Steuert Hafen an

Brand auf Flugzeugträger: 200 US-Seeleute medizinisch behandelt

Die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter, dass der im Krieg gegen den Iran eingesetzte US-Flugzeugträger "Gerald R. Ford" nach einem Feuer an Bord einen Hafen anlaufen muss.

Der US-Flugzeugträger Gerald R. Ford, der im Rahmen von Operationen gegen den Iran im Einsatz ist, wird nach einem Brand an Bord voraussichtlich vorübergehend die Souda-Bucht auf Kreta ansteuern. Dies teilten, laut Nachrichtenagentur "Reuters", US-Beamte am Dienstag mit. Der Grund: In der Hauptwäscherei des Schiffes war ein Feuer ausgebrochen. Es habe Stunden gedauert, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Der Vorfall habe sich laut "New York Times" bereits vergangene Woche ereignet.

200 Seeleute medizinisch behandelt

Die beiden Beamten, die unter der Bedingung der Anonymität mit "Reuters" sprachen, machten keine Angaben dazu, wie lange die Ford voraussichtlich auf Kreta bleiben wird. Einer der Insider sagte, dass fast 200 Seeleute wegen Rauchverletzungen behandelt wurden; zudem waren etwa 100 Schlafplätze von den Auswirkungen betroffen. Ein Besatzungsmitglied soll aufgrund von Verletzungen vom Schiff ausgeflogen worden sein.

Unmittelbar nach Ausbruch des Feuers hatte das US-Militär erklärt, dass keine Schäden an der Antriebsanlage des Schiffes entstanden seien und der Flugzeugträger voll einsatzbereit bleibe.

Das Kriegsschiff ist seit neun Monaten im Einsatz und nahm vor seiner Ankunft im Nahen Osten unter anderem an Operationen gegen Venezuela in der Karibik teil. Die Dauer des Einsatzes hat Fragen zur Moral der Seeleute an Bord und zur Einsatzbereitschaft des Kriegsschiffes aufgeworfen.

Die Ford, mit mehr als 5.000 Seeleuten an Bord, führt über 75 Militärflugzeuge mit sich, darunter Kampfflugzeuge vom Typ F-18 Super Hornet. Die Ford verfügt über modernste Radarsysteme, die bei der Luftraumüberwachung und Navigation unterstützen.  

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 22:16

Israel tötet iranischen Funktionär Larijani

Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Larijani ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben. Der konservative Politiker war in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. In iranischen Staatsmedien wurde der Tod Larijanis am Dienstagabend bestätigt.


Ali Larijani © Getty


Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur FARS teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum "Märtyrer" geworden sei. Auf dem ehemaligen Twitteraccount des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hieß es, "ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt".


Larijani wurde im August 2025 auf den Posten im Sicherheitsrat berufen. Zuvor hatte er als Berater des am 28. Februar getöteten Religionsführers Ayatollah Ali Khamenei gearbeitet. Der Aufstieg des 67-Jährigen überraschte damals viele Beobachter. Larijani galt als Pragmatiker und hegte Ambitionen auf das Präsidentenamt. Für die Wahl 2024 wurde er jedoch vom mächtigen Wächterrat, einem Kontrollgremium, disqualifiziert.

 21:50

Blatt: Russland teilt Satellitenbilder mit dem Iran

Russland weitet einem Zeitungsbericht zufolge seine geheimdienstliche und militärische Zusammenarbeit mit dem Iran aus. Die Regierung in Moskau stelle Teheran Satellitenbilder und verbesserte Drohnentechnologie zur Verfügung, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Damit werde der Iran dabei unterstützt, US-Streitkräfte in der Region ins Visier zu nehmen, schrieb die Zeitung weiter.

 21:23

US-Botschaft im Irak brennt

In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.


GettyImages-2266552562.jpg © Getty


"Verbotene Gruppen" hätten die Botschaft erneut angegriffen, teilten die irakischen Streitkräfte mit. Es handle sich um einen "Terrorangriff" auf die Souveränität des Landes. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani verurteilte Angriffe auf Botschaften und andere diplomatische Vertretungen im Land. Es handle sich dabei um "kriminelle Versuche, den Irak, seine Sicherheit und Stabilität" zu gefährden.

 21:20

Israel-Panzer beschoss UNO-Posten im Libanon

Eine interne UNO-Untersuchung kommt einem Insider zufolge zu dem vorläufigen Schluss, dass israelischer Panzerbeschuss einen UNO-Posten im Südlibanon getroffen hat. Bei dem Vorfall am 6. März seien ghanesische Blauhelm-Soldaten verletzt worden, sagte ein westlicher Militärvertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Bericht. Die Spurenlage deute auf drei Volltreffer durch die Hauptkanone eines israelischen Kampfpanzers hin.

 20:22

Israel tötet wichtigen Iran-Funktionär

Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Larijani ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben. Der konservative Politiker war in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Eine Bestätigung von iranischer Seite gab es zunächst nicht.


Allerdings veröffentlichten iranische Staatsmedien eine handschriftliche Notiz Larijanis. Darin gedenkt er der bei einem US-Angriff getöteten Seeleute, die am Dienstag beigesetzt werden sollen. Zu seinem möglichen Tod wurden keine Angaben gemacht

 20:09

Trump-Direktor tritt zurück: "Iran keine Bedrohung"

"Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar, und es ist offensichtlich, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen haben", sagt Joe Kent. Er war in der Trump-Regierung der Direktor für Terrorismusbekämpfung. Kent trat nach unterschiedlichen Auffassungen mit Präsident Trump zurück.

 19:45

Netanyahu lästert über Todesgerüchte

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu spottet über Spekulationen über seinen Tod, die in sozialen Netzwerken kursieren. In einem Video ist er zusammen mit dem US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, zu sehen. Dieser sagt herzhaft lachend, US-Präsident Donald Trump habe ihn gebeten, sich zu versichern, dass es Netanyahu gut gehe. "Ja, Mike, ja, ich lebe", antwortet der israelische Regierungschef lächelnd.

 18:53

Trump: Keine Angst vor "zweitem Vietnam"

US-Präsident Donald Trump schließt einen Einsatz von Bodentruppen im Iran auch nach einer Warnung aus Teheran vor einem zweiten Vietnam nicht aus. "Nein, ich habe keine Angst davor. Ich habe vor gar nichts Angst", sagte er bei einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin am Dienstag im Weißen Haus. Ein Reporter hatte Trump damit konfrontiert, dass der Iran gedroht habe, die USA sollten nachlesen, was in Vietnam passiert sei, sollten sie Truppen entsenden.

 18:29

Trump erneuert Kritik an Migration in Europa: "Schlimm"

US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an Europa im Allgemeinen und an dem britischen Premierminister Keir Starmer im Speziellen erneuert. Europa sei ein anderer Ort geworden, sagte Trump während eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin im Weißen Haus. Starmer habe zugelassen, dass "Millionen und Abermillionen von Menschen" in sein Land gekommen seien, "die dort nicht sein sollten. Und das gilt übrigens für ganz Europa", sagte Trump.


Er habe viel Zeit in Europa verbracht, sagte Trump, dessen Mutter aus Schottland in die Vereinigten Staaten immigriert war. "Es ist ein anderer Ort. Schlimm." An Martin gewandt, äußerte der US-Präsident: "Euch sind Dinge passiert, sehr schlimme Dinge. Und ihr solltet besser etwas gegen die Einwanderung tun, und ihr solltet besser etwas gegen die Energiepolitik tun, sonst wird es kein Europa mehr geben."


Kritik an Starmer hatte Trump in den vergangenen Tagen immer wieder geäußert. Hintergrund ist, dass der Premierminister den US-Streitkräften die Nutzung der britischen Stützpunkte für den Krieg mit dem Iran erst mit Verzögerung und auch nur für defensive Zwecke genehmigt hatte.


Die Beziehungen zu Großbritannien seien immer die besten gewesen, "bis Keir kam", sagte Trump, der aber anfügte, Starmer zu mögen: "Er ist ein netter Mann." Aber Starmer sei kein Winston Churchill, wiederholte Trump mit Blick auf den früheren britischen Premierminister, der die Alliierten mit zum Sieg im Zweiten Weltkrieg geführt hatte.

 18:21

USA drängen Syrien zu Militäreinsatz gegen Hisbollah

Die USA haben Syrien Insidern zufolge dazu ermutigt, Truppen in den Osten des Libanons zu entsenden, um bei der Entwaffnung der Hisbollah zu helfen. Die Regierung in Damaskus zögere jedoch, sich auf eine solche Mission einzulassen, sagten fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Damaskus befürchte, in den seit Ende Februar tobenden Krieg im Nahen Osten hineingezogen zu werden und religiöse Spannungen anzuheizen.


Der Vorstoß gegenüber der mit den USA verbündeten syrischen Regierung verdeutlicht die zunehmenden Bemühungen, die vom Iran unterstützte radikal-islamische schiitische Hisbollah zu entwaffnen. Die Miliz beschießt Israel seit dem 2. März wieder, um die Regierung in Iran gegen die Angriffe der USA und Israels zu unterstützen. Im Gegenzug hat Israel eine neue Offensive gegen die Hisbollah gestartet.


Erstmals diskutierten US-amerikanische und syrische Vertreter die Idee bereits im vergangenen Jahr, wie zwei syrische Regierungsvertreter und zwei weitere Insider berichteten. Kurz vor oder unmittelbar nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar sei das Thema von US-Seite erneut zur Sprache gebracht worden. Die heute sunnitisch-islamistisch geführte Regierung in Damaskus prüft den Angaben zufolge zwar eine grenzüberschreitende Operation, bleibt aber zurückhaltend. Ein hochrangiger syrischer Beamter erklärte, Damaskus und seine arabischen Verbündeten seien sich einig, dass sich Syrien aus dem Krieg heraushalten und lediglich defensive Maßnahmen ergreifen sollte.


Seit Anfang Februar hat Damaskus Raketeneinheiten und Tausende Soldaten an die libanesische Grenze verlegt, bezeichnet dies jedoch als reine Verteidigungsmaßnahme. Das US-Außenministerium lehnte eine Stellungnahme zu "privaten diplomatischen Gesprächen" ab.

 17:30

Trump über Absage von NATO-Partnern verärgert

US-Präsident Donald Trump kritisiert die NATO-Verbündeten für ihre Weigerung, sich am Krieg gegen den Iran zu beteiligen. Die meisten Partner hätten ihm mitgeteilt, dass sie nicht in den Konflikt verwickelt werden wollten, teilte Trump am Dienstag auf der Plattform Truth Social mit. Dies überrasche ihn nicht, da er die Allianz schon immer als "Einbahnstraße" betrachtet habe.


Er betont, die USA hätten Milliarden Dollar zur Verteidigung der NATO-Verbündeten ausgegeben. Die USA benötigten ihre Hilfe jedoch nicht, da sie die iranische Marine, Luftwaffe und Führungsebene bereits ausgeschaltet hätten. Dies gelte auch für Verbündete wie Japan, Australien und Südkorea.


Am Sonntag hatte Trump die NATO-Partner noch gedrängt, die USA bei der Öffnung der Meerenge von Hormuz für Öltanker zu unterstützen. Ausbleibende Hilfe wäre "sehr schlecht" für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, drohte der Präsident. Sowohl Deutschland als auch andere NATO-Länder reagierten jedoch ablehnend auf Trumps Forderung.

 17:23

Drei libanesische Soldaten nach israelischer Attacke gestorben

Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach Angaben der libanesischen Armee in der Stadt Nabatiyeh drei Soldaten ums Leben gekommen. Sie seien mit einem Auto und einem Motorrad unterwegs gewesen, teilte das Militär am Dienstag auf X mit. Zwei weitere Soldaten seien verletzt worden. Die israelische Armee erklärte, der Vorfall werde geprüft. Man gehe gegen die proiranische Hisbollah-Miliz vor und nicht gegen die libanesischen Streitkräfte.


Die libanesische Armee ist im Krieg zwischen der Hisbollah und dem israelischen Militär keine aktive Kriegspartei und verhält sich neutral.

 16:07

Chef der US-Terrorabwehr tritt aus Protest gegen Krieg zurück

Aus Protest gegen die US-Offensive gegen den Iran ist der Chef des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, Joseph Kent, zurückgetreten. "Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar", schrieb er in einem Brief an US-Präsident Donald Trump, den Kent auf X veröffentlichte. Es sei offensichtlich, dass die USA den Krieg aufgrund israelischen Drucks begonnen hätten.


Kent sagte, Trump habe in seiner ersten Amtszeit noch "besser als jeder andere moderne Präsident" verstanden, wie man das Militär einsetze, ohne in endlose Kriege verwickelt zu werden. Er warf Israel vor, dieselbe Taktik wie im Irak-Krieg angewandt zu haben, um die USA in einen verheerenden Krieg samt Tausender Opfer zu ziehen - obwohl es keine Belege dafür gibt. "Diesen Fehler dürfen wir nicht wiederholen", schrieb Kent weiter. Er appellierte an Trump, "darüber nachzudenken, was wir im Iran tun und für wen wir es tun."


Kent ist nach Angaben des National Counterterrorism Centers Kriegsveteran. Seine Frau Shannon wurde 2019 bei einem Selbstmordattentat in Syrien getötet. Kent selbst schrieb, dass er es nicht unterstützen könne, die nächste Generation in einen Krieg zu schicken, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt. Das National Counterterrorism Center untersteht der US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard.

 15:45

Estland lehnt Einsatz in Straße von Hormuz nicht ab

Anders als andere NATO-Staaten schließt Estland eine militärische Beteiligung zum Schutz von Schiffen in der umkämpften Straße von Hormuz nicht kategorisch aus. Estland sei bereit, über einen möglichen Beitrag zur US-Mission zu sprechen, sollte Washington offiziell darum bitten, sagte Außenminister Margus Tsahkna einem Rundfunkbericht zufolge. Was das baltische EU- und NATO-Land leisten könnte, blieb zunächst allerdings unklar.


US-Präsident Donald Trump hatte die Verbündeten in der NATO mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Straße von Hormuz aufgefordert. Die NATO werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner dabei nicht helfen, sagte er der "Financial Times". Deutschland und andere Verbündete lehnten seine Forderungen ab.


Estlands Nachbar Lettland hegt gegenwärtig keine Pläne für einen Einsatz lettischer Streitkräfte in einer möglichen Operation in der Straße von Hormuz. Dies stünde bisher nicht auf der Tagesordnung, sagte Verteidigungsminister Andris Spruds im lettischen Rundfunk.


Der Schiffsverkehr in der Meerenge, eine zentrale Route für den Öl- und Gastransport, ist wegen der Angriffe Israels und der USA auf den Iran und dessen Gegenschlägen in der Region praktisch zum Erliegen gekommen.

 15:24

Ali Larijani, ideologischer Pragmatiker und Strippenzieher

Seit Jahrzehnten war Ali Larijani einer der einflussreichsten Männer im Iran. Nach der Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei am ersten Tag des Krieges baute er seine Macht weiter aus. "Er war der De-facto-Führer des iranischen Regimes", sagte ein Vertreter des israelischen Militärs, der anonym bleiben wollte. Nun erklärte Israel, in der Nacht auf Dienstag auch Larijani mit einem gezielten Angriff getötet zu haben - was Teheran zunächst nicht bestätigte.


Larijani hatte seit Kriegsbeginn eine weitaus sichtbarere Rolle gespielt als der neue Oberste Führer, Mojtaba Khamenei, der seit seiner Ernennung zum Nachfolger seines getöteten Vaters noch nicht in der Öffentlichkeit gesehen wurde. Sicherheitschef Larijani hingegen mischte sich vergangene Woche in Teheran unter Demonstranten, die für die Regierung auf die Straße gingen. Die US-israelischen Angriffe auf sein Land bezeichnete er bei der Kundgebung als Akt der "Angst und Verzweiflung". Bei anderer Gelegenheit verkündete er, der Iran werde sich "um jeden Preis" verteidigen.


Sollte sich Larijanis Tod bestätigen, wäre das ein schwerer Schlag für die Herrscher der Islamischen Republik. Denn der 68-Jährige mit dem grauen Bart galt als Schlüsselfigur. Vor allem in den vergangenen zwei Wochen sei er es gewesen, "der die Entscheidungen trifft und die Fäden zieht", beschrieb der israelische Militärvertreter Larijanis Rolle. Er habe auch die Angriffe gegen Israel sowie die Golfstaaten angeordnet.

 14:37

Iran will WM-Spiele von USA nach Mexiko verlegen

Der Iran verhandelt wegen des Kriegs in Nahost mit dem Fußball-Weltverband FIFA über eine Verlegung seiner WM-Spiele von den USA nach Mexiko. Grund seien Sicherheitsbedenken, teilte Irans Verbandspräsident Mehdi Tadsch am Montag mit. Da US-Präsident Donald Trump ausdrücklich erklärt habe, dass er die Sicherheit des iranischen Teams nicht gewährleisten könne, "werden wir mit Sicherheit nicht nach Amerika reisen", erklärte Tadsch in einem Beitrag der iranischen Botschaft auf X.

 14:26

Fluggesellschaften streichen weitere Flüge

Der weltweite Flugverkehr ist weiterhin stark beeinträchtigt, nachdem der Krieg Israels und der USA gegen den Iran die Schließung wichtiger Drehkreuze im Nahen Osten, darunter Dubai, Doha und Abu Dhabi, erzwungen hat. Zehntausende Passagiere strandeten.

 13:51

Anzeichen für ethnische Säuberung durch Israel in Westbank

Die israelischen Siedleraktivitäten im besetzten Westjordanland sind nach einem Bericht des UNO-Menschenrechtsbüros deutlich ausgeweitet worden. Die Aktivitäten deuteten auf koordinierte Aktionen und eine israelische Politik mit Massenvertreibungen hin, "was Befürchtungen einer ethnischen Säuberung aufkommen lässt", heißt es in dem Bericht. Die unrechtmäßige Umsiedlung geschützter Personen stelle ein Kriegsverbrechen dar.

 13:50

Welternährungsprogramm: Krieg treibt Millionen in den Hunger

Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt vor einer drastischen Zunahme des Hungers weltweit, sollte der Krieg im Iran bis Juni andauern. Weiteren 45 Millionen Menschen drohe wegen steigender Preise für Lebensmittel, Öl und Transport eine Hungersnot, teilte die UNO-Organisation in Genf mit. Bereits jetzt würden weltweit 319 Millionen Menschen nicht genug zu essen bekommen, wurde mitgeteilt.

 13:41

Ein Toter durch herabfallende Trümmerteile in Abu Dhabi

Durch Trümmerteile einer abgefangenen Rakete ist in Abu Dhabi ein Mensch ums Leben gekommen. Die Trümmer gingen nach Regierungsangaben am Dienstag im Stadtteil Bani Yas in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate nieder. Bei dem Todesopfer handelt es sich demnach um einen Pakistaner. Seit Beginn des Kriegs hat der Iran bereits mehr als 1.900 Raketen und Drohnen auf die Vereinigten Arabischen Emirate abgefeuert - mehr als auf jedes andere von Teheran attackierte Land.

 13:30

Polen will keine Soldaten in den Iran schicken

Polens Regierung will keine Truppen in den Iran entsenden. "Das gilt sowohl für unsere Land-, Luft- als auch für unsere Seestreitkräfte, die sich noch im Aufbau befinden", sagte Ministerpräsident Donald Tusk. Sein Land habe im Rahmen der NATO andere Aufgaben, und der Konflikt im Nahen Osten betreffe nicht unmittelbar Polens Sicherheit. "Und unsere Verbündeten, auch die Amerikaner, verstehen das

 13:25

Iranischer Geheimdienst verhaftet 55 mutmaßliche Helfer

Der Geheimdienst der Revolutionsgarden hat 55 Personen im Süden Irans festgenommen, denen Zusammenarbeit mit den USA und Israel vorgeworfen wird. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Agentur berichtete auch, das Geheimdienstministerium habe in einer landesweiten Aktion Hunderte Empfangsgeräte für das US-Satellitennetzwerk Starlink beschlagnahmen lassen. Mit den Starlink-Terminals lassen sich Internet-Zensur und Internet-Abschaltungen im Iran umgehen.

 13:20

Libanesischer Soldat nach israelischer Attacke gestorben

Nach einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Streitkräfte seinen Verletzungen erlegen. Bei dem Angriff in der Gegend um Nabatieh wurden nach Armeeangaben vier weitere Soldaten verletzt. Darunter sei noch ein Schwerverletzter. Sie seien in einem Auto und auf einem Motorrad in der Gegend bei Nabatieh unterwegs gewesen. Das israelische Militär veröffentlichte eine Stellungnahme, in der es hieß, die Vorwürfe würden geprüft. Die libanesische Armee ist im Krieg zwischen der proiranischen Hisbollah und dem israelischen Militär keine aktive Kriegspartei und verhält sich neutral.

 13:11

US-Wirtschaftsberater: Verkehr durch Hormuz wird aufgenommen

Nach Angaben des Wirtschaftsberaters der US-Regierung, Kevin Hassett, werden die Durchfahrten durch die Straße von Hormuz wieder aufgenommen. Erste Öl-Tanker begännen, die Meerenge zu passieren, sagte er dem US-Sender CNBC. Er bekräftigte die Einschätzung von US-Präsident Donald Trump, der Krieg werde Wochen und nicht Monate andauern. Außerdem zeigte er sich überzeugt, dass der Krieg die US-Wirtschaft nicht beeinträchtigen werde.

 13:02

Kein Ende der Hormuz-Blockade vor Ende des Krieges

Die Blockade der Straße von Hormuz kann nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araqchi nicht unabhängig vom Krieg Israels und der USA gegen die Islamische Republik aufgehoben werden. Dies habe er UNO-Generalsekretär Antonio Guterres mitgeteilt, schrieb Araqchi auf Telegram. Zudem forderte er die internationale Gemeinschaft auf, die Angriffe auf sein Land zu verurteilen. Zuvor hatte Bagdad mitgeteilt, Teheran könnte Bagdad die Fahrt durch Hormuz ermöglichen. Der irakische Ölminister Hayan Abdul Ghani al-Sauad erklärte der staatlichen Agentur INA zufolge: "Es besteht Kommunikation mit Iran bezüglich der Genehmigung der Passage einiger irakischer Öltanker."

 12:47

Iran - Botschafter widerspricht: Khamenei nicht zur Behandlung in Russland

Der iranische Botschafter in Moskau widerspricht Berichten, das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Mojtaba Khamenei, befinde sich in Russland zur medizinischen Behandlung. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur TASS. Khamenei war vergangenen Mittwoch bei Angriffen der USA und Israels verletzt worden. Montagabend sagte US-Präsident Donald Trump, es sei unklar, ob Khamenei noch lebe. Einige Leute sagten, er sei tot, andere sagten, er sei schwer verletzt.

 12:38

Mehrere Explosionen unweit von Jerusalem

Nach einem Raketenalarm gab es am Dienstag unweit von Jerusalem mehrere Detonationen. Die Explosionen waren zu hören, nachdem im Norden Israels die Sirenen wegen eines iranischen Angriffs geheult hatten, berichteten AFP-Reporter. Die israelische Armee meldete, vom Iran aus seien Raketen Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzufangen.

 12:14

Ober-Mullah lehnt US-Vorschläge ab

Das neue geistliche Oberhaupt des Iran, Mojtaba Khamenei, lehnt einem Insider zufolge Vorschläge zur Entspannung des Verhältnisses mit den USA ab. Diese Vorschläge seien von zwei Vermittlerstaaten dem iranischen Außenministerium übermittelt worden. In der ersten außenpolitischen Sitzung in seiner neuen Funktion habe er eine "sehr harte und ernste" Haltung in der Frage der Vergeltung eingenommen, erklärt der Vertreter der iranischen Regierung weiter.

 11:51

EU hat sich auf Unberechenbarkeit der USA eingestellt

Die Europäische Union hat sich ein Jahr nach der Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus nach den Worten ihrer Außenbeauftragten Kaja Kallas auf die Unberechenbarkeit der Vereinigten Staaten eingestellt. "Natürlich sind wir Verbündete der USA, aber wir verstehen ihre jüngsten Schritte nicht wirklich", sagte Kallas in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

"Ich denke, nach diesem einen Jahr ist ziemlich klar, dass wir es vor allem mit Unberechenbarkeit zu tun haben." Man sei nun gelassener, weil man ständig mit Überraschungen rechne. "Wir nehmen es, wie es kommt, bewahren einen kühlen Kopf und bleiben konzentriert", fügte sie hinzu.

Die EU setzt nach den Worten ihrer Außenbeauftragten Kaja Kallas im Konflikt um die Straße von Hormuz auf Diplomatie. Es müssten diplomatische Wege gefunden werden, um die Seestraße offen zu halten, sagte Kallas der Nachrichtenagentur Reuters. "Niemand ist bereit, seine Leute in der Straße von Hormus in Gefahr zu bringen." Damit reagiert sie auf die Forderung von US-Präsident Trump, Kriegsschiffe zum Schutz der Handelsroute zu entsenden. Ein diplomatischer Ansatz sei nötig, um Krisen bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Dünger und Energie zu verhindern, fügte Kallas hinzu.

 11:12

Irakische Öltanker könnten Straße von Hormuz passieren

Der Iran könnte irakischen Tankern nach Angaben der Regierung in Bagdad die Fahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormuz ermöglichen. Iraks Ölminister Hayan Abdul Ghani al-Sauad erklärte der staatlichen Agentur INA zufolge: "Es besteht Kommunikation mit Iran bezüglich der Genehmigung der Passage einiger irakischer Öltanker." Dem TV-Sender al-Sharkija sagte er, seine Regierung habe bereits Signale erhalten, dass einigen Tankern die Durchfahrt erlaubt werden könnte.

 10:52

Angriff am Montag

Der Angriff habe sich am Montag in Teheran ereignet, hieß es in der Mitteilung des Militärs. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Basij-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Jänner verantwortlich, schrieb die israelische Armee.

Die Basij-e Mostaz'afin (Mobilisierte der Unterdrückten) ist eine paramilitärische Einheit im Iran. Gegründet nach der Islamischen Revolution 1979 und rekrutiert aus jungen Teilen der Gesellschaft, spielt die Miliz eine zentrale Rolle bei der Unterdrückung von Protesten im Land. Die Miliz ist Teil der Revolutionsgarden, ihr sollen mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger angehören.

Israel hat im aktuellen Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet. Irans oberster Führer Ali Khamenei war am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet worden.

 10:42

Israels Verteidigungsminister: Iranischer Sicherheitschef tot

Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Larijani ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in der iranischen Hauptstadt Teheran getötet worden. Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht auf Dienstag ums Leben. Außerdem tötete Israel gezielt den Kommandanten der iranischen Basij-Einheiten, Brigadegeneral Gholamreza Soleimani.

 09:36

Israel wollte Sicherheitsratschef Larijani töten

Israel hat nach Medienberichten versucht, den einflussreichen iranischen Funktionär Ali Larijani zu töten. Der Generalsekretär des Sicherheitsrates war nach übereinstimmenden israelischen Medienberichten in der Nacht auf Dienstag Ziel eines Luftangriffs. Es sei aber noch unklar, ob Larijani dabei getötet oder verletzt worden sei, hieß es unter Berufung auf namentlich nicht genannte israelische Repräsentanten. Eine Stellungnahme des Iran liegt bisher nicht vor.

 08:45

UNO-Organisation: Militärschutz für Tanker keine Dauerlösung

Militärische Eskorten zum Schutz von Tankschiffen in der Straße von Hormuz sind nach Ansicht der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) keine nachhaltige Lösung. "Es verringert das Risiko, aber das Risiko besteht weiterhin", sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez der "Financial Times". Ein militärischer Einsatz sei "keine langfristige oder nachhaltige Lösung." Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz ist wegen des Iran-Kriegs praktisch zum Erliegen gekommen.

Sie ist eine wichtige Route für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen einen internationalen Marineeinsatz vor der iranischen Küste zur Sicherung von Öltransporten gefordert. Gemeinsam mit Israel hatten die USA den Iran Ende Februar angegriffen. Der Iran schlägt auch in der Golf-Region zurück und kontrolliert die Hormuz-Straße.

 07:15

Schah-Sohn gründete Komitee für künftige Wahrheitskommission

Der in den USA lebende Sohn des letzten iranischen Schahs hat ein Komitee zur Einrichtung einer Wahrheits-und Justizkommission im Iran gegründet. Das Komitee sei "mit der Ausarbeitung der regulatorischen Grundlagen für eine Übergangsjustiz beauftragt", erklärte der 65-jährige Reza Pahlavi am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi habe "zugestimmt, dieses Komitee zu leiten", fügte er hinzu.

Neben der 78-jährigen Ebadi sollen Pahlavi zufolge der Schriftsteller Iraj Mesdaghi sowie Leyla Bahmany und Afshin Ellian Teil des Komitees werden. Sie verträten "vier Generationen iranischer Experten", erklärte der Schah-Sohn.

 06:36

So knapp überlebte der neue Ober-Mullah

Bereits am ersten Kriegstag wurde Ali Khamenei bei einem Luftangriff getötet. Sein Sohn und Nachfolger Mojtaba Khamenei entkam dem Tod nur durch Zufall. Wenige Minuten vor dem Einschlag der „Blue Sparrow“-Raketen verließ er seine Residenz, um „etwas zu erledigen“. Das enthüllt ein durchgesickerter Mullah-Audio-Mitschnitt, der der Zeitung „The Telegraph“ vorliegt.

Beim Angriff verlor der neue Führer des Iran nicht nur seinen Vater, sondern auch seine Mutter, seine Frau und seinen Schwager.

Seit dem Angriff gibt es kein öffentliches Lebenszeichen des neuen Machthabers. Dass lediglich eine schriftliche Erklärung im Staatsfernsehen verlesen wurde, heizt internationale Spekulationen an. Kritiker und Beobachter – darunter auch Donald Trump – vermuten, dass Mojtabas Verletzungen weit schwerwiegender sein könnten, als das Regime offiziell zugibt. Berichten zufolge soll er in Moskau behandelt werden.

 06:28

Araqchi dementiert Kontakt zu US-Sondergesandten Witkoff

Irans Außenminister Abbas Araqchi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araqchi erklärte auf X: "Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichte zu machen." Die nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen.

Zuvor hatte das Portal "Axios" unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal reaktiviert worden sei. Araqchi soll demnach Textnachrichten geschickt haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging.

Kurz zuvor soll Trump gesagt haben, die USA wüssten nicht, wer derzeit im Iran das Sagen habe. "Wir haben Leute, die verhandeln wollen. Wir haben keine Ahnung, wer sie sind", hatte er am Montag bei einer Veranstaltung im Weißen Haus erklärt. Außerdem sagte Trump, es sei unklar, ob das geistliche Oberhaupt des Irans, Mojtaba Khamenei, noch am Leben sei. Einige Leute sagten, Khamenei sei tot, andere sagten, er sei schwer verletzt. Trump erklärte weiter, dass er nicht denke, dass Israel Nuklearwaffen gegen den Iran einsetze.

 06:28

Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut

Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben große neue Angriffswellen auf Ziele im Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen "Terrorregimes" attackiert. Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten nannte die israelische Armee zunächst nicht.

In Israel wiederum ertönten wegen iranischer Angriffe am frühen Dienstagmorgen mindestens zweimal Sirenen. Nach jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung gegeben.

 06:28

Katar wehrt Raketenangriff ab

Das Militär in Katar hat am Morgen einen mutmaßlich iranischen Raketenangriff abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Doha auf der Plattform X mit, ohne sich ausdrücklich zur Herkunft der Geschosse zu äußern. Trümmerteile einer abgewehrten Rakete lösten in einem Industriegebiet einen Brand aus, wie das Innenministerium mitteilte. Die Feuerwehr sei vor Ort. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff - etwa zur Zahl der abgewehrten Raketen - wurden nicht genannt.

 21:50

Geheimdienste decken auf: Neuer Ober-Mullah soll schwul sein

Ein ungewöhnliches Gerücht über Irans neuen Obersten Führer Modschtaba Chamenei sorgt für Aufsehen. US-Geheimdienste halten Informationen über sein Privatleben offenbar für glaubwürdig.

Laut einem Bericht der „New York Post“ wurden entsprechende Hinweise bereits an US-Präsident Donald Trump herangetragen. Beteiligte berichten, dass die Reaktion im Weißen Haus amüsiert ausgefallen sei. Die Informationen gelten im Kontext der Islamischen Republik als politisch hochbrisant, da das dortige Rechtssystem auf einer strengen Auslegung der Scharia basiert.


Tabus in der Islamischen Republik


Das iranische Strafrecht sieht für gleichgeschlechtliche Beziehungen schwere Strafen vor, die im Extremfall bis zur Todesstrafe reichen können. Sexuelle Beziehungen sind dort rechtlich ausschließlich innerhalb einer heterosexuellen Ehe vorgesehen.


Machtkampf hinter den Kulissen


Westliche Geheimdienstquellen legen nahe, dass entsprechende Spekulationen im iranischen Machtapparat bereits länger kursieren. Diese sollen immer wieder gezielt eingesetzt worden sein, um den politischen Aufstieg des 56-jährigen Geistlichen zu behindern. Trotz dieser internen Widerstände wurde Modschtaba Chamenei Anfang März zum neuen Obersten Führer ernannt.


Ungewissheit nach Luftangriffen


Khameneis Sohn Mojtaba © EPA


Der Amtsantritt erfolgte, nachdem sein Vater bei einem Luftangriff getötet worden war. Der aktuelle Verbleib des Sohnes ist jedoch unklar. Berichten zufolge wurde auch er bei den Angriffen schwer verletzt. Einem Medienbericht zufolge soll er zur medizinischen Behandlung nach Moskau ausgeflogen worden sein, eine offizielle Bestätigung für seinen Zustand gibt es derzeit nicht.

 21:18

Iran warnt USA vor zweitem Vietnam

Der stellvertretende Außenminister Irans, Saeed Khatibzadeh, warnte in einem "Sky News"-Interview die USA davor, dass ihnen ein zweites Vietnam drohe, falls sie Bodentruppen in den Krieg entsenden sollten. Khatibzadeh sagte, dass der Iran bereit sei, so lange wie nötig zu kämpfen, und dass sich das Land derzeit nicht auf eine diplomatische Lösung konzentriere.


Der Vize-Außenminister schloss Verhandlungen zwar nicht aus, machte jedoch deutlich, dass es an den USA und seinen Verbündeten liege, einen Vorschlag zu unterbreiten, der den Konflikt ein für alle Mal beendet.


Auf die Frage nach der Möglichkeit eines Einsatzes von US-Bodentruppen war seine Botschaft an US-Präsident Donald Trump eindeutig: "Lesen Sie einfach nach, was in Vietnam passiert ist."


Saeed Khatibzadeh © Getty Images

 21:17

Fünf westliche Staaten: Libanon-Bodenoffensive "gilt es abzuwenden"

Fünf westliche Staaten haben Israel zum Verzicht auf eine großangelegte Bodenoffensive im Libanon aufgerufen. "Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen. Dies gilt es abzuwenden", hieß es Montagabend in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs und -chefinnen Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und Großbritanniens.


Unterdessen kündigte ein israelischer Militärsprecher an, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.


Nach Vereinbarung einer Waffenruhe nach einem einjährigen Krieg mit der libanesischen Hisbollah-Miliz im November 2024 hatte die israelische Armee sich zunächst zurückgezogen. In fünf Posten im Südlibanon blieben jedoch weiterhin Truppen stationiert. Nach Beginn der Raketenangriffe der Hisbollah nach Beginn des Iran-Kriegs habe Israel weitere 15 Positionen im Südlibanon eingenommen, sagte Defrin.

 21:05

Bericht: USA und Iran haben wieder Gesprächskontakt

Laut einem Bericht des Portals "Axios" haben die USA und der Iran wieder einen direkten Kommunikationskanal. Das Medium schreibt, unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter, dass der US-Gesandte Steve Witkoff und Irans Außenminister Abbas Araghchi in den vergangenen Tagen wieder Kontakt aufgenommen hätten. Der iranische Minister habe Textnachrichten an Witkoff geschickt, in denen es um ein Ende des Krieges gehe.


Trump hatte erst kürzlich gesagt, dass die USA nicht wüssten, wer derzeit im Iran das Sagen habe. "Wir haben Leute, die verhandeln wollen. Wir haben keine Ahnung, wer sie sind", so der US-Präsident.

 21:03

Zwei indische Gastanker passierten die Straße von Hormuz

Der Iran hat zwei unter indischer Flagge fahrenden Flüssiggastankern die sichere Fahrt durch die Straße von Hormus gewährt. Die beiden Schiffe der Staatsreederei Shipping Corporation of India (SCI) hätten die Meerenge unter Aufsicht der indischen Marine passiert, berichtete die Zeitung "The Times of India". Ein in die Region entsandtes Schiff der Marine beobachte vor der Küste Omans die Situation weiterer Handelsschiffe, die Indien als Ziel hätten.


Der indische Außenminister Subramanyam Jaishankar führte die sichere Durchfahrt der Tanker auf diplomatische Bemühungen zurück. Der Tanker "Shivalik" erreichte inzwischen den Hafen Mundra an der indischen Westküste, wie der Sender NDTV und andere indische Medien berichteten. Der LPG-Tanker "Nanda Devi" werde am Dienstag erwartet. Zudem sei der Öltanker "Jag Laadgi", der in den Vereinigten Arabischen Emiraten beladen worden sei, auf dem Weg nach Indien.


Noch 22 Schiffe mit indischer Flagge im Persischen Golf


Nach Angaben der Regierung in Neu-Delhi befinden sich derzeit noch 22 indisch beflaggte Schiffe, die westlich der Straße von Hormuz im Persischen Golf auf eine sichere Durchfahrt warten. Alle indischen Seeleute in der Region seien derzeit sicher, hieß es.


Der Schiffsverkehr in der Meerenge, die wichtig ist für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen des Krieges und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.

 21:01

Heftige Explosion in Bagdad - Rauch über "Grüner Zone"

In der irakischen Hauptstadt Bagdad gab es Montagabend eine starke Explosion. AFP-Journalisten sahen Rauch über der "Grünen Zone" im Zentrum der Stadt. In dem stark abgesicherten Gebiet befinden sich die US-Botschaft und andere diplomatische Vertretungen, aber auch internationale Institutionen und Einrichtungen der irakischen Regierung. Auch ranghohe Politiker und andere Würdenträger wohnen dort.

 20:22

Jetzt spricht der Ober-Mullah

Irans neuer Oberster Führer hat die von seinem Vater ernannten Beamten angewiesen, im Amt zu bleiben und ihre Arbeit gemäß den bestehenden Richtlinien fortzusetzen. Dies geht aus einer von iranischen Medien veröffentlichten Mitteilung hervor.


„Hiermit gebe ich bekannt, dass derzeit keiner von ihnen eine Verlängerung seiner Ernennung benötigt. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass sie ihre Arbeit gemäß den zu Lebzeiten von Ayatollah Khamenei erteilten Richtlinien fortsetzen“, heißt es in der Mitteilung.


Khameneis Sohn Mojtaba © EPA


Khamenei, der am 8. März zum Nachfolger seines Vaters gewählt wurde, ist seit seiner Ernennung zum neuen Obersten Führer weder persönlich in der Öffentlichkeit aufgetreten noch gefilmt oder fotografiert worden.

 18:58

Raketenteile in Jerusalems Altstadt niedergegangen

Nach einem iranischen Raketenangriff sind nahe der heiligen Stätten der drei Weltreligionen in Jerusalem nach Polizeiangaben Trümmerteile niedergegangen. Polizeikräfte und Sprengstoffexperten seien gegenwärtig an mehreren Einschlagorten in der Altstadt im Einsatz, hieß es in einer Polizeimitteilung.


Betroffen seien unter anderem der Tempelberg, die Grabeskirche und das jüdische Viertel. Auch an weiteren Orten in Jerusalem sei es zu Einschlägen gekommen. Es gab zunächst keine Informationen zu möglichen größeren Schäden an den heiligen Stätten, die im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems liegen.

 18:40

Trump: Wissen nicht, ob Mojtaba Khamenei tot ist oder nicht

US-Präsident Donald Trump hat Montagabend bei einer Veranstaltung im Weißen Haus gesagt, es sei unklar, ob das geistliche Oberhaupt des Irans, Mojtaba Khamenei, noch am Leben ist. Einige Leute sagten, Khamenei sei tot, andere sagten, er sei schwer verletzt. Trump fügte hinzu, man wisse zudem nicht, wer gegenwärtig für den Iran spreche. Er denke aber, dass Teheran ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs anstrebe. An den Einsatz von Nuklearwaffen durch Israel glaube er nicht.

 18:37

Laut Trump will Frankreich in Straße von Hormuz helfen

US-Präsident Donald Trump sagte, dass er am Sonntag mit seinem Amtskollegen Emmanuel Macron gesprochen hatte. Frankreich sei offenbar bereit, bei der Öffnung der Straße von Hormuz zu helfen. US-Außenminister Marco Rubio werde die Namen der Länder bekanntgeben, die bei dem Einsatz helfen wollten.

 18:22

Trump: Haben mehr als 7.000 Ziele im Iran angegriffen

Präsident Donald Trump hat am Montag erklärt, dass der Militäreinsatz der USA gegen den Iran in den vergangenen Tagen "mit voller Kraft" fortgesetzt worden ist. Die USA hätten seit Kriegsbeginn mehr als 7.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen, sagte Trump. Der iranische Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Ali Larijani, kündigte unterdessen an, dass Teheran seinen Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen wolle.


In einem Schreiben an Muslime weltweit und an islamische Staaten erklärte er, der Iran verfolge weiterhin seinen "Weg des Widerstands gegen den großen und den kleinen Satan". Zugleich kritisierte Larijani eine fehlende Solidarität aus anderen islamischen Ländern. Abgesehen von wenigen Ausnahmen - und auch dann nur auf politischer Ebene - sei kein Staat zu Hilfe gekommen.


Trump kritisierte außerdem den mangelnden Enthusiasmus einiger Nationen, sich an der Öffnung der Straße von Hormuz zu beteiligen. "Einige sind sehr begeistert, andere nicht", sagte Trump im Weißen Haus. "Es sind zum Teil Länder, denen wir seit vielen, vielen Jahren geholfen haben. Wir haben sie vor schrecklichen Gefahren von außen beschützt, und sie waren nicht sonderlich begeistert. Und der Grad der Begeisterung ist mir wichtig."

 16:41

Ölpreise drehen in die Verlustzone - Brent weiter über 100 US-Dollar

Die Ölpreise sind am Montag gesunken und haben damit eine Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt. Nachdem die Notierungen im frühen Handel gestiegen waren, drehten sie bis zum Nachmittag in die Verlustzone. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai wurde bei 101,66 US-Dollar gehandelt und damit etwa eineinhalb Prozent niedriger als am Freitag.


In der Früh war der Preis für Rohöl der Sorte Brent noch zeitweise über 106 Dollar gestiegen und näherte sich dem Hoch, das wegen des Iran-Kriegs vor einer Woche bei knapp 120 Dollar erreicht worden war. Zum Vergleich: Vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran lag der Preis Ende Februar nur bei rund 73 Dollar.


Noch deutlich stärker nach unten ging es zu Beginn der Woche mit dem Preis für Rohöl aus den USA der Sorte WTI mit Lieferung im April. Hier fiel der Preis um etwa vier Prozent auf 94,87 Dollar.

 15:36

Trump kündigt Pressekonferenz an

Heute um 16.45 Uhr (MEZ) trifft US-Präsident Donald Trump Vorstandsmitglieder des "Trump Kennedy Centers". Davor werde er eine Pressekonferenz abhalten, wie der US-Präsident auf seiner Social-Media-Plattform "Truth Social" ankündigt. Unklar ist, ob er über die Nato-Äußerungen zur Straße von Hormuz sprechen wird.


Trump-Posting © Truth Social/@realDonaldTrump

 15:26

Nicht-iranisches Schiff mit aktivem Tracking-System passiert Straße von Hormuz

Wie jetzt bekannt wurde, hat gestern ein nicht-iranisches Frachtschiff mit eingeschaltetem Automatic Identification System (AIS) die Straße von Hormuz passiert. Mit dem AIS-System können Schiffe durch Funksignale identifiziert werden. Der Tanker "Karachi" transportiert Rohöl aus Abu Dhabi. Das Schiff verließ die Ausfahrt des persischen Golfes um 18.43 Uhr Ortszeit (15.43 Uhr deutscher Zeit) unbeschadet.



 15:16

Amnesty fordert Aufklärung nach tödlichem US-Angriff auf Schule

Die Verantwortlichen für den rechtswidrigen US-Angriff auf eine Schule in Minab im Iran, bei dem 168 Menschen, darunter 110 Schulkinder getötet wurden, müssen laut Amnesty International zur Rechenschaft gezogen werden. Das fordert die Organisation nach einer eingehenden Untersuchung des Vorfalls vom 28. Februar 2026.


US-Streitkräfte hätten Schule erkennen müssen


Die von Amnesty gesammelten Belege deuten darauf hin, dass die Shajareh-Tayyebeh-Grundschule im angrenzenden Komplex der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), gezielt mit Lenkwaffen beschossen wurde. Die Schule wird von Kindern einkommensschwacher Familien, wie der unterdrückten baluchischen Minderheit, besucht. "Dieser erschütternde Angriff auf eine Schule mit vollen Klassenzimmern ist ein erschreckendes Beispiel für den katastrophalen und vollkommen vorhersehbaren Preis, den Zivilist*innen in diesem bewaffneten Konflikt zahlen. Schulen müssen sichere Lern- und Lebensorte für Kinder sein.


Stattdessen wurde diese Schule in Minab zum Schauplatz eines Massenmords", sagte Erika Guevara Rosas, Senior Director for Research, Advocacy, Policy and Campaigns von Amnesty International. Die US-Behörden hätten wissen müssen, dass es sich um ein Schulgebäude handle, sagt sie mit Bezug auf Analysen von Satellitenbilder der Amnesty. Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen bestätigten dies unmittelbar nach dem Angriff. "Der gezielte Angriff auf ein geschütztes ziviles Objekt wie eine Schule ist nach humanitärem Völkerrecht strikt verboten", so Rosas. Amnesty fordert Entschädigung für die Opfer.

 15:12

Iran fordert von Indien Freigabe von Tankern für freie Passage

Der Iran nutzt nach Angaben von Insidern die Blockade der Straße von Hormuz als Hebel in Verhandlungen mit Indien. Die Regierung in Teheran fordert die Freigabe von drei im Februar festgesetzten Tankern als Gegenleistung für die sichere Passage indischer Schiffe durch die strategisch wichtige Meerenge, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr.


Der iranische Botschafter habe das Thema bei einem Treffen im indischen Außenministerium in Neu-Delhi zur Sprache gebracht. Neben der Freigabe der Schiffe verlange Teheran auch die Lieferung bestimmter Medikamente und medizinischer Ausrüstung, sagte ein iranischer Behördenvertreter. Die indischen Behörden hatten die drei mit dem Iran in Verbindung stehenden Tanker im Februar in der Nähe ihrer Gewässer beschlagnahmt. Ihnen wird vorgeworfen, ihre Identität verschleiert und illegale Umladungen auf hoher See vorgenommen zu haben.


Hintergrund der Verhandlungen ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran, der den Schiffsverkehr in der Golfregion fast zum Erliegen gebracht hat. Für Indien ist die Route lebenswichtig: Etwa 90 Prozent der indischen Flüssiggasimporte (LPG) stammen aus der Region. Zuletzt hatte der Iran zwei indischen LPG-Tankern die Durchfahrt gestattet. Eines der Schiffe kehrte am Montag nach Westindien zurück. Ein Sprecher des indischen Außenministeriums, Randhir Jaiswal, bestritt jedoch einen direkten Austausch ("Quid pro quo"). Die jüngsten Bewegungen spiegelten vielmehr die "Geschichte des Engagements und des Umgangs miteinander" wider, sagte er.

 15:05

Trump: Ölpreise werden "wie ein Stein fallen", wenn der Iran-Krieg vorbei ist

US-Präsident Donald Trump hat einer Reporterin gesagt, dass die Ölpreise "wie ein Stein fallen" werden, sobald der Iran-Krieg beendet ist, und fügte hinzu: "Ich glaube nicht, dass es lange dauern wird."


Trump sagte laut der "PBS News Hour"-Journalistin Liz Landers, der Konflikt sei ein "sehr geringer Preis", den man angesichts des jahrelangen Terrors durch das Regime zahlen müsse.


Der US-Präsident lehnte es zudem ab, sich dazu zu äußern, ob er den Einsatz amerikanischer Bodentruppen im Iran plane, da er seine Strategie nicht mit den Medien diskutieren wolle.


 14:20

Israel plant wochenlangen Krieg

Israel stellt sich auf eine Fortsetzung des Krieges gegen den Iran für mindestens drei weitere Wochen ein. Während die israelische Armee in der Nacht auf Montag Ziele im Iran bombardierte, legten iranische Drohnenangriffe den Flughafen von Dubai vorübergehend lahm und trafen eine wichtige Ölanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Konflikt, in den auch die USA involviert sind, geht nun in die dritte Woche.


Die israelische Armee verfügt nach eigenen Angaben über detaillierte Einsatzpläne für die kommenden drei Wochen sowie über weitere Pläne, die darüber hinausreichen. Dies teilte Militärsprecher Nadav Shoshani am Montag mit. Ziel sei es, die Fähigkeiten des Iran zur Bedrohung Israels massiv zu schwächen. Dabei konzentriere man sich auf die Infrastruktur für ballistische Raketen, Atomanlagen und den Sicherheitsapparat. "Wir wollen sicherstellen, dass dieses Regime so schwach wie möglich ist und dass wir alle seine Fähigkeiten, alle Teile und alle Flügel seines Sicherheitsapparats schwächen", sagte Shoshani. Die Armee, die mehr als 110.000 Reservisten mobilisiert hat, habe noch Tausende von Zielen im Iran im Visier.


Der Iran signalisierte seinerseits Härte. Außenminister Abbas Araghchi erklärte, die Führung in Teheran habe weder um einen Waffenstillstand gebeten noch Nachrichten mit den USA ausgetauscht. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten Ziele in Tel Aviv sowie US-Militärstützpunkte in Abu Dhabi und Bahrain angegriffen. In Israel heulten die Sirenen wegen anfliegender Raketen.

 14:20

EU schickt über 450 Millionen Euro Hilfe in den Nahen Osten

Die Europäische Union gibt mehr als 450 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Nahen Osten. Sie soll Menschen in Jordanien, Syrien, Ägypten, im Libanon und in den Palästinensischen Gebieten helfen, wie die Europäische Kommission mitteilte.


Europa müsse weiterhin zu den Menschen in Krisengebieten halten, teilte die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, mit. "Wir werden weiterhin lebensrettende Hilfe leisten, solange sie benötigt wird."


210 Mio. Euro für Syrien


Nach dem Plan der Kommission sollen 210 Millionen Euro nach Syrien gehen. Mehr als 16 Millionen Menschen seien dort ein Jahr nach dem Sturz des Langzeitmachthabers Bashar al-Assad noch auf Unterstützung angewiesen. In die Palästinensischen Gebiete sollen 124 Millionen Euro fließen und in den Libanon etwa 100 Millionen. Die Gelder werden zum Beispiel für Lebensmittel, die medizinische Versorgung, Unterkünfte und Bildungsangebote für Kinder verwendet.


Angesichts des Kriegs im Iran unterstützt die EU auch Flüge, die in der Region gestrandete Bürgerinnen und Bürger nach Europa bringen. In den vergangenen Wochen sind so mehr als 11.000 Menschen zurückgeholt worden.

 13:37

Trump-Gesandte treffen Hamas zur Rettung von Gaza-Waffenruhe

Gesandte des von US-Präsident Donald Trump geführten sogenannten Friedensrats ("Board of Peace") haben sich Insidern zufolge in Kairo mit Vertretern der Hamas getroffen. Ziel der Gespräche am Wochenende sei es gewesen, die brüchige Waffenruhe im Gazastreifen zu retten, sagten drei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der Friedensplan ist durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran unter Druck geraten.


Es war das erste öffentlich bekanntgewordene Treffen zwischen der palästinensischen Terrororganisation und dem neuen internationalen Gremium seit Beginn der Offensive gegen Teheran. Unmittelbar nach dem Treffen kündigte Israel am Sonntag an, den einzigen Grenzübergang für Fußgänger zwischen dem Gazastreifen und Ägypten in Rafah wieder zu öffnen. Dieser war seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar geschlossen. Einer der drei mit dem Vorgang vertrauten Personen zufolge war die israelische Ankündigung eine direkte Folge der Gespräche in Kairo. Israel hatte die Schließung mit Sicherheitsbedenken begründet und erst später den Warenverkehr in begrenztem Umfang wieder zugelassen. Der Übergang in Rafah soll nun im Laufe der Woche nach einer "Sicherheitsbewertung" wieder passierbar sein.

 13:10

Europäer lassen Trump abblitzen

Der britische Premierminister Keir Starmer sieht die Sicherung der Straße von Hormuz nicht als Aufgabe der NATO. "Das wird keine NATO-Mission sein und war auch nie als eine solche vorgesehen", sagte Starmer am Montagvormittag in London. Zuständig sein müsse eine Allianz von Partnern in Europa, am Golf und mit den USA. Großbritannien arbeite mit anderen Ländern, auch in Europa, daran, einen tragfähigen, gemeinsamen Plan zu Öffnung der Meerenge zu entwickeln, sagte Starmer.


Die Straße von Hormuz sei von kritischer Bedeutung für die Wirtschaft. Die Schifffahrt in der Region müsse schnell wieder ermöglicht werden, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzumildern. "Das ist keine einfache Aufgabe", sagte Starmer, der von einem Telefonat mit dem US-Präsidenten am Sonntag berichtete. Der britische Premier betonte, Großbritannien werde sich nicht in einen größeren Krieg hineinziehen lassen. Es würden aber alle nötigen Maßnahmen getroffen, "um uns und unsere Verbündeten zu verteidigen", sagte Starmer.


"Dieser Krieg hat mit der NATO nichts zu tun. Das ist nicht der Krieg der NATO", sagte der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin. Sie sei ein Bündnis zur Verteidigung des Bündnisgebietes. Es fehle auch ein Mandat, um die NATO einzusetzen.


"Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen. Wir wollen diplomatische Lösungen und ein schnelles Ende, aber weitere Kriegsschiffe in der Region tragen dazu im Zweifel nicht bei", sagte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius. Pistorius betonte die besondere Aufgabe der NATO-Partner für den Schutz des eigenen Bündnisgebiets. "Wir haben eine Verantwortung für die Ostflanke und für den Atlantik, insbesondere als Deutschland in unserer geopolitischen Lage. Das ist unsere erste Verantwortung. Alles andere sind Dinge, die dazukommen können im Einzelfall oder eben auch nicht", erklärte er.

 12:17

Informelle EU-Ministertreffen wieder auf Zypern

Alle informellen Ministertreffen der Europäischen Union sollen zwischen April und Juni wieder wie geplant auf Zypern stattfinden. Das gab der Energieminister Zyperns Michalis Damianos im zypriotischen Rundfunk (RIK) bekannt. Nach dem Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf der Mittelmeerinsel Anfang März hat sich die Lage nach Angaben der Regierung der Inselrepublik wieder normalisiert. Zypern hat bis Ende Juni den rotierenden EU-Ratsvorsitz inne.


Zunächst waren alle für März vorgesehenen Treffen ins Internet verlegt oder verschoben worden. "Die Dinge sind wieder völlig normal. Alle Aktivitäten, die zwischen April und Juni in Zypern stattfinden sollen, werden ganz normal abgehalten", sagte der zypriotische Energieminister.

 12:17

Bank Austria senkt heimische Wirtschaftsprognose für 2026/27

Der zarte Aufwind der heimischen Wirtschaft wird vom Krieg im Nahen Osten verlangsamt. Die Bank Austria hat am Montag die BIP-Prognose um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent für 2026 und 1,4 Prozent für 2027 gesenkt. "Die zaghafte Erholung der heimischen Wirtschaft wird sich etwas verlangsamen, aber nicht zum Stillstand kommen", erwartet Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl. Erst vorige Woche haben die Ökonomen der Bank die Inflationsprognose nach oben revidiert.

 11:08

Miliz im Irak: Haben sechs US-Soldaten bei Angriff getötet

Eine mit dem Iran verbündete Miliz hat nach eigenen Angaben einen US-Militärstützpunkt im Irak angegriffen und dabei sechs US-Soldaten getötet. Vier weitere US-Soldaten seien bei dem Raketenangriff auf die Militärbasis in der Nähe des Flughafens von Bagdad schwer verletzt worden, teilte die Miliz Saraya Awliya al-Dam mit. Vom US-Militär gab es zunächst keine Informationen zu dem Vorfall.

 10:51

Experte: Diesen Fehler machte Trump

Der US-Journalist Bojan Pancevski berichtet im Podcast „Ronzheimer“, dass Donald Trump im Iran-Krieg nicht nach einem klaren Plan handelt, sondern improvisiert. Laut Pancevski habe Trump zunächst nicht vorgehabt, die amerikanischen Ölreserven anzuzapfen, änderte seine Entscheidung jedoch innerhalb weniger Stunden um 180 Grad.

Der Präsident sei laut Ansicht des Experten nicht allzu gut vorbereitet gewesen für die Eventualität, dass die Mullahs doch die Straße von Hormuz schließen“.


Der Journalist sieht darin ein Zeichen für Probleme in der amerikanischen Planung: „In dem Moment habe ich wirklich kapiert, dass da was schiefgelaufen ist mit der amerikanischen Planung.“


Gleichzeitig sei Trump vor der Operation vom ranghöchsten US-General gewarnt worden, dass der Iran die Meerenge schließen könnte. Der General erklärte laut Pancevski:

„Die Mullahs werden wahrscheinlich die Straße von Hormuz schließen. Militärisch haben wir das geplant, aber wegen der kleinen Minen, wegen der kleinen Drohnen, wegen der billigen Raketen ist es nicht auszuschließen, dass die das können. Also: wir können alle Schiffe und alle Flugzeuge zerstören, aber diese kleinen Boote etc., das ist relativ schwierig.“


Das bedeutet: Das US-Militär hatte das Risiko einer Blockade der Straße von Hormus vorhergesehen und die Regierung gewarnt. Dennoch entschied sich das Weiße Haus, dieses Risiko einzugehen und die Militäroperation gegen den Iran zu starten.

 10:16

Fünfte Iranerin zog Asylantrag in Australien zurück

Eine fünfte Spielerin der iranischen Frauen-Fußballnationalmannschaft hat ihren Asylantrag in Australien zurückgezogen und das Land verlassen. Australische Medien berichteten unter Berufung auf iranische Staatsmedien, dass es sich dabei um die Kapitänin des Teams handelt. Sie soll in der Nacht aus Australien abgeflogen sein, auf dem Weg in ihr vom Krieg stark beeinträchtigtes Heimatland. Zwei Frauen wollen weiterhin in Australien bleiben.

 10:16

EU-Außenminister beraten bei Treffen über Straße von Hormuz

In Gesprächen der EU-Außenminister solle auch über ein mögliches UN-Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormuz beraten werden. "Es liegt in unserem Interesse, die Straße von Hormuz offen zu halten. Deshalb diskutieren wir auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können", sagte Außenbeauftragte Kaja Kallas am Montag vor dem Treffen. Die EU-Außenminister kommen am Vormittag (10.15 Uhr) zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs in Brüssel zusammen.

 08:58

Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab

Saudi-Arabien hat in der Nacht auf Montag mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium. Im Osten des Königreichs liegen um Abqaiq die größten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit dem Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden. Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes "verdächtige Aktivitäten am Himmel" melden können.


Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate standen erneut unter Beschuss. Das Verteidigungsministerium sprach ohne nähere Details von "Bedrohungen mit Drohnen und Raketen aus dem Iran".

 08:18

Pezeshkian sprach mit Macron über Straße von Hormuz

Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Straße von Hormuz ausgetauscht. Masoud Pezeshkian telefonierte Sonntagabend mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie beide Seiten bestätigten. Nähere Details wurden nicht bekannt. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.

 07:27

Israel startet Bodenoffensive im Libanon

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine begrenzte Bodenoffensive im Süden des Libanon begonnen. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Zudem sollten vorgeschobene Posten der israelischen Armee gestärkt werden.

 07:22

Flugverkehr in Dubai soll nach Drohnenangriff wieder starten

Ein Drohneneinschlag hat am Flughafen Dubai ein Treibstofflager in Brand gesetzt und den Luftverkehr stundenlang lahmgelegt. Am Vormittag (10.00 Uhr Ortszeit/07.00 Uhr MEZ) sollten wieder erste Flieger starten und landen, wie die Fluglinie Emirates am Montag mitteilte. Zuvor hatten Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle gebracht, es gab demnach keine Verletzten.


Dubai gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Airport dort - normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze - ist wegen des Iran-Kriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion ohnehin massiv eingeschränkt. Schon vor der jüngsten Attacke galt kein regulärer Flugplan.

 07:20

Australien wird keine Schiffe entsenden

Australien wird keine Marineschiffe zur Unterstützung in die Straße von Hormuz entsenden, wie teilte Ministerin Catherine King, Ministerin für Infrastruktur und Transport im Kabinett von Premierminister Anthony Albanese, in einem Interview mit dem staatlichen Sender ABC mitteilte. Man sei sich der Bedeutung der Meerenge bewusst, werde sich aber nicht an einer Marine-Mission beteiligen. Australien habe jedoch auf Anfrage der Vereinigten Arabischen Emirate bereits Flugzeuge zur Unterstützung der Verteidigung des Landes bereitgestellt.

 06:29

Trump warnt NATO ohne Beistand vor "schlechter Zukunft"

US-Präsident Donald Trump warnt die NATO vor einer "sehr schlechten Zukunft", sollten die Verbündeten den USA im Konflikt mit dem Iran nicht beistehen. Auf die Frage, welche Hilfe er benötige, um die Straße von Hormuz zu öffnen, sagte Trump in einem Interview mit der "Financial Times": "Was auch immer nötig ist." Eine Ausweitung des EU-Marine-Einsatzes ist jedoch unwahrscheinlich, wie ein Insider vor dem Treffen der EU-Außenminister am Montag im Brüssel sagte.

 06:10

Flugverkehr in Dubai nach Drohnenangriff vorerst ausgesetzt

Nach einem Drohnenangriff nahe dem internationalen Flughafen von Dubai ist der Flugverkehr am Montag vorübergehend ausgesetzt worden. Ein durch den Angriff ausgelöstes Feuer sei inzwischen unter Kontrolle, teilten die Behörden in Dubai mit. Verletzte wurden demnach nicht gemeldet. "Ein Drohnenvorfall in der Nähe des Dubai International Airport (DXB) betraf einen der Treibstofftanks", teilte das Medienbüro von Dubai auf X mit.



Die Fluggesellschaft Emirates bestätigte ebenfalls auf X die vorübergehende Aussetzung der Flüge von und nach Dubai. Seit dem Ausbruch des amrikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar haben die arabischen Golfstaaten mehr als 2.000 Raketen- und Drohnenangriffe erlebt. Zu den Zielen gehörten diplomatische Vertretungen und Militärstützpunkte der USA, aber auch wichtige Ölinfrastruktur, Häfen, Flughäfen, Hotels sowie Wohn- und Bürogebäude.