Rettungsboot in Norwegen

Nach Terror in Norwegen

Schweden verstärkt Sicherheitsvorkehrungen

Bewachung von Gebäuden und Personen sowie Grenzkontrollen.

Schweden hat auf die blutigen Terroranschläge im Nachbarland Norwegen mit der Verstärkung von Sicherheitsmaßnahmen reagiert. Als erstes wurde am Freitagabend die Bewachung von Regierungsmitgliedern, Regierungsgebäuden sowie der norwegischen Botschaft in Stockholm erhöht. In der Nacht und in der Früh kontrollierten Sicherheitsbeamte vor allem an der Grenze zu Dänemark bei der Ausreise.

   Kontrolliert wurden nach Angaben mehrere schwedischer Medien sowohl Land- als auch Schiffsreisende an der Öresundbrücke bei Malmö sowie in den Fährterminals von Trelleborg und Helsingborg. Außerdem wurden nach Polizeiangaben auch die Passagiere eines nach Bagdad fliegenden Flugzeugs auf dem Malmöer Flughafen kontrolliert. Auch in anderen Teilen Schwedens seien ins Ausland Reisende kontrolliert worden, sagte ein regionaler Polizeisprecher laut der schwedischen Nachrichtenagentur TT.

   Die Sprecherin der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo, Sirpa Franzen, bestätigte auf Anfrage der APA am Samstag, dass derartige Maßnahmen im Zusammenwirken mit dem norwegischen Sicherheitsdienst und der schwedischen Kriminalpolizei bewerkstelligt wurden. Franzen schloss eine Erhöhung der allgemeinen Terrorwarnstufe nicht aus. Diese liegt derzeit seit einer Erhöhung Anfang Oktober 2010 unverändert auf der Stufe drei von fünf möglichen.

   Nach einer ersten Beurteilung der Lage entschied man sich in Stockholm laut Franzen, die Warnstufe unverändert zu lassen. Das Bedrohungsbild Schwedens werde jedoch weiterhin fortlaufend analysiert. Es könnte daher durchaus noch zu einer Erhöhung der Warnstufe kommen, sagte die Sprecherin.
 



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