Soll Charlie (11 Monate) leben oder sterben?

Unheilbar krank

Soll Charlie (11 Monate) leben oder sterben?

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Klinik will Maschinen abstellen – Eltern ziehen vor Gericht

Nach Papst Franziskus hat sich nun auch US-Präsident Donald Trump zum Fall des unheilbar kranken Säuglings Charlie aus Großbritannien geäußert. "Wenn wir dem kleinen #CharlieGard helfen können, (...) würden wir uns sehr freuen, das zu tun", schrieb Trump am Montag auf Twitter. Unklar war allerdings, worin diese Hilfe bestehen könnte.

Vatikan würde Baby aufnehmen

Das vatikanische Kinderkrankenhaus "Bambino Gesu" hat sich bereit erklärt, das unheilbar erkrankte britische Baby Charlie aufzunehmen. Das gab die Präsidentin des Spitals, Mariella Enoc, laut Medienangaben vom Montag bekannt.

Sie habe sich mit der Leitung des Londoner "Great Ormond Street Hospital" in Verbindung gesetzt, um zu klären, ob das kranke Kind nach Rom gebracht werden könnte, sagte Enoc. Sie sei sich der Tatsache bewusst, dass der Fall hoffnungslos sei. "Wir sind jedoch bereit, Baby Charlie für die Lebenszeit aufzunehmen, die ihm noch bleibt", sagte Enoc. Das "Bambino Gesu" gilt als eines der besten Kinderkrankenhäuser der Welt.

Maschinen abschalten
In dem Fall ist bereits höchstrichterlich entschieden worden: Die Maschinen, die das Baby am Leben halten, sollen bald abgeschaltet werden. Der zehn Monate alte Bub leidet an einer seltenen genetischen Erkrankung und liegt mit irreversiblen Gehirnschäden in einem Krankenhaus in London. Seine Eltern wollten das Kind für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Die behandelnden Ärzte sind dagegen überzeugt, dass die Therapie nicht helfen würde. Sie forderten deshalb, die Behandlung einstellen zu dürfen, weil sie fürchten, dass der Bub unnötig leidet.

Das Oberste Gericht Großbritanniens gab den Ärzten Recht. Auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg waren Charlies Eltern Anfang vergangener Woche gescheitert. Die Abschaltung der Maschinen, die ihn am Leben halten, war ursprünglich für Freitag geplant, wurde jedoch auf Wunsch der Eltern verschoben und wird nun in den kommenden Tagen erwartet. Papst Franziskus hatte am Wochenende für die Eltern des Kleinen gebetet und den Wunsch geäußert, dass diese ihn bis zum Ende begleiten dürfen.
 

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