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Aus den Niederlanden

Neuer Skandal um 50.000 Tonnen Fleisch

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Großhändler soll unkontrolliertes Pferdefleisch verarbeitet zu haben.

Ein neuer Fleischskandal trifft Europa: 50.000 Tonnen nicht-deklariertes Fleisch sind aus den Niederlanden offenbar in mehrere europäische Länder verkauft worden, darunter Deutschland. Das Fleisch könne mit unkontrolliertem Pferdefleisch vermischt worden sein, warnte die niederländische Kontrollbehörde für Nahrungsmittel am Mittwoch in Utrecht.

Lieferungen nach Österreich wurden überprüft
Auch in Österreich hatte der mittlerweile in Konkurs gegangene niederländische Großhändler zwei Abnehmer. "Beide Firmen sind bereits im Rahmen der Schwerpunktaktion im Februar und März kontrolliert worden. Das Ergebnis war negativ", sagte ein Sprecher der AGES, der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit.

Der Skandal wird in den Niederlanden ein politisches Nachspiel haben: Parteien wollen eine Dringlichkeitsdebatte beantragen.

Waren aufspüren
Die Kontrollbehörde hatte am Mittwoch 500 Betriebe aufgefordert, die Ware bei ihren Kunden aufzuspüren und aus dem Handel zu nehmen. Die Herkunft des Fleisches sei unklar, erklärte die Behörde. Daher könne auch die Sicherheit nicht garantiert werden. Zurzeit gebe es aber keine Hinweise auf Gefahren für Menschen.

Unter Betrugsverdacht steht ein Großhändler aus dem südniederländischen Oss. Seit über zwei Jahren soll er Fleisch verkauft haben, ohne die Herkunft zu registrieren. Er hatte bereits zuvor Pferdefleisch mit Rind vermengt und als reines Rindfleisch verkauft.

Wahrscheinlich ist ein Teil des verdächtigen Fleisches bereits konsumiert worden, sagte der Sprecher der Aufsichtsbehörde. "Aber viel wurde auch in Tiefkühlmahlzeiten verarbeitet, und Fleischlaibchen oder Hamburger sind sehr lange haltbar."

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