RTL-Flutlichtdrama

Pleite für ÖSV-Asse im Schladming-"Eislaufspektakel"

Zwei Tage nach Fellers Slalom-Coup in Kitzbühel rutschten die ÖSV-Asse beim RTL-Spektakel in Schladming aus. Marco Schwarz belegte beim Sieg von Loic Meillard (SUI) vor Lucas Braathen (BRA/+0,73) und dem Sensations-Franzosen Alban Elezi Cannaferina (+0,90) nur Platz 8 (+1,89).

Über 15.000 Fans sahen Dienstagnacht eine packende Entscheidung auf der, wie die meisten Läufer meinten, eisigsten Piste aller Zeiten. Dabei raste Elezi Cannaferina nach Halbzeit-Platz 8 wie auf Schienen zur Laufbestzeit und hinter Meillard und Braathen sensationell erstmals aufs Podest.

Ebenfalls Grip fand Meillard, der sich mit zweitbesten Zeiten in beiden Durchgängen souverän seinen zweiten Schladming-RTL-Sieg nach der Nacht-Premiere 2023 sicherte.

Saison-Dominator Marco Odermatt (SUI), Siebenter nach dem 1. Durchgang, leistete sich bei seiner erhofften Aufholjagd im zweiten Durchgang Fehler und verpasste als Vierter (+1,26) klar das Podest.

Marco Schwarz fiel von Halbzeit-Platz 4 auf 8 zurück

In die andere Richtung ging's für Alta-Badia-Sieger Schwarz - und zwar von Halbzeit-Platz 4 auf 8. Er sei im zweiten Lauf "nicht ins Fahren gekommen", meinte der Allrounder, der es am Mittwoch im Nachtslalom-Klassiker besser machen will.

Noch schlechter lief es für den bis Dienstag RTL-Weltcup-Zweiten Stefan Brennsteiner, der über Platz 15 (+2,72) nicht hinauskam. Der Traum von der kleinen Kristallkugel ist für den auf Platz 4 abgerutschten Salzburger wohl auch geplatzt.

Zweitbester ÖSV-Läufer am RTL-Eislaufplatz: der für Olympia in Italien nicht qualifizierte Joshua Sturm als Zwölfter (+2,40).

Feller rutschte im letzten Karriere-RTL aus

Ohne spezielles RTL-Training war Manuel Feller zwei Tage nach seinem Slalom-Sieg in Kitzbühel mit dem "Eislaufplatz" überfordert und hatte es mit fast 5 Sekunden Rückstand nicht in die Entscheidung der Top 30 geschafft. Schon vorher hatte der Tiroler gemeint: "Das ist mein letzter Riesentorlauf!"

In Zukunft wird sich Feller voll auf den Slalom konzentrieren. "Vermissen werde ich den Riesentorlauf nicht nach dieser Vorstellung", meinte Feller nach seinem RTL-Abschied am Dienstag in Schladming. Über seine Abschieds-Rutschpartie meinte er: "Ich hab mich zweimal niedergesetzt, aber ich wollte unbedingt unten abschwingen." Das ist ihm unter großem Jubel gelungen. 

Am Mittwoch (17.45/20.45) will der 33-jährige Tiroler wie am Sonntag in Kitzbühel um den Sieg mitfahren und mit dem rot-weiß-roten Double-Gewinn Skigeschichte schreiben.

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