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels hat US-Präsident Donald Trump seine Drohungen gegen die Führung in Teheran verschärft. "Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden", schrieb Trump am Samstag in seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Es würden nun Gebiete und Gruppen für "völlige Zerstörung und sicheren Tod" in Betracht gezogen, die bisher nicht als Ziele galten. Der Iran werde "in die Hölle geprügelt", also massiv und schwer geschlagen.

"Aufgrund des schlechten Verhaltens des Iran stehen Gegenden und Gruppen von Menschen, die bisher noch nicht Ziel waren, unter ernsthafter Prüfung für völlige Zerstörung und sicheren Tod", schrieb Trump. Der Beitrag auf seiner Plattform folgte auf Aussagen des iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian, der am Samstag Bedingungen für ein Ende der eigenen Luftangriffe auf Nachbarländer gestellt hatte.

 14:39

Hardliner attackieren Präsident Pezeshkian nach Entschuldigung

er iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat am Samstag mit seiner Entschuldigung bei Nachbarstaaten für Angriffe im eigenen Land Kritik ausgelöst. Hardliner warfen ihm vor, Schwäche zu zeigen, den nationalen Stolz zu verletzen und dem Land zu schaden.

Der Abgeordnete Jalal Rashidi Koochi schrieb auf der Plattform X: "Bei allem Respekt, Herr Präsident, eine Entschuldigung wird ausgesprochen, wenn ein Fehler gemacht wurde (...) Aber wir haben keinen Fehler gemacht." Rashidi Koochi warf dem Präsidenten vor, seine Botschaft habe keinerlei Zeichen von Autorität gehabt und sei nur schwach gewesen - was Text, Ausdruck und Körpersprache betreffe.

Pezeshkian hatte sich in einer Videobotschaft für frühere Angriffe auf Nachbarländer entschuldigt. "Diese Vorfälle waren das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandanten, als die Streitkräfte führungslos waren und eigenständig handeln mussten", sagte er.

 14:22

Österreichs Botschaft in Teheran nach Baku verlegt

Die österreichische Botschaft in Teheran ist angesichts der andauernden israelischen-amerikanischen Angriffe auf den Iran am heutigen Samstag in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku verlegt worden. Dies teilte Außenministeriumssprecher Clemens Mantl am Samstag in Wien mit. Der Konsularbetrieb sei bis auf weiteres eingestellt. An vom Außenministerium organisierten Rückholflügen aus der Nahost-Krisenregion gebe es keinen Bedarf mehr, sagte der Sprecher zudem.

Das Außenministerium empfehle dringend, die verfügbare Linienflüge, etwas aus Riad (Saudi-Arabien) oder Doha (Katar) zu nutzen. Bisher seien in vier organisierten Flügen über 800 Personen aus dem Oman, aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) nach Österreich zurückgeholt worden, am gestrigen Freitag etwa 244 Personen in einer Chartermaschine aus Abu Dhabi (VAE). Über den EU-Krisenmechanismus konnten weitere 62 Personen Österreicherinnen und Österreich bei der Rückreise unterstützt werden, sagte Mantl. Mittlerweile werde der Luftraum wieder schrittweise geöffnet.

 14:21

Saudi-Arabien warnt Teheran vor "Fehlkalkulation"

Saudi-Arabien hat den Iran nach einer Reihe von Raketen- und Drohnenangriffen vor einer "Fehlkalkulation" gewarnt. Der saudi-arabische Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman erklärte am Samstag im Kurzbotschaftendienst X, er habe bei einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir über "die Angriffe des Iran auf das Königreich und die notwendigen Maßnahmen, um sie zu stoppen" gesprochen.

"Wir haben betont, dass solche Handlungen die regionale Sicherheit und Stabilität untergraben, und haben die Hoffnung geäußert, dass die iranische Seite Weisheit walten lässt und eine Fehlkalkulation vermeidet", fügte der Verteidigungsminister hinzu. Saudi-Arabien hatte nach eigenen Angaben Raketenangriffe auf einen von den US-Streitkräften genutzten Militärstützpunkt sowie Drohnenangriffe auf ein Erdölfeld abgewehrt. Als Vergeltung für die US-israelischen Angriffe auf den Iran greift Teheran auch seine Nachbarstaaten in der Golfregion an.

 14:08

Israelisches Hubschrauberkommando landete im Libanon - Über 40 Tote

sraels Armee hat im Libanon überraschend einen nächtlichen Einsatz mit Militärhubschraubern durchgeführt. Spezialtruppen hätten in der Nacht versucht, Details zum israelischen Luftwaffennavigator Ron Arad zu finden der 1986 über dem Südlibanon abgeschossen und von der schiitischen Amal-Miliz gefangen genommen wurde. Das teilte Israels Armee am Samstag mit. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete bei schweren Kämpfen habe es mindestens 41 Tote gegeben.

Darunter seien drei libanesische Armeesoldaten. Israel sei während des Einsatzes rund 40 Luftangriffe in dem Gebiet geflogen. NNA und libanesische Medien berichteten, vier israelische Apache-Kampfhubschrauber seien in dem Gebiet gelandet. Israels Armee ließ wissen, man werde "Tag und Nacht" versuchen, getötete und vermisste Israelis nach Hause zu holen.

 14:02

Arabische Liga plant für Sonntag Notfallsitzung

Die Arabische Liga plant für Sonntag eine Notfallsitzung zu den iranischen Angriffen unter anderem in der Golfregion. Die Sitzung per Videoschaltung sei für Mittag geplant, sagte Vize-Generalsekretär Hossam Zaki gegenüber dem staatlichen ägyptischen Fernsehsender Al Qahera News. Die staatliche Nachrichtenseite "Al-Ahram" berichtete, das Treffen komme auf Gesuch Saudi-Arabiens zustande. Auch Saudi-Arabiens Staatsfernsehen berichtete von dem geplanten Treffen.

 13:38

Israelisches Hubschrauberkommando landete im Libanon - Über 40 Tote

Israels Armee hat im Libanon überraschend einen nächtlichen Einsatz mit Militärhubschraubern durchgeführt. Spezialtruppen hätten in der Nacht versucht, Details zum israelischen Luftwaffennavigator Ron Arad zu finden der 1986 über dem Südlibanon abgeschossen und von der schiitischen Amal-Miliz gefangen genommen wurde. Das teilte Israels Armee am Samstag mit. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete bei schweren Kämpfen habe es mindestens 41 Tote gegeben.

 12:39

Trump: "Heute wird der Iran sehr hart getroffen!"

US-Präsident Donald Trump verschärft seine Drohungen gegen die Führung in Teheran. "Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden", schrieb Trump am Samstag auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Es würden nun Gebiete und Gruppen für "völlige Zerstörung und sicheren Tod" in Betracht gezogen, die bisher nicht als Ziele galten.

Trump © TruthSocial

Zugleich erklärte Trump, der Iran habe wegen der unerbittlichen Angriffe der USA und Israels vor seinen Nachbarn kapituliert und sich bei ihnen entschuldigt. Das Land sei nun der "Verlierer des Nahen Ostens". Der US-Präsident hatte den Iran am Freitag zur "bedingungslosen Kapitulation" aufgerufen.

 11:26

Revolutionsgarden griffen im irakischen Kurdengebiet an

Eine Woche nach Beginn des Iran-Kriegs haben die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben Kämpfer im irakischen Kurdengebiet angegriffen. Drei Ziele "separatistischer Gruppen" seien Samstag früh getroffen worden, erklärten die Revolutionsgarden der Islamischen Republik laut der Nachrichtenagentur Tasnim. "Sollten separatistische Gruppen in der Region auch nur die geringste Handlung gegen die territoriale Integrität des Iran unternehmen, werden wir sie zerschlagen."

 10:38

Experte: DAS will Trump wirklich im Iran

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, er wolle kein Abkommen mit dem Iran mehr abschließen. Stattdessen müsse es auf eine „bedingungslose Kapitulation“ hinauslaufen.

Eine solche Kapitulation sei im Moment aber wenig realistisch, so Sicherheitsexperte Christian Mölling zur BILD. „Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus, als ob sich das Regime wieder stabilisieren wird.“ Die USA hätten keinen Regimewechsel erreicht.

Mölling glaubt deshalb, dass sich Trump durchaus auf einen Deal mit den Mullahs einlassen werde, „sofern er mitbestimmen kann, wer in Teheran zukünftig sitzt.“ Für Trump könne Regimestabilität interessanter sein als ein demokratischer Übergang, so der Experte weiter. Dabei sei ein ähnliches Szenario wie in Venezuela denkbar.

 09:59

Video: Drohne über Flughafen abgefangen

Der internationale Flughafen von Dubai hat am Samstag nach einer kurzen Unterbrechung wegen des Iran-Krieges den Betrieb teilweise wieder aufgenommen. Kurz zuvor hatte das Emirat erklärt, dass der Betrieb auf dem Airport vorübergehend eingestellt worden sei.

Nach Abfangen eines offenbar iranischen Geschoßes über dem Flughafen war dort am Samstag erneut der Flugbetrieb eingestellt worden. Die "vorläufige" Schließung erfolge "für die Sicherheit der Passagiere, des Flughafenpersonals und der Crews der Fluggesellschaften", hatte das staatliche Medienbüro in Dubai erklärt. Ein Augenzeuge hatte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel nahe dem Flughafen gesprochen.

 09:51

Iran entschuldigt sich bei Nachbarländern

Massoud Pezeshkian, Präsident des Iran, hat angekündigt, die Angriffe auf andere Staaten in der Region einzuschränken, und sich zugleich „bei den Nachbarländern entschuldigt, die vom Iran angegriffen wurden“.

In einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede erklärte Peseschkian, die Interimsführung des Iran habe beschlossen, „keine weiteren Angriffe auf Nachbarländer durchzuführen und keine Raketen mehr abzufeuern – es sei denn, von diesen Ländern geht ein Angriff auf den Iran aus“.

 09:39

Flughafen Dubai stellte erneut Flugbetrieb ein

Nach Abfangen eines offenbar iranischen Geschoßes über dem international bedeutsamen Flughafen von Dubai ist dort am Samstag erneut der Flugbetrieb eingestellt worden. Die "vorläufige" Schließung erfolge "für die Sicherheit der Passagiere, des Flughafenpersonals und der Crews der Fluggesellschaften", erklärte das staatliche Medienbüro in Dubai. Ein Augenzeuge hatte von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel nahe dem Flughafen gesprochen.

 08:48

Teheraner Flughafen in Flammen

Irans staatliche Medien verbreiteten nach den jüngsten Angriffen Aufnahmen von enormen Bränden am Flughafen Mehrabad in der Hauptstadt.

Teheran © AFP

Anwohner in der Umgebung des Flughafens seien am frühen Morgen aufgefordert worden, ihre Fenster geschlossen zu halten und in ihren Häusern zu bleiben, berichtet die The New York Times.

Grund dafür könnten möglicherweise giftige Dämpfe sein, die durch brennenden „Treibstoff und Öl“ entstanden sind. Iranische Staatsmedien verbreiteten außerdem Bilder eines großen Brandes. Augenzeugen erklärten laut der „New York Times“, es sehe so aus, als würden auch Flugzeuge in Flammen stehen.

 08:44

Emirates setzt erneut Flüge von und nach Dubai aus

Angesichts der fortgesetzten Angriffe im Nahen Osten im Krieg zwischen Israel und den USA einerseits und dem Iran andererseits kommt es wieder zu Einschränkungen in der Luftfahrt. Die Fluggesellschaft Emirates hat am Samstag alle Flüge von und nach Dubai bis auf weiteres wieder eingestellt. Dies teilte das Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten auf dem Kurznachrichtendienst X mit.

Zuletzt hatten Emirates eingeschränkt Verbindungen von Dubai und Abu Dhabi über sichere Luftkorridore angeboten.

 08:39

Putin fordert sofortiges Ende des Iran-Kriegs

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Masoud Pezeshkian die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran gefordert. Er verurteile die "bewaffnete israelisch-amerikanische Aggression" und verlange eine Rückkehr zur Diplomatie, erklärte Putin am späten Freitagabend. Er lehne Gewalt als ein Mittel zur Lösung von Problemen rund um den Iran und darüber hinaus in Nahost ab.

 08:14

80 Jets greifen den Iran an

Mehr als 80 Kampfflugzeuge greifen derzeit weitere Ziele im Iran an. Nach Angaben der Israel Defense Forces hat Israel am Samstagmorgen eine groß angelegte Luftoffensive gestartet. Das Militär teilte mit, die Jets hätten „eine weitere Angriffswelle gegen Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ durchgeführt.

Im Fokus der Angriffe stehen laut Armee unter anderem Raketenabschussrampen. Zudem werden weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran sowie in zentralen Regionen des Landes attackiert. Angaben zu möglichen Schäden oder Opfern machte das Militär bislang nicht.

 07:20

Trump denkt über Bodentruppen nach

Wie zwei US-Beamte dem Fernsehsender „NBC“ mitteilten, soll Präsident Donald Trump intern „ernsthaftes Interesse“ daran geäußert haben, US-Bodentruppen im Iran einzusetzen.

Dem Bericht zufolge habe Trump sowohl mit Beratern als auch mit republikanischen Politikern außerhalb des Weißen Hauses über eine mögliche Entsendung von Bodentruppen gesprochen. Dabei gehe es jedoch nicht um eine groß angelegte Invasion. Stattdessen werde über den Einsatz eines kleineren Kontingents von US-Soldaten für gezielte strategische Aufgaben nachgedacht. Eine endgültige Entscheidung habe der US-Präsident bislang jedoch noch nicht getroffen.

 07:19

USA und Israel verstärken Angriffe

Ungeachtet gestiegener Ölpreise intensivieren die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran. "Heute Nacht wird unser schwerstes Bombardement stattfinden", sagte US-Finanzminister Scott Bessent mit Blick auf die Nacht zum Samstag. Israels Luftwaffe meldete eine "breite Welle" von Attacken auf Teheran. Für Aufmerksamkeit sorgten von der US-Regierung nicht bestrittene Berichte, wonach Moskau Teheran Informationen über amerikanische Truppen und mögliche Ziele in Nahost liefert.

 23:54

USA benutzt Ukraine-Waffensystem

Die USA wollen ein Anti-Drohnen-System im Nahen Osten einsetzen. Das hat sich in der Ukraine bei der Abwehr russischer Drohnen als wirksam erwiesen. Das Verteidigungssystem Merops soll bald in die Region gebracht werden, um die Verteidigung gegen iranische Drohnen zu stärken. Das haben zwei US-Vertreter der Nachrichtenagentur AP am Freitag mitgeteilt.

 23:07

US-Soldaten im Irak unter Beschuss

Im Internet verbreiten sich Videos von einem iranischen Angriff auf US-Streitkräfte in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Dabei soll der US-Stützpunkt "Camp Victory" in der Nähe des internationalen Flughafens brennen. Bisher ist unbekannt, ob Iran Raketen oder Drohnen für den Angriff benutzt hat.

 22:49

Trump: Rüstungskonzerne wollen Waffenproduktion vervierfachen

Washington (APA/Reuters) - US-Präsident Donald Trump bezeichnet sein Treffen mit den Chefs der größten Rüstungskonzerne des Landes als erfolgreich. Die Unternehmen hätten zugesagt, die Produktion hochkomplexer Waffensysteme zu vervierfachen, teilte Trump in mehreren Social-Media-Beiträgen am Freitag mit. An dem Treffen nahmen nach seinen Angaben die Vorstandschefs von BAE Systems, Boeing, Honeywell Aerospace, L3Harris, Lockheed Martin, Northrop Grumman und Raytheon teil.

 22:48

Irans Armeesprecher: Keine Totalblockade der Straße von Hormuz

Der Iran weist Berichte über eine vollständige Sperrung der Straße von Hormus zurück. Armeesprecher Abolfazl Shekarchi sagte im Staatsfernsehen: "Wir haben die Straße von Hormuz nicht blockiert." Man lasse alle Schiffe passieren - mit Ausnahme von US- und israelischen Schiffen. "Die haben da nichts zu suchen", sagte Shekarchi. Zugleich räumte er ein, dass mitten im Krieg nicht allen Schiffen garantiert werden könne, keine Probleme zu bekommen.

Nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern ist der Schiffsverkehr in der für den internationalen Energiehandel wichtigen Straße von Hormuz um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Solange es die militärischen Fähigkeiten des Irans zuließen, werde er weiter versuchen, den Schiffsverkehr durch die Meerenge zu stören, schrieb das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in einer Lage-Analyse. Das Vorgehen in der Straße von Hormus sei Teil der iranischen Strategie, auch den Golfstaaten Kosten für den Krieg aufzuerlegen.

 21:12

Iran-Politiker warnt: Europäische Länder könnten "legitime Ziele" werden

Irans stellvertretender Außenminister Majid Takht-Ravanchi sagte gegenüber dem Sender "France24", dass dieser Krieg dem Iran von Israel und den USA nach deren jüngsten Angriffen auf die Region "aufgezwungen" worden sei. "Wir haben in gutem Glauben verhandelt", bevor die USA ihre Meinung änderten, sagt der iranische Regierungsvertreter.


"Wir vertrauen den Amerikanern nicht", fügte er hinzu. "Sie haben nicht nur uns verraten, sondern sie haben die Diplomatie verraten."


Takht-Ravanchi sagt gegenüber "France24": Teheran habe "die Europäer und alle anderen bereits darüber informiert, dass sie vorsichtig sein sollten, nicht in diesen Angriffskrieg gegen den Iran verwickelt zu werden". Er warnte, dass jedes Land, das sich "Amerika und Israel bei der Aggression gegen den Iran anschließt, ebenfalls ein legitimes Ziel für iranische Vergeltungsmaßnahmen sein wird".

 19:52

US-Bomber auf dem Weg für "den großen Schlag"

Laut der britischen "Daily Mail" sind US-Bomber auf dem Weg nach Großbritannien. Internet-Plane-Spotter hätten demnach eine Flotte von B-1-Flugzeugen, die von der Dyess Air Force Base in Texas zum Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford in Gloucestershire unterwegs sind, bemerkt. Dort werden sie voraussichtlich auf weitere Tarnkappenbomber treffen, darunter B-2- und B-52-Maschinen.


B-1-Maschinen können 34 Tonnen Bomben tragen und gilt als vielseitiges Mehrzweck-Waffensystem. Die strategischen Bomber kosten pro Stück bis zu 2 Milliarden Dollar.



Laut "Daily Mail" hätten Quellen angedeutet, dass die USA an diesem Samstag ein großes Bombardement starten könnten – genau eine Woche, nachdem Amerika und Israel den Iran im Rahmen der "Operation Epic Fury" zum ersten Mal angegriffen haben.


Der US-Präsident warnte laut der britischen Zeitung den Iran diese Woche, dass "der große Schlag" bevorstehe, und fügte hinzu: "Wir haben noch nicht einmal angefangen, sie hart zu treffen. Die große Welle ist noch gar nicht angerollt."

 18:43

"Bedrohung" – Medwedew teilt gegen die USA aus

Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew hat die US-Stützpunkte im Nahen Osten als eine "Bedrohung" für die Länder bezeichnet, in denen sie stationiert sind. Kürzlich wurde erst bekannt, dass Russland Geheimdienstinformationen über US-Schiffe an den Iran weitergibt.


Medwedew schreibt via Plattform X: "Die arabischen Golfstaaten haben amerikanische Stützpunkte auf ihr Territorium gelassen. In ihrer Naivität erhofften sie sich Schutz von ihnen. Von wegen!"


Russlands Ex-Präsident fügt hinzu: "Die USA nutzen sie nur aus, während sie lediglich ein einziges Land schützen. Denkt gründlich darüber nach, ob ihr die US-Stützpunkte wirklich braucht – sie sind kein Schutz, sie sind eine Bedrohung."


 18:15

Kreml versorgt Teheran mit Zieldaten über US-Streitkräfte

Russland versorgt den Iran laut Bericht mit Informationen über Standorte von US-Kriegsschiffen und -Flugzeugen im Nahen Osten. Wie die "Washington Post" am Freitag berichtete, stützt sich die Zeitung auf drei mit den Geheimdiensterkenntnissen vertraute Beamte. Das genaue Ausmaß der Hilfe sei unklar. Die eigenen Fähigkeiten des iranischen Militärs zur Ortung von US-Streitkräften seien seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar beeinträchtigt.


Der Konflikt hat sich seitdem verschärft und iranische Vergeltungsschläge ausgelöst. Sechs Soldaten der US-Reserve kamen nach Militärangaben beim Einschlag einer Drohne in eine US-Militäreinrichtung im kuwaitischen Hafen Shuaiba ums Leben. US-Präsident Donald Trump und andere hochrangige Beamte warnten, der Konflikt werde wahrscheinlich zu weiteren Todesfällen unter US-Soldaten führen.


Das Weiße Haus äußerte sich nicht direkt zu der angeblichen russischen Unterstützung.

 17:40

Griechenland verlegt Patriot-System und F-16-Kampfjets

Nach einer Anfrage aus Bulgarien hat der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias angekündigt, dass Griechenland militärische Unterstützung der Luftabwehr Bulgariens gegen mögliche Angriffe aus dem Iran bereitstellen wird. Gemäß Entscheidung des Militärstabs wird eine Batterie des Luftabwehrsystems MIM-104 Patriot in den Norden Griechenlands verlegt. Von dort aus soll sie einen großen Teil des bulgarischen Staatsgebiets gegen mögliche ballistische Bedrohungen schützen.


Darüber hinaus werden zwei Kampfflugzeuge des Typs F-16 Fighting Falcon auf einen Luftwaffenstützpunkt in Nordgriechenland verlegt. Ihre Mission besteht darin, zusätzliche Luftverteidigung und Überwachung für Bulgarien bereitzustellen. Zur besseren Koordination werden außerdem zwei hochrangige Offiziere der griechischen Luftwaffe in das Operationszentrum der bulgarischen Streitkräfte in Sofia entsandt.


Dendias betonte, dass diese Maßnahmen auf ausdrücklichen Wunsch Bulgariens erfolgen, das ebenso wie Griechenland Mitglied der NATO und der Europäischen Union ist.

 17:30

Merz warnt USA und Israel vor "endlosem Krieg" gegen Iran

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Tonlage zum Iran-Krieg verändert und am Freitag vor einem "endlosen Krieg" und einem Zerfall des Irans gewarnt. "Mit zunehmender Dauer und Ausweitung der Kampfhandlungen sehen wir ... wachsende Risiken", schreibt Merz in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Diese beträfen die Sicherheit Israels sowie der Partner in der Region, aber auch die Staatlichkeit und territoriale Integrität des Irans.


"Ein endloser Krieg ist nicht in unserem Interesse", mahnte Merz. Auslöser der neuen Sorgen ist unter anderem, dass US-Präsident Donald Trump nun auch irakische Kurden zum Eingreifen bewegen will und Israel großflächig die libanesische Hauptstadt Beirut angreift. Merz warnte vor "auf iranischem Boden ausgetragenen Stellvertreterkonflikten". Er fügte hinzu: "Solche Szenarien könnten weitreichende Folgen für Europa haben, unter anderem für Sicherheit, Energieversorgung und Migration."

 17:20

Kuwait drosselt Ölproduktion wegen voller Lager

Kuwait fährt laut "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider die Produktion auf einigen Ölfeldern zurück, weil die Lagerkapazitäten für Rohöl erschöpft sind. Das OPEC-Gründungsmitglied diskutiert demnach, seine Produktions- und Raffineriekapazitäten weiter zu begrenzen. Die Förderung soll auf das Niveau reduziert werden, das zur Deckung des heimischen Verbrauchs nötig ist.

 17:16

Spanien bezeichnet Iran-Krieg als "schweren Fehler"

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat erneut auf die scharfen Attacken von US-Präsident Donald Trump reagiert und den Iran-Krieg als "schweren Fehler" bezeichnet. "Ich glaube, dass es zwischen verbündeten Ländern gut ist zu helfen, wenn man Recht hat, und auch darauf hinzuweisen, wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist", sagte Sánchez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Kollegen Luís Montenegro in Huelva.


Dieser Fehler werde "uns alle" teuer zu stehen kommen, wie schon jetzt durch steigende Energiepreise, warnte Sánchez. Erneut warf er Israel und den USA vor, mit ihren Angriffen auf den Iran das Völkerrecht zu brechen. Selbstverständlich lehne auch Spanien das "iranische Regime" ab. Dennoch müssten das internationale Recht und die Menschenrechte beachtet werden, betonte der Sozialist.

 15:32

Trump fordert im Krieg mit dem Iran "bedingungslose Kapitulation"

Im Krieg mit dem Iran will US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung kein Abkommen mit dem Land abschließen. Stattdessen müsse es auf eine "bedingungslose Kapitulation" hinauslaufen, forderte er am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. Die USA und Israel hatten am Samstag mit massiven Luftangriffen auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und zahlreiche weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet.


Trump schrieb weiter, die USA und ihre Verbündeten würden nach einer Kapitulation der Islamischen Republik dazu beitragen, den Iran "vom Rand der Zerstörung zurückzuholen und ihn wirtschaftlich größer, besser und stärker zu machen als je zuvor". Zur Bedingung machte er die Ernennung eines "großartigen und akzeptablen Führers" oder mehrerer Führungsfiguren.

 14:17

Gäste von MSC-Kreuzfahrtschiff teilweise ausgeflogen

Die auf einem Kreuzfahrtschiff der Schweizer Reederei MSC in Dubai gestrandeten rund 1.500 Gäste haben die Region teilweise wieder verlassen. Wie das Unternehmen MSC Cruises am Freitagnachmittag mitteilte, wurden und werden entsprechende Flüge organisiert. Bis Freitagvormittag seien bereits sieben Flüge mit Gästen aus der Region abgeflogen.


Zu den Flügen gehörten spezielle Charterflüge, die auf Kosten der Reederei durchgeführt wurden. Zudem wurden Sitze in Linienflügen von Emirates und Fly Dubai wie auch in von der Regierung organisierten Flügen gesichert. "Wir haben noch einige Gäste an Bord, aber wir arbeiten hart daran, ihre sichere Ausreise aus der Region zu gewährleisten", lässt sich MSC-Cruises-Chef Pierfrancesco Vago in der Mitteilung zitieren.

 13:28

Israel: Angriff auf Khameneis unterirdischen Bunker

Die israelische Armee hat im Iran nach eigenen Angaben den unterirdischen Militärbunker des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei angegriffen. Der unterirdische Komplex befinde sich unter iranischen Regierungsgebäuden im Zentrum der Hauptstadt Teheran, teilte das israelische Militär am Freitag mit. Die Anlage werde noch immer von Angehörigen der iranischen Führung genutzt.

 12:46

Großangriff am Samstag?

Schwere Bomber der US-Luftwaffe sollen laut einem Bericht der „Daily Mail“ bereits in den nächsten Stunden auf britischen Militärbasen eintreffen. Das wird als mögliches Zeichen dafür gewertet, dass ein von Donald Trump angekündigter Großangriff auf den Iran – den er selbst als „den Großen“ bezeichnete – kurz bevorstehen könnte.

Dem Bericht zufolge ist die amerikanische Tarnkappenbomberflotte, darunter Maschinen der Typen B-1, B-2 und B-52, auf dem Weg zu strategischen Stützpunkten. Genannt werden unter anderem die Insel Diego Garcia im Chagos-Archipel sowie der RAF-Stützpunkt Fairford in der englischen Grafschaft Gloucestershire. Die strategischen Bomber, deren Stückpreis bis zu zwei Milliarden Dollar betragen kann, sind für Langstreckeneinsätze ausgelegt, können weitgehend unentdeckt operieren und schwere Raketenlasten transportieren.

Nach Angaben von Quellen der „Daily Mail“ könnte bereits der Samstag zu einem entscheidenden Termin werden, an dem ein groß angelegter Luftangriff beginnen könnte.

 12:28

AUA stockt Flüge nach Asien wegen hoher Nachfrage auf

Die Austrian Airlines (AUA) verzeichnet wegen des Ausfalls der arabischen Fluggesellschaften eine hohe Nachfrage für Flüge nach Asien. Zwischen Wien und der thailändischen Hauptstadt Bangkok seien die Flüge bereits erhöht worden, weil Urlauber nun nicht in den Golfstaaten umsteigen können. Die Frage sei, wie lange das so bleibe, denn "früher oder später werden die Golfcarrier ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen", sagte Vorstand Stefan-Kenan Scheib am Freitag.

Die AUA ist über ihren deutschen Mutterkonzern, die Lufthansa, für heuer zu 80 Prozent gegen steigende Rohölpreise abgesichert, allerdings hätten sich seit Beginn des Iran-Kriegs die Raffineriepreise vervierfacht und hier gebe es keine sinnvolle Hedging-Möglichkeit, sagte Vorstandschefin Annette Mann. Ob die höheren Kerosinkosten in Form höherer Ticketpreise an die Kunden weitergegeben werden können, hänge von der Nachfrage ab.

 12:13

Lufthansa: Evakuierungsflug nach Riad abgebrochen

Die AUA-Mutter Lufthansa hat einen geplanten Evakuierungsflug aus der saudischen Hauptstadt Riad kurzfristig abgesagt. Der Kapitän habe in Rücksprache mit der Zentrale entschieden, nach Kairo abzudrehen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. "Sicherheit geht vor." Die Lufthansa-Tochter Eurowings wollte mit einem eigenen Flieger rund 150 Touristen nach Deutschland zurückzuholen.

Das Flugzeug werde auch nicht nach Riad weiterfliegen, sagte Spohr weiter. Derartige Situationen werde man in den kommenden Wochen noch häufiger sehen. Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage in der Region.

 11:42

Hunderttausende im Nahen Osten auf der Flucht

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im Nahen Osten als großen humanitären Notfall ein. Sowohl im Libanon als auch im Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000 Menschen vertrieben worden, teilt UNHCR-Direktor Ayaki Ito in Genf mit. Zudem seien Zehntausende syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem Ausbruch von Krankheiten. UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk äußerte sich besorgt über die umfassenden israelischen Evakuierungsaufforderungen für den Südlibanon und die südlichen Vororte von Beirut. Diese pauschalen Anordnungen zur Umsiedlung beträfen Hunderttausende Menschen, sagt Türk. Dies werfe ernste Fragen im Hinblick auf das humanitäre Völkerrecht auf, insbesondere wenn es um Zwangsumsiedlungen gehe.

 10:59

US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden

Der Militäreinsatz "Gewaltiger Zorn" der USA mit Luftangriffen auf den Iran hat allein in den ersten 100 Stunden nach unterschiedlichen Schätzungen bereits mehrere Milliarden Dollar gekostet - die Bandbreite der angenommenen Kosten ist allerdings groß. So geht das Institut Center for Strategic and International Studies (CSIS) mit Sitz in Washington von 3,7 Milliarden Dollar (knapp 3,2 Milliarden Euro) in den ersten vier Tagen aus.

Es stützt sich dabei eigenen Angaben zufolge auf die wenigen Details, die das US-Verteidigungsministerium bisher offengelegt hat. Die Zeitung "Wall Street Journal" schreibt am Freitag von fast 11 Milliarden Dollar in den ersten vier Tagen und beruft sich dabei auf Elaine McCusker, die in der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Pentagon für den Verteidigungsetat zuständig war. Diese Kosten umfassen dem Zeitungsbericht zufolge auch die Stationierung von mehr als zwölf Schiffen und 100 Flugzeugen im Nahen Osten seit Dezember.

 10:40

Internet weiterhin gesperrt

Die Bevölkerung im Iran ist am siebenten Kriegstag weitgehend vom internationalen Internetzugang abgeschnitten. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks sprach am Freitag von nur einem Prozent Konnektivität. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten ebenfalls einen vollständigen Einbruch des Internetverkehrs.

 10:35

Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen im Iran

US-Präsident Donald Trump erwägt derzeit nach eigenen Angaben keine Entsendung von US-Bodentruppen in den Iran. "Das wäre Zeitverschwendung", sagte Trump dem US-Sender NBC am Donnerstag (Ortszeit) in einem Telefoninterview. "Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können."

Die Äußerung des iranischen Außenministers Abbas Araqchi, wonach Teheran vorbereitet sei auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel, bezeichnete Trump als "verschwendeten Kommentar". Trump sagte jedoch, er würde eine Offensive iranisch-kurdischer Kämpfer befürworten. "Ich finde es wundervoll, dass sie das tun wollen, ich wäre voll dafür", sagte er.

 10:21

Ölpreise am Freitag nur noch leicht gestiegen

Die Ölpreise sind am Freitag nur noch leicht gestiegen. Nach den deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Tage beruhigte sich die Lage damit vorerst ein bisschen. Am Vormittag wurde Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai zu 85,88 US-Dollar (73,92 Euro) je Barrel (159 Liter) gehandelt. Das ist ein halbes Prozent mehr als am Vortag.

 10:05

Iranische Drohne trifft Hotel

Ein Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien wurde Ziel eines Raketenangriffs. Die Luftabwehr habe drei ballistische Raketen, die in Richtung der Prince Sultan-Basis abgefeuert worden seien, abgefangen und zerstört, teilte das saudi-arabische Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mit. Die iranischen Streitkräfte attackieren neben Israel auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter neben Saudi-Arabien in Bahrain, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak.

In diesen Staaten haben die USA Stützpunkte, der größte liegt in Katar. Dort wurde in der Nacht auf Freitag ein Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums abgewehrt. In Manama, der Hauptstadt Bahrains, wurden zudem Wohngebäude und ein Hotel bei Angriffen aus dem Iran beschädigt, Todesopfer gab es aber laut dem dortigen Innenministerium nicht.

 09:39

Zypern strebt NATO-Beitritt an

Angesichts des Drohnenangriffs auf Zypern wird dort ein Beitritt zur NATO diskutiert. "Wenn es möglich wäre, würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen", sagte Präsident Nikos Christodoulides dem griechischen Sender Skai. Zypern treffe bereits Vorbereitungen für einen möglichen NATO-Beitritt. Auf militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet, damit das Land handeln könne, "sobald die politischen Bedingungen dies zuließen".

 08:33

Trump: Ergebt euch oder sterbt!

Trump empfing im Weißen Haus MLS-Meister Inter Miami samt Superstar Lionel Messi. Dabei sprach der US-Präsident auch über den Iran-Krieg und machte eine knallharte Ansage an die Mullahs.

Trump Messi © Getty

„Ich rufe erneut alle Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde, des Militärs und der Polizei dazu auf, ihre Waffen niederzulegen“, so Trump. „Entweder Sie sind vollkommen sicher mit vollständiger Immunität, oder Sie stehen vor dem absolut sicheren Tod, und das möchte ich nicht sehen.“

 08:24

Führungsrat befasst sich mit Khamenei-Nachfolge

Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat sich der provisorische Führungsrat mit dessen Nachfolge befasst. Bei ihrer vierten Sitzung planten Präsident Massoud Pezeshkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Ejehi sowie der Kleriker Alireza Arafi die Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers, wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht. Das Führungstrio wurde demnach außerdem über die aktuelle Kriegslage unterrichtet.

 08:17

Israels Luftwaffe bombardiert erneut Teheran

Israels Luftwaffe hat in der Nacht erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. Man habe eine "großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet", gab die Armee bekannt. Der Iran griff indessen Ziele in Bahrein an, Saudi-Arabien und Katar wehrten Angriffe ab. Die iranischen Streitkräfte kündigten eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe an.

In den kommenden Tagen werde der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, meldete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier "Khatam Al-Anbiya", das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Die iranische Militärführung gab Angriffe mit Kamikazedrohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen Erbil bekannt.

 08:05

Zyperns Präsident: Angriffe stammen aus dem Libanon

Nach Angriffen auf Zypern im Nahost-Krieg ist Präsident Nikos Christodoulides um Beruhigung bemüht. "Alle Angriffe, die bisher in Zypern erfolgt sind, richten sich ausschließlich gegen die britischen Basen. Die meisten dieser Angriffe stammen aus dem Libanon", sagte er Donnerstagabend gegenüber dem Sender Skai. Gleichzeitig betonte er, dass er in ständigem Kontakt mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun stehe und bereits ein Telefongespräch mit ihm geführt habe.

Auf die Frage nach der Möglichkeit eines ballistischen Angriffs aus dem Iran antwortete Christodoulides, dass nichts ausgeschlossen werden könne. "Wir können im Zusammenhang mit ballistischen Raketen nichts ausschließen. Die Briten sind in erhöhter Alarmbereitschaft, wenn entsprechende Informationen vorliegen. In vielen Fällen ist Israel das Ziel von Angriffen aus dem Iran. Daher überqueren Raketen die Region der östlichen Mittelmeerregion, und dies wird sehr genau beobachtet."

 07:58

Öl verbilligte sich leicht nach jüngster Preisrally

Nach dem zuletzt rasanten Ölpreisanstieg ist am Freitag Durchatmen angesagt. Das Nordseeöl Brent verbilligt sich in der Spitze um 2,6 Prozent auf 83,16 Dollar (71,58 Euro) je Fass. Das US-Öl WTI wird mit 78,24 Dollar je Fass zeitweise 3,4 Prozent niedriger gehandelt. Wegen der Furcht vor langfristigen Lieferstörungen durch den Krieg in Nahost hatten sich Brent und WTI in dieser Woche um gut 16 beziehungsweise 19 Prozent verteuert.

 07:12

Trump: Bodenoffensive wäre Zeitverschwendung

Trump hat sich im Interview mit NBC klar gegen eine Bodenoffensive ausgesprochen und diese als "Zeitverschwendung" bezeichnet. "Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Flotte verloren. Sie haben alles verloren, was man verlieren kann", so der US-Präsident.

 06:56

Israel: Tötung von Khamenei "im Einklang mit dem Völkerrecht"

Israel hat die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei als vereinbar mit dem Völkerrecht bezeichnet. Gemäß dem Völkerrecht könnten Kommandeure, "die während eines Krieges die Streitkräfte befehligen, legitime militärische Ziele darstellen", erklärte der für die internationale Presse zuständige israelische Armeesprecher Nadav Shoshani am Donnerstag im Onlinedienst X.

Khamenei sei als Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte die "höchste militärische Autorität" im Iran gewesen. Er habe "den Einsatz von Gewalt gegen Israel" angeordnet sowie die Finanzierung und Bewaffnung der mit dem Iran verbündeten Milizen in der Region, unter ihnen die Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen, überwacht.

 06:54

Trump ermutigt Kurden im Irak zu Angriffen auf Iran

US-Präsident Donald Trump ermutigt iranisch-kurdische Kräfte im Irak zu Angriffen auf den Iran. "Ich finde es wunderbar, dass sie das tun wollen, ich wäre dafür", sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. Iranisch-kurdische Milizen haben sich nach Angaben von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen in den vergangenen Tagen mit den USA darüber beraten, ob und wie sie die iranischen Sicherheitskräfte angreifen sollen.

Die im irakisch-iranischen Grenzgebiet ansässigen Gruppen trainieren demnach für einen solchen Angriff. Sicherheitskreisen zufolge gab es am Donnerstag zwei iranische Drohnenangriffe auf ein Lager der iranischen Opposition im irakischen Kurdistan.

 06:19

Hegseth: Keine Ausweitung der militärischen Ziele

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erteilt einer Ausweitung der militärischen Ziele der USA im Iran eine Absage. Es gebe keinerlei Ausweitung der Ziele, man wisse genau, was man im Iran erreichen wolle, sagte Hegseth.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die USA müssten bei der Auswahl der nächsten Führungsperson des Landes mithelfen. Hegseth fügte hinzu, Trump rede angesichts der laufenden Militäroperation bereits "ein gewichtiges Wort mit", wer den Iran regiere.

 06:19

Cooper: US-Streitkräfte griffen in letzten 72 Stunden fast 200 Ziele an

US-Streitkräfte hätten indessen in den vergangenen 72 Stunden fast 200 Ziele tief im Iran angegriffen, darunter auch in der Nähe von Teheran. Erst in der vergangenen Stunde hätten Tarnkappenbomber vom Typ B-2 mehrere Dutzend bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) gegen tief verborgene Abschussanlagen für ballistische Raketen abgeworfen.

Die iranische Marine sei schwer getroffen worden. Inzwischen liege die Zahl der zerstörten oder versenkten Schiffe bei mehr als 30, sagte Cooper. Zuletzt sei ein iranischer Drohnenträger "etwa von der Größe eines Flugzeugträgers aus dem Zweiten Weltkrieg" getroffen worden.

 06:18

Trump: Großteil der iranischen Raketen ist zerstört

Die Luftabwehr und die Raketen des Irans sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in großen Teilen zerstört. "Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg", sagte Trump in Washington. Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. "Sobald sie eine Rakete abschießen, wird die Abschussrampe innerhalb von vier Minuten getroffen."

Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Neben dem Nuklearprogramm und der Marine hatte die US-Regierung die Zerstörung des Raketenprogramms des Irans zuvor als wichtigstes Kriegsziel genannt.

 23:13

Iran: Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert

Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtete der staatliche iranische Rundfunk. "Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv", betitelte der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst.


Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist. Israels Armee hatte dem Iran bereits zuvor vorgeworfen, Streubomben auf Israel abgeschossen zu haben.

 23:12

Mehr Macht im Krieg für Irans Führungstrio

Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts ist dem für die Übergangszeit ernannten Führungstrio mehr Macht gewährt worden. Dem provisorischen Führungsrat seien unter anderem die Befugnisse zur Erklärung von Frieden und Krieg übertragen worden, berichtete das iranische Onlineportal Didban. Der Rat, dem Präsident, Justizchef und ein Geistlicher angehören, soll außerdem Militärvertreter und Polizeioffiziere ernennen und absetzen können.


Die Entscheidung dafür traf der sogenannte Schlichtungsrat, ein wichtiges Schiedsorgan im iranischen Machtapparat. Dem aktuellen Führungstrio gehören Präsident Massoud Pezeshkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Ejehi sowie der Kleriker Alireza Arafi an. Sie leiten die Staatsgeschäfte, bis ein neuer Religionsführer ernannt ist.

 22:18

Rückholflug kehrte wegen Raketenbeschuss um

Ein gecharterter Air France-Flug, der in Richtung Dubai unterwegs war, um gestrandete Franzosen zurück zu holen, hat wegen Raketenbeschuss in der Region umkehren müssen. Das berichtet der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot via Plattform X. "Diese Situation spiegelt die Instabilität in der Region und die Komplexität der Rückführungsmaßnahmen wider", schreibt der Politiker.


Tabarot weiter: "Wir sind uns der berechtigten Erwartungen unserer Landsleute vor Ort vollauf bewusst, aber ihre Rückkehr kann nur unter garantierten Sicherheitsbedingungen erfolgen."



Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot sagt dem Sender "TF1", dass rund 5.000 Franzosen die Krisenregion verlassen wollen. 750 davon seien bereits zurückgeholt worden. Ein vierter Evakuierungsflug für französische Staatsbürger aus der Krisenregion traf am Donnerstag in Orléans ein.

 21:31

NATO erhöht wegen Iran Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr

Die NATO erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Das teilte ein Sprecher des militärischen Hauptquartiers im belgischen Mons am Donnerstagabend mit. Zuvor hatte das westliche Verteidigungsbündnis seine Einschätzung bekräftigt, dass eine in Richtung Türkei fliegende iranische Rakete bewusst auf das NATO-Mitglied abgefeuert worden war.


Auf die Frage, ob die ballistische Rakete absichtlich Ziele in der Türkei ins Visier genommen habe, antwortete der Sprecher des obersten NATO-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, am Donnerstag mit "Ja".


Weitere Angaben wollte er aus Sicherheitsgründen nicht machen. "Ich werde keine weiteren Informationen preisgeben, die die Sicherheit oder den Schutz der Streitkräfte beeinträchtigen könnten", sagte O'Donnell.

 19:52

Trump will bei iranischer Nachfolge mitentscheiden

Laut einem Bericht des Nachrichtenportals "Axios" will US-Präsident Donald Trump persönlich an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. "Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela", sagt Trump mit Verweis auf die Nachfolge des gestürzten Präsidenten Nicolás Maduro.


Trump habe bestätigt, dass Mojtaba Khamenei der wahrscheinlichste Nachfolger seines getöteten Vaters Ajatollah Ali Khamenei sei. Der US-Präsident bezeichnete dieses Ergebnis aber als inakzeptabel. "Sie verschwenden ihre Zeit", sagte Trump. "Khameneis Sohn ist ein Leichtgewicht."


Mojtaba Khamenei (56) gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu den Revolutionsgarden.

 19:40

Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf

Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die Armee richtete am Donnerstag auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.


Betroffen seien die Viertel Burj al-Barajne, Hadath, Haret Hreik und Shiyah. Bewohner sollten sich in entweder in Richtung Osten oder Norden in Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, hieß es. Es ist das erste Mal, dass das israelische Militär ein Gebiet dieser Größe in der Gegend zu Evakuierungen aufruft. Bisher bezogen sich derartige Aufrufe auf bestimmte Wohnhäuser oder deutlich kleinere Gebiete in den Vororten.


Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete. Viele Bewohner versuchten panisch, die Viertel per Auto zu verlassen, berichteten Augenzeugen.

 19:39

Israels UNO-Botschafter: Zu früh für Diplomatie

Israel ist derzeit nicht bereit für Verhandlungen über ein Ende des Konflikts mit dem Iran. Für Diplomatie sei es noch zu früh, sagte der israelische UN-Botschafter Danny Danon in New York. "Wir müssen den Job zu Ende bringen. Wir müssen die Terrormaschine zerschlagen." Das werde "Tage oder Wochen" dauern, aber nicht Monate, so der Diplomat. Wenn die Führung im Iran "weitermacht", sei es nur eine Frage der Zeit, bis man wieder an den gleichen Punkt käme.


Israels erklärtes Ziel im Iran ist es, das iranische Raketen- und Atomprogramm zu zerstören. Israel sieht darin eine existenzielle Bedrohung. Das Land setzt zudem auf einen Umsturz der Führung im Iran durch die iranische Bevölkerung im Zuge der Angriffe.

 18:56

US-Institut: 90 Prozent weniger Verkehr in Straße von Hormuz

Im Zuge des Iran-Kriegs ist der Schiffsverkehr durch die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Solange es die militärischen Fähigkeiten des Irans zuließen, werde er weiter versuchen, den Schiffsverkehr durch die Meerenge zu stören, schreibt das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in seiner neuesten Lage-Analyse.


Das Vorgehen in der Straße von Hormuz sei Teil der iranischen Strategie, auch den Golfstaaten Kosten für den Krieg aufzuerlegen, so die Analysten. Der Seeweg ist eine Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Sie ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, zu den Anrainern zählen neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.

 18:47

Iran: Mehr als 500 Raketen und Marschflugkörper abgefeuert

Der Iran hat seit Kriegsbeginn am Samstag eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Weiterhin seien mindestens 2.000 Kampfdrohnen verschiedener Typen von iranischem Boden gestartet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine "informierte militärische Quelle". Die Agentur steht den mächtigen Revolutionsgarden nahe, Irans Elitestreitmacht.

Etwa 40 Prozent der Angriffe erfolgten dem Bericht zufolge gegen Ziele in Israel. Am Samstag hatte der jüdische Staat gemeinsam mit den USA den Krieg gegen den Iran begonnen. Die restlichen rund 60 Prozent der iranischen Attacken richteten sich gegen "amerikanische Ziele". Neben Israel attackieren Irans Streitkräfte auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter Bahrain, Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Irak sowie Saudi-Arabien, wo die USA Stützpunkte unterhalten.

 18:12

Schifffahrt erklärt Golf-Gewässer zu Kriegsgebiet

Der internationale Schifffahrtsektor hat den Persischen Golf, den Golf von Oman und die Straße von Hormuz offiziell zum Kriegsgebiet erklärt. Dies werde "den Störungen und Risiken, denen die zivilen Besatzungen in der Region ausgesetzt sind, gerecht", erklärten die Gewerkschaften des Sektors und die weltweiten Arbeitgeber am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung.

 17:42

Trump will bei iranischer Nachfolge mitreden

US-Präsident Donald Trump besteht dem Nachrichtenportal Axios zufolge darauf, persönlich an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. "Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela", sagte Trump am Donnerstag mit Verweis auf die Nachfolge des gestürzten Präsidenten Nicolas Maduro.

 16:51

Iran greift US-Stützpunkte im Irak an

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben nach Ziele im Irak angegriffen. In Erbil, Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan, sei bei einem Drohnenangriff ein US-Stützpunkt attackiert worden, berichtete der staatliche iranische Rundfunk am Donnerstag. Dabei seien "erhebliche Schäden" verursacht worden, hieß es in dem Bericht. Dafür gab es keine Bestätigung von US-amerikanischer oder unabhängiger Seite.

 16:49

Türkei beobachtet kurdische Gruppen

Angesichts von Berichten über US-Pläne zur Bewaffnung kurdischer Milizen für einen möglichen Aufstand im Iran hat die Türkei erklärt, dass sie "terroristische" kurdische Gruppierungen "genau" beobachtet. Aktivitäten von Gruppen, "die ethnischen Separatismus vorantreiben", bedrohten nicht nur die Sicherheit des Irans, erklärte das türkische Verteidigungsministerium am Donnerstag. Vielmehr würde dies "den gesamten Frieden und die Stabilität der Region" beeinflussen.

 16:47

Hier griffen die USA und Israel an

Grafik Angriffe auf Teheran © APA

 16:45

NATO bestätigt absichtlichen Beschuss der Türkei

Die NATO hat ihre Einschätzung bekräftigt, dass eine in Richtung Türkei fliegende iranische Rakete bewusst auf das NATO-Mitglied abgefeuert wurde. Auf die Frage, ob die ballistische Rakete absichtlich Ziele in der Türkei ins Visier genommen habe, antwortete der Sprecher des obersten NATO-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, am Donnerstag mit "Ja".

 16:26

Israel bereitet nächsten Angriff vor

Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die Armee richtete am Donnerstag auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.

 16:16

Aserbaidschan schließt Luftraum

Der Iran-Krieg greift auf immer mehr Länder über. In der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan schlugen am Donnerstag Drohnen am Flughafen und in der Nähe einer Schule ein. Der Iran bestreitet eine Verantwortung für den Angriff. Aserbaidschan kündigte gleichwohl Vergeltung für den "abscheulichen Terrorakt" an. Präsident Ilham Aliyev versetzte die Streitkräfte in Einsatzbereitschaft. Als weitere Folge hat das Land aus "operativen Gründen" den südlichen Luftraum geschlossen, wodurch es im Luftverkehr zu weiteren Verzögerungen kommen könnte.

 16:13

WHO-Zentrale im Nahen Osten lahmgelegt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Iran-Kriegs den Zugang zu einem ihrer größten Logistikzentren und Materiallager für weltweite Noteinsätze verloren. Die Einrichtung liegt in der emiratischen Metropole Dubai. Dort seien alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden, sagte die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy am Donnerstag.

dem Lager liegen Medikamente und medizinisches Material für Noteinsätze und zur Unterstützung geschwächter Gesundheitssysteme in aller Welt. Dazu gehört unter anderem alles zur Versorgung von Verwundeten in Konflikten, von Betroffenen bei Erdbeben oder Überschwemmungen sowie Medikamente etwa für Bluthochdruck oder Diabetes. In manchen Jahren versorgt die WHO nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Menschen in rund 70 Ländern von Dubai aus.

 15:52

Schweden: Bedrohung gegen israelische und US-Interessen steigt

Der Krieg im Nahen Osten hat nach Angaben des schwedischen Geheimdienstes (SAPO) die Bedrohung von jüdischen, israelischen und US-Interessen sowie gegen iranische Oppositionelle in dem skandinavischen Land verschärft. Die Gefahr für diese Gruppen habe zugenommen, sagte SAPO-Einsatzleiter Fredrik Hallström am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Hallström bezog sich unter anderem auf "Oppositionelle, deren Einfluss so groß ist, dass sie als ernsthafte Bedrohung für das iranische Regime angesehen werden könnten" und rief dazu auf "wachsam" zu bleiben. Die Sicherheitslage in Schweden, die bereits durch die russische Offensive in der Ukraine beeinflusst worden sei, habe sich mit Beginn des Iran-Kriegs nochmals verschärft.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagiert mit Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

 15:17

EZB sieht sich gut für Schocks gerüstet

Die EZB hat bereits Wochen vor Ausbruch des Nahost-Krieges signalisiert, dass sie sich zinspolitisch gut für Schocks gerüstet sieht. Dies geht aus den am Donnerstag veröffentlichten Protokollen der jüngsten Ratssitzung von Anfang Februar hervor. Darin verweisen die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde darauf, dass das derzeitige Zinsniveau "ausreichende Flexibilität" biete, um auf eventuelles Störfeuer von außen zu reagieren.

Man halte sich alle Optionen in beiden Richtungen bei den Zinsen für künftige Sitzungen offen. Zugleich bleibe der Ausblick ungewiss, insbesondere aufgrund der anhaltenden Unsicherheit in der globalen Handelspolitik und der geopolitischen Spannungen.

"Diese Unsicherheit könnte es auch rechtfertigen, die Zinssätze unverändert zu lassen, um die Entwicklung der verschiedenen Risiken in den kommenden Monaten abzuwarten", heißt es in den Protokollen der Februar-Sitzung, bei der die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins bei 2,0 Prozent beließ. Sie konstatierte damals, die Inflationsaussichten blieben weiterhin gut.

 14:36

Israels Militär beendete zwölfte Angriffswelle gegen Teheran

Die israelische Luftwaffe hat am Donnerstag nach Angaben eines Militärsprechers ihre zwölfte Angriffswelle gegen den Iran beendet. Neben Zielen in Teheran seien Angriffe auf das Hauptquartier einer Spezialeinheit der iranischen Sicherheitskräfte in der Provinz Albors geflogen worden, hieß es. In Teheran seien unter anderem Ziele der Revolutionsgarden angegriffen worden. Neben Dutzenden Kommandozentren seien Waffenlager und Waffenproduktionsstätten Ziel der Angriffe gewesen.

Die Hilfsorganisation Roter Halbmond hatte zuvor berichtet, dass bei den Angriffen Israels und der USA seit Samstag auch 105 zivile Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden seien.

 14:35

Roter Halbmond: Mehr als 100 zivile Ziele im Iran beschädigt

Seit Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden. Auch militärische Infrastruktur und die Kriegsmarine wurden angegriffen. Die USA nennen die Verhinderung iranischer Atomwaffen und die Sicherung der Öltransporte durch die Straße von Hormus als Ziele der Angriffe.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA wurden auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie Teile Teherans getroffen. Es seien bisher 1.332 Angriffe an 636 Orten registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

 14:03

Caritas: Humanitäre Lage im Libanon eskaliert

Die heimische Caritas schlägt Alarm: Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten hat dramatische humanitäre Folgen für den Libanon. Nach schweren Luftangriffen und Gefechten entlang der Grenze zu Israel wurden laut offiziellen Angaben mindestens 52 Menschen getötet und 154 verletzt. Mehr als 32.000 Menschen mussten innerhalb weniger Tage ihre Häuser verlassen. Die Caritas ist deshalb dabei, ihre Nothilfe massiv auszuweiten, meldete Kathpress am Donnerstag.

Besonders betroffen vom Krieg sind die Regionen im Süden des Libanon sowie die Bekaa-Ebene. Viele Familien seien auf der Flucht Richtung Beirut, Mount Lebanon und in den Norden des Landes. Schulen, öffentliche Gebäude und Gemeindezentren seien bereits zu Notunterkünften umfunktioniert worden. "Die Lage entwickelt sich rasant und setzt die ohnehin fragile Infrastruktur im Libanon massiv unter Druck", so Alexander Bodmann, Vizepräsident der Caritas Österreich. "Zehntausende Menschen sind innerhalb kürzester Zeit vertrieben worden. Viele Unterkünfte sind bereits überfüllt."

 14:03

Spritpreise schnellen in die Höhe

Die Preise an den heimischen Zapfsäulen sind unmittelbar nach Ausbruch des Iran-Kriegs in die Höhe geschnellt. Diesel verteuerte sich zwischen Sonntag und Mittwoch laut aktuellen Angaben der E-Control um rund 16 Prozent, Superbenzin um mehr als 13 Prozent. Preissteigerungen würden rasch, Senkungen hingegen später bzw. kaum weitergegeben werden, wird etwa von der Arbeiterkammer (AK) kritisiert. Die Branche weist dies zurück. Rufe nach staatlichen Eingriffen werden indes laut.

Im Zuge der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten kam es zu einer faktischen Schließung der Straße von Hormuz. Rund 20 Prozent des weltweit verschifften Öls, unter anderem von den Förderländern Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Irak, Kuwait und dem Iran, werden durch die Meerenge transportiert. Mehrere Reedereien stoppten am Wochenende den Verkehr durch die Passage. Brent-Öl verteuerte sich um mittlerweile etwa 16 Prozent. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.

 13:45

Hochrangiger Hamas-Vertreter bei Angriff im Libanon getötet

Bei einem israelischen Angriff ist libanesischen Staatsmedien zufolge ein hochrangiger Vertreter der islamistischen Hamas im Libanon getötet worden. Wassim Atallah al-Ali und seine Frau seien bei einem Drohnenangriff in einem palästinensischen Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden des Libanons getötet worden, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA am Donnerstag, die al-Ali als einen hochrangigen Hamas-Vertreter bezeichnete.

Er ist der erste Anführer der islamistischen Palästinenserorganisation, der seit Beginn des Iran-Krieges getötet wurde. Der Iran-Krieg führte zu einer Eskalation des Konfliktes zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon.

 13:12

Nach Luftraumsperre: Erster Flieger aus Dubai in Wien gelandet

- Erstmals seit Beginn des Irankriegs am vergangenen Samstag ist wieder ein Linienflieger aus Dubai in Wien eingetroffen. Der Airbus A380-842 der Golf-Airline Emirates landete um 12.47 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat. Zur Zahl der Fluggäste macht die Fluglinie auf APA-Anfrage keine Angaben, die Kapazität des eingesetzten größten Passagierflugzeugs der Welt beträgt rund 600 Personen. In Dubai, Katar und Doha sind aufgrund des Nahost-Krieges noch zehntausende Reisende gestrandet.

Am Donnerstagnachmittag wird ein Emirates-Flieger in Salzburg erwartet. Die Airline aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hat "derzeit bis auf Weiteres" einen reduzierten Flugplan. Hintergrund sei "die teilweise Wiederöffnung des regionalen Luftraums, die eine schrittweise und sichere Wiederaufnahme des kommerziellen Flugbetriebs ermöglicht", hieß es zur APA. Am 5. und 6. März sind über 100 Emirates-Flüge von und nach Dubai geplant. Der Dubai-Wien-Flug von Emirates am Donnerstag (Ankunft 18.50) ist gestrichen, der morgige Flug aus Dubai (Ankunft 12.25) soll laut aktuellem Stand durchgeführt werden. Die Austrian Airlines (AUA) haben vorerst ihre Dubai-Flüge bis einschließlich 10. März ausgesetzt.

 13:00

Zwei weitere Rückführungsflüge für Österreicher

Nach der Landung eines ersten Rückführungsfluges aus der Golfregion am Mittwochabend sind für Donnerstag zwei weitere Flüge geplant. Wie die Austrian Airlines (AUA) Donnerstagfrüh bekannt gaben, wird eine Maschine zunächst von der omanischen Hauptstadt Maskat nach Riad in Saudi-Arabien und dann weiter nach Wien fliegen. Aus Riad fliegt ein weiteres Flugzeug nach Österreich.

Ankünfte am späten Donnerstagabend

Die Ankünfte sollen laut Webseite des Flughafens Wien-Schwechat am späten Donnerstagabend erfolgen. Laut den Informationen handelt es sich um eine Airbus A320neo mit 180 und eine Boeing 777 mit 300 Sitzplätzen. Der Start der Maschine aus Maskat ist für 17.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MEZ) geplant, hieß es auf der Webseite des Flughafens im Oman.

 12:26

Aserbaidschan: Drohnen aus Iran treffen Flughafen

Aserbaidschan macht den Iran für einen Drohnenangriff in der autonomen Exklave Nachitschewan verantwortlich und droht mit Vergeltung. Das Verteidigungsministerium verurteile die von den iranischen Streitkräften ausgeführten Angriffe gegen zivile Infrastruktur auf dem Gebiet Aserbaidschans aufs Schärfste, teilte die Behörde in Baku am Donnerstag mit. Der Iran trage die volle Verantwortung für den Vorfall. Das Verteidigungsministerium bereite Vergeltungsmaßnahmen vor.

Das Außenministerium Aserbaidschans bestellte den iranischen Botschafter ein. Eine Drohne sei in die Abfertigungshalle des Flughafens eingeschlagen, eine weitere in der Nähe eines Schulgebäudes abgestützt, teilte das Außenministerium in Baku mit. Es verurteilte die Angriffe, die demnach vom Iran aus gestartet wurden. Zwei Menschen seien verletzt worden, das Flughafengebäude sei beschädigt.

 11:28

Todesopfer im Krieg gegen den Iran

Iran

Der Hilfsorganisation Iranischer Roter Halbmond zufolge wurden 1.045 Menschen getötet. Darunter seien 175 Schülerinnen und Mitarbeiter einer Grundschule in Minab im Süden des Landes, die am ersten Tag des Krieges bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen sind. Es war unklar, ob die Gesamtzahl der Todesopfer auch Verluste bei den Revolutionsgarden einschloss.

Israel

Dem israelischen Rettungsdienst Magen David Adom zufolge wurden zehn Zivilisten getötet. Darunter seien neun Menschen, die bei einem iranischen Raketenangriff auf Beit Shemesh in der Nähe von Jerusalem am 1. März ums Leben gekommen sind. Das israelische Militär hat keine Verluste gemeldet.

US-Militär

Dem US-Zentralkommando zufolge wurden sechs US-Soldaten bei einem Angriff auf eine Einrichtung in Kuwait getötet.

 11:18

EU-Innenminister beraten zu Auswirkungen der Lage im Iran

Im Zentrum des Ratstreffens der EU-Innenministerinnen und -minister stehen am Donnerstag die Auswirkungen der Lage im Iran auf die innere Sicherheit der EU und eventuelle Maßnahmen. Auch der Umgang mit möglichen neuen Migrationsbewegungen dürfte diskutiert werden. Innenminister Gerhard Karner und Migrationskommissar Magnus Brunner (beide ÖVP) betonten vor dem Treffen in Brüssel, dass sich derzeit keine Fluchtbewegungen aus der Kriegsregion nach Europa abzeichneten.

"Wir sehen zum Teil einen gegenteiligen Effekt", so Karner, beispielsweise Fluchtbewegungen aus dem Libanon Richtung Syrien. Entscheidend sei, "dass wir hier in Kontakt sind, auch mit der Region". Der Innenminister ist auch überzeugt, dass die EU heute "deutlich besser vorbereitet" ist als etwa bei der großen Flüchtlingswelle 2015: "Wir haben über zehn Jahre einen Asylpakt diskutiert, der jetzt in Umsetzung ist, der mit Mitte des Jahres in Kraft treten wird." Der neue EU-Asyl- und Migrationspakt soll am 12. Juni in Kraft treten. Ziel ist es, die irreguläre Migration einzudämmen.

 10:55

Australien und Neuseeland entsenden Flugzeuge in Nahen Osten

Australien hat angesichts des US-israelischen Krieges gegen den Iran zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsandt. Im Rahmen der Notfallplanung zur Evakuierung australischer Staatsbürger seien ein Schwertransportflugzeug und eine Treibstofftransportmaschine entsandt worden, erklärten Regierungsbeamte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Auch Neuseeland will Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsenden, um gestrandete Staatsbürger in sichere Drittländer zu bringen.

Der australische Premierminister Anthony Albanese bestätigte im Parlament, dass "militärische Mittel" in die Region entsandt worden seien. "Ich danke den Australiern, die sich in eine gefährliche Situation begeben, um ihren Landsleuten zu helfen", fügte Albanese hinzu. Australierinnen und Australier sollten sich jedoch vorrangig um kommerzielle Flüge für eine Heimreise bemühen.Offiziellen Angaben zufolge befinden sich 115.000 australische Staatsbürger in der Region.

 10:25

Flugzeug aus Dubai am Nachmittag in Salzburg erwartet

Am Flughafen Salzburg wird am Freitagnachmittag eine Boeing 737 von flydubai erwartet, in der 126 Passagiere sitzen dürften. "Laut aktuellem Stand wird die Maschine um 15.35 Uhr erwartet", sagte Airport-Sprecher Alexander Klaus zur APA. Im Gegensatz zur gestrigen Landung in Wien handelt es sich seinen Angaben zufolge aber um keine Rückholaktion, sondern um den regulären Donnerstagflug der Airline, den die Fluggäste regulär gebucht haben dürften, sagte Klaus.

 10:03

US-Tanker im Persischen Golf getroffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge einen US-Tanker im nördlichen Teil des Persischen Golfs getroffen. Das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erklären in einer von den staatlichen Medien verbreiteten Mitteilung, dass in Kriegszeiten die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz unter der Kontrolle der Islamischen Republik stehen werde.

 09:49

Kurden kündigen "Offensive auf breiter Front" an

Kurdische Gruppierungen haben gegenüber der Zeitung „Welt“ eine groß angelegte Offensive gegen den Iran angekündigt. Demnach planen sie einen Angriff „auf breiter Front“ und wollen dabei eine „unerwartet große Streitmacht“ einsetzen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Vertreter von drei kurdischen Organisationen. Diese Gruppen, die in der Vergangenheit teilweise miteinander zerstritten waren, sollen sich inzwischen zusammengeschlossen haben, um gemeinsam gegen den Iran vorzugehen.

Bereits seit einigen Tagen berichten verschiedene Quellen, dass sich kurdische Kräfte auf eine mögliche Bodenoffensive auf iranischem Gebiet vorbereiten. Nach entsprechenden Berichten sollen sie dafür auch Waffen erhalten haben, die angeblich vom US-Auslandsgeheimdienst CIA stammen.

 09:11

Felbermayr: Iran-Krieg könnte EZB zu Reaktion zwingen

Ein länger anhaltender Nahost-Krieg wird die Europäische Zentralbank laut designiertem Wirtschaftsweisen Gabriel Felbermayr unter Zugzwang bringen. "Wenn der Iran-Krieg nicht schnell vorbeigeht, muss die EZB reagieren", sagte der Wiener Ökonom zum "Handelsblatt" vom Donnerstag.

Felbermayr fügte hinzu: "Klar ist: Die alte Maxime, kurzfristige Energiepreisschocks einfach zu ignorieren und sich auf langfristige Inflationsprognosen zu verlassen, ist gescheitert und wäre jetzt brandgefährlich." Zinserhöhungen dürften für die EZB kein Tabu sein, wenn es hart auf hart komme.

 09:09

AK: Steigerungen bei Spritpreisen unverhältnismäßig

Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert die aktuellen Preissteigerungen an den Zapfsäulen als unverhältnismäßig. Generell würden Preissteigerungen bei Öl, wie aktuell durch den Iran-Krieg, von Tankstellenbetreibern rasch, Senkungen aber spät bzw. kaum weitergegeben, so Experte Daniel Witzani-Haim im Ö1-"Morgenjournal". Außerdem würde sich die Mineralölindustrie oft auf Risikoaufschläge berufen, das sei für ihn "nicht nachvollziehbar". Die Branche weist die Kritik zurück.

 08:47

Hegseth ruft Israel zum Durchhalten auf

Hegseth hat unterdessen Israel nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums aufgefordert, "bis zum Ende" durchzuhalten. Die USA stünden an der Seite Israels, habe Hegseth Verteidigungsminister Israel Katz in dem Telefonat in der Nacht gesagt, teilte das Ministerium mit. Katz habe Hegseth für die umfangreiche Unterstützung der USA bei der Verteidigung der israelischen Bürger gegen die iranische Raketenbedrohung gedankt.

 08:47

Iran kündigt Vergeltung für Versenkung von Kriegsschiff an

Einen Tag nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiffs im Indischen Ozean mit dutzenden Toten durch die US-Marine kündigte unterdessen Irans Außenminister Abbas Araqchi den USA mit Konsequenzen gedroht. Die iranische Fregatte "Iris Dena" sei "ohne Vorwarnung in internationalen Gewässern angegriffen" worden, erklärte Araqchi am Donnerstag im Onlinedienst X. "Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen." Die USA hätten "2000 Meilen vor der iranischen Küste eine Gräueltat auf See begangen", fügte Araqchi hinzu. Demnach sei die Fregatte "Gast der indischen Marine" gewesen.

Das iranische Schiff war am Mittwoch vor der Küste Sri Lankas gesunken. Polizeiangaben zufolge wurden bisher mehr als 80 Leichen von Besatzungsmitgliedern geborgen, rund 60 Menschen wurden noch vermisst.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gab am Mittwoch bekannt, das Schiff sei "von einem Torpedo" versenkt worden. Die Vernichtung der iranischen Marine ist laut Pentagon eines der Ziele des US-israelischen Kriegs gegen den Iran.

 08:16

Erster deutscher Evakuierungsflug in Frankfurt gelandet

Am Frankfurter Flughafen ist am Donnerstag früh der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet. Dies bestätigten dpa-Reporter vor Ort. Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat gestartet.

An Bord des Lufthansa-Airbus vom Typ A340-300 mit der Flugnummer LH345 befinden sich Menschen, die von der deutschen Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren wie zehntausende andere infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten nun über den Landweg nach Maskat gebracht werden.

 07:58

Kanada schließt militärische Beteiligung nicht aus

Der kanadische Premierminister Mark Carney hat eine Beteiligung seines Landes am Iran-Krieg nicht ausgeschlossen. "Man kann eine Beteiligung nie kategorisch ausschließen", sagte Carney am Donnerstag anlässlich eines Besuchs beim australischen Premier Anthony Albanese in der australischen Hauptstadt Canberra. Die Frage sei aber "hypothetisch". "Wir werden an der Seite unserer Verbündeten stehen". Außerdem werde Kanada "immer Kanadier verteidigen".

 07:08

Israel täuschte Mullahs mit Abendessen-Trick

Ein koordinierter Militärschlag der israelischen und US-amerikanischen Streitkräfte hat am vergangenen Samstag das iranische Regime in seinem Kern erschüttert. Bei dem massiven Angriff auf den Palastkomplex in Teheran wurden der oberste Machthaber Ali Khamenei sowie rund 40 weitere führende Köpfe der Führung getötet. Der Erfolg dieser Operation basierte auf einem Täuschungsmanöver.

Khamenei © APA/AFP/KHAMENEI.IR/-

Obwohl die USA ihre Truppen im Nahen Osten bereits massiv zusammengezogen hatten und die Spannungen zunahmen, gelang es den Geheimdiensten, den exakten Zeitpunkt des Angriffs bis zuletzt geheim zu halten. Am Freitagabend, dem Beginn des jüdischen Ruhetags Schabbat, inszenierte die israelische Armee (IDF) ein scheinbares Herunterfahren des Dienstbetriebs. Hochrangige Generäle verließen demonstrativ das Hauptquartier in Tel Aviv, um zu ihren Familien zum traditionellen Abendessen zu fahren. Diese Bewegungen wurden bewusst publik gemacht, um den Eindruck von Normalität zu erwecken.

In Wahrheit kehrten die Kommandeure jedoch wenig später – teils getarnt oder unauffällig – in den Generalstab zurück, um die finale Phase des Einsatzes zu koordinieren. Die iranische Führung wiegte sich aufgrund dieser gezielten Desinformation in Sicherheit und hielt große Versammlungen im Herzen der Hauptstadt ab. In den frühen Morgenstunden des Samstags erfolgte schließlich der Luftschlag, der die unvorbereiteten Mullahs völlig überraschte und die Führungsriege des Regimes mit einem Schlag ausschaltete.

 06:34

Israel greift Hisbollah-Stellungen in Beirut an

Die israelische Luftwaffe hat erneut Stellungen der proiranischen Hisbollah in Beirut angegriffen. Ziel sei die Infrastruktur der Terrororganisation, erklärte die Armee. Zuvor hatte das Militär bereits ein Gebäude in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt als Stützpunkt der schiitischen und Miliz identifiziert und einen Angriff angekündigt. Ein Armeesprecher rief die Anrainer dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.

 06:27

Neue Angriffe auf Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran waren inzwischen Explosionen zu hören, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Der Iran habe seine Abwehrsysteme aktiviert.

 06:22

Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak an

Neben Israel haben die iranischen Streitkräfte nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak angegriffen. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldete die staatlichen Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen "anti-iranischer Separatisten" zu sehen sein sollen.

US-Medien berichteten zuletzt, Präsident Donald Trump erwäge, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen Irans Regierung zu bewaffnen. Das Weiße Haus wies dies zurück. Regierungssprecherin Karoline Leavitt bestätigte allerdings, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Iraks gesprochen habe.

Die Kurden sind eine ethnische Gruppe mit schätzungsweise 30 Millionen Angehörigen, die vor allem im Irak, im Iran sowie in Syrien und der Türkei leben. Sie kämpfen seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat und wurden lange im Irak wie auch im Iran verfolgt und unterdrückt. Die autonome Kurdenregion im Irak entstand nach dem Sturz von Diktator Saddam Hussein im Jahr 2003.

 06:21

Starten Kurdische Kämpfer starten Bodenoffensive im Iran?

Laut "Fox News" hätten Tausende irakische kurdische Kämpfer eine Bodenoffensive im Iran gestartet. Der Sender beruft sich dabei auf einen nicht genannten US-Beamten.

Davor hatten bereits die Nachrichtenagentur AP und der israelische Sender i24 von entsprechenden Vorbereitungen berichtet.

Den Berichte über die Planungen zufolge, sollten die kurdischen Kämpfer die Grenze zum Iran im Westen überschreiten.