Räuberinnen wollten in den Urlaub

Überfälle

Räuberinnen wollten in den Urlaub

Mit der Beute aus den Überfällen nach Sharm El Sheikh.

Sie hatten zu wenig Geld für einen Urlaub in Ägypten, wollten aber unbedingt dorthin. So fuhr das Trio (ein Liebespärchen und eine Freundin) mit zwei Autos zu einer Tankstelle an der Autobahn in Asten (OÖ). Mit Schleier vor dem Gesicht und augenscheinlich bewaffnet schritten sie zur Tat. Weil sie dabei zu wenig Geld erbeuteten, kam Markus H. (19) auf die Idee, noch eine Tankstelle in seiner Heimatstadt St. Valentin zu überfallen.

Ablenkung
Der 19-Jährige ging hinein, plauderte mit der Angestellten – und schickte seiner Freundin Cornelia (21) und ihrer 16-jährigen Freundin eine SMS, dass jetzt keine anderen Kunden in der Tankstelle wären und sie reinkommen könnten.

Durchschaut
Der zweite Coup hätte durchaus auch geklappt – doch dann beschloss der offenbar nicht sonderlich intelligente Maurer, den „Helden“ zu spielen: Um eine falsche Spur zu legen, setzte er sich in sein Auto und tat so, als ob er die Täterinnen verfolgte. Dann kam er zurück zur Tankstelle. Und die alarmierten Polizisten durchschauten ihn. Er gestand.

Rasch gefasst
Rasch hatten Ermittler auch die jungen Frauen ausgeforscht. Der 19-Jährige und seine Freundin, eine gescheiterte Kurzzeitstudentin, sitzen hinter Gittern. Die 16-jährige bisher Unbescholtene, die in einem betreuten Arbeitslosen- und Ausbildungsprogramm steht, wurde auf freiem Fuß angezeigt: Die Waffen waren nur Softguns, die Überfälle daher kein schwerer Raub. Den Urlaub können die drei jedenfalls fürs erste Mal auf die lange Bank schieben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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