Slowakei entsendet wieder Soldaten in den Irak

Nach elf Jahren

Slowakei entsendet wieder Soldaten in den Irak

Regierungschef Fico hatte in der Vergangenheit den Irakkrieg der USA stets kritisiert.

Die slowakische Regierung hat am Mittwoch beschlossen, zum ersten Mal seit elf Jahren wieder Soldaten in den Irak zu schicken. Das kleine Kontingent von 25 Mann soll im Rahmen der dort bestehenden NATO-Mission ausschließlich Trainings- und Beratungsaufgaben für die irakischen Streitkräfte erfüllen, wie es im Regierungsbeschluss heißt.

Zu den besonderen Aufgabenbereichen der Slowaken soll beispielsweise das Minenräumen gehören, weil die Slowakei dafür über Spezialisten im Rahmen der NATO verfügt.

Der sozialdemokratische Regierungschef Robert Fico hatte in der Vergangenheit den Irakkrieg der USA stets kritisiert. Seinen ersten Wahlsieg im Jahr 2006 verdankte er auch dem Versprechen, die von der Vorgängerregierung in den Irak entsandten Soldaten unverzüglich zurückzuholen. Seit 2016 führt Fico seine bereits dritte Regierung. Sie plant die größten Rüstungsankäufe seit der Unabhängigkeit des Landes, um die Armee moderner zu machen und besser an NATO-Standards anzupassen. Die Slowakei ist seit 2004 NATO-Mitglied.
 

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