Zwei Tote bei Brand auf Luxus-Liner

Drama in Norwegen

Zwei Tote bei Brand auf Luxus-Liner

Insgesamt sind 262 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Nordlys" der Linie Hurtigruten.

Mindestens zwei Besatzungsmitglieder sind am Donnerstag bei einem Brand auf dem norwegischen Passagierschiff "Nordlys" ums Leben gekommen. Alle 202 Passagiere seien "sicher an Land gekommen", teilte die Reederei Hurtigruten mit. Im Maschinenraum des 122 Meter langen Schiffes der Reederei Hurtigruten war in der Früh kurz vor dem Anlegen in Alesund Feuer ausgebrochen. Österreicher waren laut vorläufigen Informationen des Außenministeriums und von Verkehrsbüro-Ruefa Reisen, das solche Reisen anbietet, nicht an Bord.

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2 Tote bei Brand auf Luxusliner

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    Brand durch  Explosion
    Der Brand ist wahrscheinlich durch eine Explosion im Maschinenraum ausgelöst worden. Wie Sprecher der Polizei und der Feuerwehr am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Alesund erklärten, haben dies erste Ermittlungen ergeben. Die beiden Todesopfer gehörten nach den Behördenangaben zur norwegischen Besatzung. Weiter hieß es, zwei der insgesamt sieben Schwerverletzten hätten schwere Brandverletzungen erlitten. Unter den neun Leichtverletzten seien auch zwei Deutsche gewesen. Sie seien ambulant behandelt worden.

    Über die Zahl von Reisenden verschiedener Nationalitäten unter den 202 Passagieren an Bord machten die Behörden keine Angaben. Die Reederei Hurtigruten hatte zuvor mitgeteilt, dass alle Passagiere sicher an Land gekommen seien.

    Keine Österreicher unter den Verletzten
    Nach Angaben des Sprechers des österreichischen Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, sind keine heimischen Passagiere unter den Verletzten und Toten. Die Reisenden an Bord dürften aus Norwegen, Deutschland, Frankreich, Schweden und den USA stammen.

    Die 122 Meter lange "Nordlys" konnte mit Schlepperhilfe zum Kai von Alesund bugsiert werden. Wegen der gewaltigen Rauchentwicklung ließen die norwegischen Behörden das Zentrum der Kleinstadt vorübergehend evakuieren. Massive Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um den Brand nach dem Anlegen zu löschen.

    Nach dem Ausrufen von Katastrophenalarm in Alesund wurden aus Bergen und anderen westnorwegischen Städten Feuerwehrkräfte herbeigerufen. Spezialisten durchsuchten das Schiffsinnere nach möglicherweise zurückgebliebenen Passagieren. Am frühen Nachmittag hieß es, man habe den Brand unter Kontrolle.

    Die "Nordlys" war nach den Reedereiangaben 1994 in Stralsund vom Stapel gelaufen. Passagiere berichteten Reportern der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, dass die Evakuierung des Schiffes nach dem Brandalarm ohne Panik abgelaufen sei. "Das lief gut ab", sagte die Dänin Benedicte Skovested nach den NTB-Angaben. Man habe die Rauchentwicklung an Deck bemerkt. "Es gab keine Panik. Die Besatzung hat das sehr professionell bewältigt", so die Frau.
     

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