Snowden beantragt Asyl in Russland

Erkauftes Schweigen?

Snowden beantragt Asyl in Russland

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Kremlchef Wladimir Putin hatte dem US-Bürger unter Bedingungen Asyl angeboten.

Der Asyl-Antrag des von den USA per Haftbefehl gesuchten IT-Spezialisten Edward Snowden in Russland könnte den Fall nach Einschätzung des ecudorianischen Präsidenten Rafael Correa "endgültig regeln". "Nach meiner Ansicht könnte die Lage von Herrn Snowden durch den Antrag an die russische Regierung abschließend geklärt werden", sagte Correa am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Ecuador hatte sich zuvor zur Prüfung eines Asylantrags Snowdens bereiterklärt - sobald er sich auf dem Staatsgebiet des südamerikanischen Landes aufhalte.

Putin:
Bedingungen für Snowdens Bleiberecht 
Snowdens Antrag auf politisches Asyl in Russland wurde nach offiziellen russischen Angaben am Sonntagabend eingereicht. Präsident Wladimir Putin bot dem 30-Jährigen ein Bleiberecht an, stellte jedoch als Bedingung, dass Snowdens nicht länger für die USA schädliche Informationen verbreiten dürfe.

Ärger über Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange
Correa zeigte sich verärgert über Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange, der sich seit einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London aufhält. Er habe Außenminister Ricardo Patiño damit beauftragt, Assange zu übermitteln, dass er nicht für Ecuador sprechen könne, sagte Correa. Assange hatte nach einem Telefonat von US-Vizepräsident Joe Biden mit Correa gesagt, die USA übten auf Ecuador Druck aus. "Was weiß er über den Anruf von Joe Biden?", fragte Correa. Obwohl Assange darüber nichts wissen könne, habe er sich dazu geäußert. Bidens Anruf sei jedoch "sehr freundlich, sehr höflich" gewesen.

Der Australier Assange harrt seit einem Jahr in Ecuadors Botschaft in London aus, um seiner Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Die ihm dort zur Last gelegten Sexualdelikte nennt der Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks vorgeschoben. Er fürchtet, letztlich an die USA ausgeliefert zu werden. Dort droht Assange wegen Geheimnisverrats eine lebenslange Haftstrafe. Bis auf Weiteres kann er die Botschaft nicht verlassen, da ihm sonst die Festnahme durch die britische Polizei droht.

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