Exit-Polls sagen klare Mehrheit im Unterhaus voraus
Die in Japan regierenden Liberaldemokraten (LDP) unter Führung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi steuern bei der Parlamentswahl vom Sonntag auf einen klaren Sieg zu. Die Partei kommt Prognosen des öffentlich-rechtlichen Senders NHK zufolge auf 274 bis 328 der 465 Sitze im Unterhaus. Damit liegt sie deutlich über den für eine Mehrheit notwendigen 233 Mandaten. Die Prognosen basieren auf Nachwahlbefragungen.
Die 64-jährige Takaichi ist seit Oktober Ministerpräsidentin und die erste Frau an der Spitze der japanischen Regierung. Sie hatte wie in Japan üblich auch die Führung der LDP übernommen. Bei den Wählern punktet die rechtskonservative mit ihrem direkten Stil und dem Image einer harten Arbeiterin. Ihre nationalistischen Aussagen und ihr Fokus auf Sicherheitspolitik belasten jedoch die Beziehungen zum mächtigen Nachbarn China. Auf den Finanzmärkten sorgten zudem ihre Versprechen von Steuersenkungen für Unruhe.