Neues Staatspräsidium Bosnien-Herzegowinas wird am Dienstag angelobt

Bosnien-Herzegowinas Staatsführung

Neues Staatspräsidium Bosnien-Herzegowinas wird am Dienstag angelobt

Dodik soll als erster den achtmonatigen Vorsitz übernehmen.

Die bei den allgemeinen Wahlen am 7. Oktober gewählte neue Staatsführung Bosnien-Herzegowinas soll am morgigen Dienstag in Sarajevo angelobt werden. Die Angelobung der Mitglieder des dreiköpfigen Staatspräsidiums - der Bosniake Sefik Dzaferovic, der Serbe Milorad Dodik und der Kroate Zeljko Komsic - soll entsprechend der Regelung in Anwesenheit der bisherigen Präsidiumsmitglieder erfolgen.
 

Nicht sicher, dass Dodik in Banja Luka bleibt wie zuvor behauptet

 
Den achtmonatigen Vorsitz des Staatspräsidiums soll laut Medienberichten als Erster der für seinen Separatismus bekannte Milorad Dodik übernehmen. Im Laufe des Wahlkampfes hatte Dodik immer wieder behauptet, dass er seine Arbeit als Präsidiumsmitglied nicht im Sitz der Staatsführung im engsten Stadtzentrum Sarajevos verrichten würde, sondern sein Büro womöglich in Banja Luka, der Hauptstadt der bosnischen Republika Srpska, haben werde. Zuletzt war dies allerdings nicht mehr zu hören.
 

Cviljanovic löst Dodik als Präsidenten ab

 
Vor der offiziellen Angelobung will Dodik heute, Montag, ein Gelöbnis auch vom Parlament der Republika Srpska, der kleineren bosnischen Entität, ablegen, das heute seine konstituierende Sitzung abhalten soll. Das bisherige Amt Dodiks, jenes des Präsidenten der Republika Srpska, soll heute Zeljka Cvijanovic übernehmen. Die langjährige Mitarbeiterin Dodiks war bisher Ministerpräsidentin der Republika Srpska.
 

Nationalisten aus allen drei Staatsvölkern verhindern Progress im Land

 
Durch das Dayton-Friedensabkommen, das dem dreijährigen Bosnien-Krieg 1995 ein Ende setzte, wurde Bosnien-Herzegowina als kompliziertes Staatsgebilde errichtet. Alle internationalen Bemühungen, es funktionsfähiger zu machen, waren am Widerstand der Nationalisten aus allen drei Staatsvölkern gescheitert.
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