MInisterpräsident Löfven mit Abba-Tickets verabschiedet

Schweden

MInisterpräsident Löfven mit Abba-Tickets verabschiedet

Nach Ankündigung im November als Parteichef der Sozialdemokraten abzutreten.  

Nach Monaten heftiger Auseinandersetzungen ist für einen Moment so etwas wie Harmonie im schwedischen Reichstag eingekehrt: Bei seiner letzten Parteichef-Debatte im Parlament ist Ministerpräsident Stefan Löfven unter anderem mit Tickets für die neue Abba-Show und einer stark gewürzten Wurst verabschiedet worden.

Sozialdemokraten

Während der Rest des Reichstags im nächsten Sommer wieder intensiv Wahlkampf machen werde, könnten Löfven und seine Frau Ulla nach London fahren, um das Abba-Konzert "Abba Voyage" zu sehen, sagte sein ärgster Widersacher, Moderaten-Chef Ulf Kristersson, am Mittwoch an den Sozialdemokraten gewandt. "Ich glaube, ihr werdet das mögen. Danke, Stefan!"

Schwedens legendäre Popgruppe Abba hatte jüngst ihre ersten beiden Songs seit langem veröffentlicht und das erste Album seit rund 40 Jahren angekündigt. Im kommenden Jahr soll es in London eine Konzertshow mit virtuellen Abbildern der Band-Mitglieder, sogenannten Abbataren, geben. Löfven hatte im August angekündigt, im November als Parteichef der Sozialdemokraten zurückzutreten und dann auch den Posten des Regierungschefs freizumachen. Die nächste Parlamentswahl steht in Schweden im September 2022 an.

Wurst

Der Vorsitzende der rechtspopulistischen Sozialdemokraten, Jimmie Åkesson, dankte Löfven mit einer Wurst, die er als etwas zu stark gewürzt für seinen Geschmack beschrieb. "Es gibt nicht viel, was Stefan Löfven und mich politisch vereint. Aber die Wurst ist eine Sache, die uns vereint", sagte er, ehe er mit Worten frei nach Schwedens prominentester Kinderbuchfigur schloss. "Um beinahe Pippi Langstrumpf zu zitieren: Es war nett und erfreulich, dass du gekommen bist. Aber es war erfreulicher, als du gingst." Löfven nahm es mit Humor - und konterte die Wurst-Replik. "Wenn die zu würzig für Åkesson ist, dann muss ich sie wirklich probieren", sagte er.



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