Femizid

Mord vor Scheidung: Er betonierte seine Ehefrau ein

Ein Femizid in Deutschland löst eine Schockwelle aus - kurz vor dem Scheidungstermin brachte ein Ehemann seine Partnerin um. Die Umstände könnten nicht widerlicher sein - er stach zuerst zu, danach betonierte er sie in der Garage ein.

Freunde und Angehörige beschreiben Anna als lebensfrohen Menschen. „Wo Anna war, da war kein Platz für Traurigkeit“, zitiert die „Bild“ aus dem Umfeld der 31-Jährigen. „Sie hat Wärme ausgestrahlt, war eine tolle Seele.“

Scheidung stand bevor

Anna und Matthias K. hatten 2019 geheiratet, 2021 wurde ihr Sohn geboren. Sie arbeitete als Friseurin, er als Lacklaborant. Drei Jahre später zerbrach die Beziehung, Anna zog mit dem Kind aus, blieb jedoch im Ort Gimmigen im Ahrtal, Rheinland-Pfalz .

Laut „Bild“ spähte Matthias K. das neue Leben seiner Frau aus, bombardierte sie mit WhatsApp-Nachrichten und unternahm einen Selbstmordversuch, um sie psychisch unter Druck zu setzen, wie ein Gerichtsgutachter feststellte.

Der Scheidungstermin war für den 9. Juli 2025 angesetzt. Anna forderte laut Anklage eine geänderte Umgangsregelung, Kindesunterhalt, Einkommensausgleich und 60.000 Euro zurück, die sie in das gemeinsame Haus investiert hatte. Laut Anklage sei dies das Tatmotiv gewesen.

Tat soll geplant gewesen sein

Die Staatsanwaltschaft wirft Matthias K. vor, spätestens neun Tage vor der Tat eine Grube in einem an die Garage angrenzenden Raum ausgehoben zu haben. Am 17. Juli habe er seine Ehefrau ins Haus gelockt.

Laut Anklage soll er sie im Flur überwältigt und mit 17 Messerstichen getötet haben. Anschließend habe er die Leiche in Malervlies gewickelt, in die Grube gelegt und mit Schnellbeton verschlossen.

Den gemeinsamen Sohn habe er am Tag darauf zusehen lassen, wie er Fliesen über die Stelle legte. Ermittlern sei die frisch verflieste Stelle aufgefallen. Nach mehreren Vernehmungen habe sich der Angeklagte in Widersprüche verstrickt und schließlich gestanden: „Ihr braucht nicht mehr zu suchen, sie ist tot.“

Forderung nach lebenslanger Haft

Der Staatsanwalt sprach laut „Bild“ von einer „Tötung aus verschmähter Liebe, die ausschließlich egoistisch motiviert war, um als Gewinner aus der Scheidung zu gehen.“ Er forderte lebenslange Haft sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

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