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Skandal bei Fnac

Mit Flagge Hintern abgewischt: Kündigung

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Ein Mitarbeiter einer Elektronikkette zweckentfremdete die französische Flagge.

Angestellte der französischen Bücher- und Elektronikkette Fnac haben mächtigen Ärger bekommen, weil bei einem Wettbewerb des Unternehmens ein Foto prämiert wurde, auf dem sich ein Mann mit der Nationalflagge den Allerwertesten abwischt. Nach der Veröffentlichung des Fotos im März protestierten Abgeordnete der französischen Regierungspartei UMP und Regierungsvertreter dagegen, wie die Gewerkschaft CGT am Freitag im südfranzösischen Nizza berichtete.

"Feiges" Unternehmen
Daraufhin sei zunächst die Kündigung der Fnac-Kommunikationschefin in Nizza in die Wege geleitet worden, dann eines weiteren Mitarbeiters. Die CGT kritisierte die "Feigheit" des Unternehmens, das sich nicht für die Meinungsfreiheit eingesetzt habe.

Industrieminister Christian Estrosi, der auch Bürgermeister von Nizza ist, hatte sich im April entsetzt über die Herabwürdigung des französischen Nationalsymbols gezeigt. Er forderte die Regierung auf, ein neues Gesetz zu erlassen, falls eine Verordnung nicht ausreichend sein sollte, um die Verbreitung solcher Bilder unter Strafe zu stellen.

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