Österreicher zerstörte Syriens Giftgas

Stolz auf Einsatz

Österreicher zerstörte Syriens Giftgas

Hauptmann Peter Glittenberg (41) half bei der Vernichtung syrischer Chemiewaffen.

August 2013: Bei einem Giftgas-Angriff in Syrien sind 1.400 Tote zu beklagen, die USA drohte mit einem Militärschlag.
Vier Monate später begann für Hauptmann Peter Glittenberg (41), Kommandant der ABC-Kompanie in Kor­neuburg (NÖ), sein gefährlichster Einsatz: Er gehörte zum Team der Top-Soldaten, die das Chemiewaffen-Arsenal zerstörten.

Fünf Monate half er in der Zentrale der Giftgas-Inspektoren (OPCW), einen Monat lang agierte er direkt in Syrien. Seine heikle Aufgabe: Er organisierte den Abtransport der Waffen. Jetzt ist Glittenberg heimgekehrt: „1.300 Tonnen Chemikalien wurden abtransportiert. Alle Produktionsstätten, die Syrien offenlegte, sind zerstört“, sagt der Parade-Offizier gegenüber ÖSTERREICH.

Klug: Weiter Einsätze
Ob Syrien noch weitere Chemie-Arsenale betreibt, könne aber auch Glittenberg nicht ausschließen. Verteidigungsminister Gerald Klug: „Trotz des Sparzwangs halte ich an wichtigen politischen Auslandseinsätzen fest.“

ÖSTERREICH: Sie waren fünf Monate in Den Haag und einen Monat in Syrien im Einsatz. War die Mission erfolgreich?
Peter Glittenberg: Die gesamten 1.300 Tonnen Chemie wurden abtransportiert. Alle Produktionsanlagen, die von Syrien offengelegt wurden, sind zerstört. Was noch fehlt, ist der Rückbau dieser Produktionsstätten.

ÖSTERREICH: Was war Ihre Hauptaufgabe?
Glittenberg: Ich war Operationsoffizier in Syrien. Wir haben Chemiewaffen verifiziert, die Zerstörung der Anlagen überwacht, Chemikalien abtransportiert. Die Organisation der Logistik war meine Aufgabe.

ÖSTERREICH: Wie haben Sie den Einsatz empfunden?
Glittenberg: Die Arbeit war herausfordernd. Wir waren nicht in Kampfhandlungen verwickelt, doch der Bürgerkrieg war täglich präsent.



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