Planen die USA und Russland einen Mega-Deal über 12 Billionen Dollar?
Wie berichtet, hat US-Präsident Donald Trump der Ukraine und Russland eine Frist bis Juni gesetzt, um den Krieg zu beenden. „Die Amerikaner schlagen vor, dass die Parteien den Krieg bis Anfang dieses Sommers beenden, und sie werden die Parteien wahrscheinlich genau nach diesem Zeitplan unter Druck setzen“, sagte Selenskyj. Washington hätte „erstmals vorgeschlagen“, dass sich sowohl die ukrainische als auch die russische Delegation in den Vereinigten Staaten treffen, teilte Selenskyj am Samstag in einer Erklärung mit. Das Treffen soll in der kommenden Woche in Miami abgehalten werden.
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Hintergrund für das Ultimatum seien zum einen die Kongresswahlen in den USA, die Anfang November stattfinden. „Die Wahlen sind definitiv wichtiger für sie. Wir sollten nicht naiv sein. Und sie sagen, sie wollen bis Juni alles erledigt haben.“
Der ukrainische Präsident betonte erneut, dass Kiew keine ausschließlich zwischen Moskau und Washington ausgehandelten Vereinbarungen akzeptieren werde, die sein Land beträfen. Eine Vereinbarung, die „über uns, ohne uns“ getroffen worden sei, sei für die Ukraine nicht annehmbar, erklärte er.
Mega-Deal zwischen Putin und Trump?
Laut ukrainischen Geheimdienstquellen will Trump auch deshalb ein rasches Kriegsende, weil er mit Putin einen Mega-Wirtschafts-Deal machen will. Bei diesen ökonomischen Rahmenvereinbarungen geht es um 12 Billionen Dollar, so Selenskyj. Der ukrainische Präsident nennt dies das „Dmitrijew-Paket“, in Anspielung auf den russischen Verhandler Kirill Dmitrijew. Details zum Wirtschaftsabkommen seien ihm nicht bekannt, so Selenskyj. Er befürchte jedenfalls, dass der Deal auf die Kosten der Ukraine gehen könnte. „Wir stellen klar, dass wir keinerlei Abkommen unterstützen werden, die ohne unsere Zustimmung geschlossen werden, selbst wenn es sich nur um potenzielle Abkommen handelt“, so der Präsident.
Die USA und Russland haben sich zu einem Rahmendeal in dieser Höhe bisher nicht geäußert. Bereits in der Vergangenheit wurde befürchtet, dass Moskau und Washington etwa bei der Verwaltung des AKW Saporischschja oder dem Umgang mit Rohstoffen einen Deal machen könnten.