Reisedokument für Snowden: Konsul bestraft

Causa Snwoden

Reisedokument für Snowden: Konsul bestraft

Ecuador bestraft den Diplomaten, der Snowden sicheres Geleit zusicherte.

Die ecuadorianische Regierung hat eine Bestrafung jenes Diplomaten angekündigt, der dem US-Geheimdienstaufdecker Edward Snowden sicheres Geleit zugesichert und ihm damit die Ausreise aus Hongkong ermöglicht hatte. "Dieser Konsul hat seine Kompetenzen überschritten und wird sanktioniert", sagte der ecuadorianische Präsident Rafael Correa bei seiner wöchentlichen Pressekonferenz in der Stadt Aromo. Das Dokument sei ohne Erlaubnis der Regierung in Quito ausgestellt worden und daher ungültig.

Konsul stellte Snowden Reisedokument aus
Der spanischsprachige US-Fernsehsender Univison hatte diese Woche berichtet, dass der Konsul Ecuadors in London, Fidel Narvaez, dem NSA-Informanten ein Reisedokument ausgestellt habe. Nur so konnte er von Hongkong nach Moskau fliegen, wo er nun im Transitbereich des Flughafens festsitzt. Die US-Behörden, die Snowden per Haftbefehl suchen, haben nämlich den Reisepass des "Verräters" für ungültig erkärt.

Sympathie für das Handeln des Diplomaten
Correa ließ jedoch Sympathie für die Handlungen des Diplomaten erkennen. Er habe offenbar aus "Verzweiflung" angesichts der drohenden Festnahme Snowdens gehandelt.

Snowden hat einen Asylantrag in Ecuador stellen lassen, doch will das lateinamerikanische Land diesen nur behandeln, wenn der 30-jährige US-Amerikaner persönlich in das Land einreist.
 

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