Vier Tote

Massaker in den Alpen

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Vier Menschen kaltblütig gekillt - Kind überlebte unter Leichen.

Frankreich. Starr vor Angst liegt das kleine Mädchen zusammengekauert unter den Beinen seiner ermordeten Mutter. Acht Stunden lang. In einem Auto, das von Kugeln durchsiebt ist. Erst um Mitternacht findet die Polizei das unverletzte Kind – lange nach dem Fund seiner schwer verletzten Schwester und von vier Leichen: „Niemand hat sie gesehen, weil sie sich seit 16 Uhr nicht bewegt hat, zweifelsohne verängstigt, völlig verschreckt, völlig reglos zwischen den Toten“, berichtet Staatsanwalt Eric Maillaud am Donnerstag. Die beiden Mädchen sind die einzigen Überlebenden des Blutbades bei Annecy, das selbst die Ermittler in Frankreich schockiert.


 

Viele Rätsel
Auf einem Campingplatz in dem ostfranzösischen Urlaubsgebiet hatte ein Radfahrer am Mittwoch kurz vor 16 Uhr drei Tote in einem Auto entdeckt: Saad al-Hilli, seine Frau Ikbal sowie die Großmutter. Saad war Satellitenexperte mit Haus in Claygate, einem Dorf südlich von London. 1970 war er aus dem Irak geflohen und baute sich ein neues Leben auf.

© AP
Massaker in den Alpen

(c) AP

Der Motor des BMW Break lief noch. Daneben lagen das schwer verletzte Mädchen und ein ermordeter Radfahrer, der vermutlich rein zufällig vorbeigekommen war und vom Täter ebenfalls mit Schüssen niedergestreckt wurde. Die Hintergründe sind rätselhaft.

 

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