Der Weltcupbewerb der Skispringer am Osloer Holmenkollen ist am Sonntag von schwierigen Windverhältnissen durchgewirbelt worden.
Die Windlotterie gewann der Japaner Tomofumi Naito nach nur einem gewerteten Durchgang 0,1 Punkte vor dem Slowenen Anze Lanisek sowie 1,1 Zähler vor dem Finnen Antti Aalto. Bester Österreicher wurde Stephan Embacher als Sechster, dem 7,2 Punkte auf das Stockerl fehlten. Daniel Tschofenig oder Ryoyo Kobayashi (JPN) verblies es indes komplett.
Wilde Turbulenzen
Embacher kam mit einem Satz über 127,5 m solide durch die böigen Turbulenzen. "Es ist schon eine ziemliche Windpartie. Man kann es besser oder schlechter erwischen. Ich glaube, man kann sich nichts vorwerfen", sagte der Tiroler im ORF-TV. Manuel Fettner (127 m) wurde als zweitbester ÖSV-Adler 13., Stefan Kraft (119,5 m) landete unmittelbar vor dem Vortages-Zweiten Maximilian Ortner (126) auf Rang 19. Jonas Schuster (123,5/35.), Tschofenig (117,5/37.) und Lukas Haagen (116/43.) gingen leer aus.
Für Naito war es der erste Weltcupsieg. Der 33-Jährige war im Weltcup zuvor noch nie am Podest gestanden. Der slowenische Weltcup-Dominator Domen Prevc wurde nach Rang 42 am Samstag diesmal mit einem Sicherheitssprung (127,5 m) Neunter. Zum Abschluss der Weltcup-Saison stehen nun die Skiflug-Bewerbe in Vikersund und Planica auf dem Programm.
Japanischer Doppelerfolg bei Frauen - Eder nur 20.
Gesamt-Weltcupsiegerin Nika Prevc wiederholte an ihrem 21. Geburtstag ihren Samstag-Sieg nicht: Diesen holte etwas überraschend Yuki Ito ebenfalls eine Japanerin, nur 0,5 Zähler vor ihrer Landsfrau Nozomi Maruyama. Letztere verpatzte im zweiten Durchgang die Landung, was ihr den Sieg kostete. Dritte wurde wieder die Norwegerin Anna Odine Ström, die einer neuerlich schwachen Lisa Eder im Kampf um den dritten Gesamtrang wieder Punkte abnahm. "Ich weiß auch nicht, was los ist", rätselte die nach dem ersten Durchgang noch achtplatzierte Eder nach Rang 20 unmittelbar hinter Julia Mühlbacher.