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Selbstmord von 102-Jährigem Japaner

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Der Mann musste nach der Nuklearkatastrophe sein Dorf verlassen.

Weil er nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sein Dorf verlassen sollte, hat sich ein 102 Jahre alter Mann offenbar das Leben genommen. Der älteste Bewohner des 40 Kilometer von dem Unglücks-AKW entfernt gelegenen Dorfes Iitate sei kurz vorher von seiner Familie über die anstehende Evakuierung unterrichtet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji am Donnerstag unter Berufung auf Behördenvertreter.

Diese vermuteten, dass er aus Verzweiflung darüber, aus seinem Haus zu müssen, Selbstmord beging. Ein Behördenmitarbeiter bestätigte den Tod des Mannes. Es sei aber nicht sicher, ob er sich tatsächlich das Leben genommen habe.

Iitate ist eine von fünf Ortschaften außerhalb der bereits geltenden 20-Kilometer-Evakuierungszone, deren Räumung die japanische Regierung am Montag angeordnet hatte. Die Regierung hält diesen Schritt angesichts der möglichen gesundheitlichen Folgen einer langfristigen Strahlenbelastung für notwendig. Seit dem Beginn der Atomkatastrophe in Folge der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vom 11. März haben bereits zehntausende Menschen in der Umgebung des havarierten Meilers ihre Häuser räumen müssen.

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