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"Klimaschutz"

Schweden baut doch wieder Atommeiler

Das Parlament beschließt am Donnerstag den Ausstieg vom Ausstieg. Grund sind die "Zwänge des Klimaschutzes".

Schweden steht vor dem Wiedereinstieg in die Atomkraft. Der Reichstag in Stockholm stimmt am Donnerstag über eine entsprechende Initiative von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt ab. Eine Mehrheit für die Zulassung von Reaktor-Neubauten als Ersatz für stillgelegte Anlagen gilt dabei als sicher. Reinfeldt begründet die Initiative zum Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg unter anderem mit den Zwängen des Klimaschutzes.

30 Jahre kein Neubau
Schwedens Bevölkerung hatte 1980 bei einer Volksabstimmung für den kompletten Ausstieg aus der Atomenergie gestimmt. Der Reichstag verabschiedete in der Folge ein Verbot von Reaktor-Neubauten. Seither wurde nur eines von vier Kernkraftwerken stillgelegt. Die drei Anlagen Forsmark, Ringhals und Oskarshamn decken etwa die Hälfte des Strombedarfs im größten Land Skandinaviens. Die andere Hälfte stammt aus Wasserkraftwerken.

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