Ein heftiges Erdbeben hat den Südpazifik erschüttert. Obwohl keine unmittelbare Tsunami-Gefahr besteht, schlagen die Behörden Alarm und fordern die Bevölkerung zu Vorsichtsmaßnahmen auf.
In der Nähe des Inselstaates Tonga hat sich am Dienstag ein starkes Erdbeben ereignet. Laut der US-Erdbebenwarte USGS erreichte es eine Stärke von 7,5.
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Das Beben fand jedoch in großer Tiefe von rund 229 Kilometern statt.
Keine Tsunami-Warnung – dennoch Alarm
Schäden oder Verletzte sind laut USGS nicht zu erwarten. Auch das US-Tsunami-Warnsystem gab keine Warnung heraus. Dennoch riefen die Behörden die Bevölkerung dazu auf, sich vorsorglich in Evakuierungszentren zu begeben.
Behörden raten zu Notfall-Vorsorge
Der Katastrophenschutz empfiehlt den Menschen, ein Notfallgepäck für mindestens 72 Stunden bereitzuhalten. Dazu zählen Wasser, Lebensmittel, Medikamente, wichtige Dokumente und grundlegende Ausrüstung. Zudem sollen sich Betroffene laufend über verlässliche Quellen informieren, bis eine sichere Rückkehr möglich ist.
Zum Archipel Tonga gehören rund 170 Inseln, die etwa 2.300 Kilometer nordöstlich von Neuseeland im Pazifik liegen. Die Region ist bekannt für ihre hohe seismische Aktivität.
Erinnerung an Vulkan-Katastrophe 2022
Erst Anfang 2022 sorgte der Ausbruch des unterseeischen Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha"apai weltweit für Schlagzeilen. Dabei wurde eine gigantische Asche- und Gaswolke kilometerhoch in die Atmosphäre geschleudert.
Forscher stellten später fest, dass es sich um die höchste jemals gemessene Aschewolke handelte, die sogar bis in die Mesosphäre vordrang. Die gewaltige Eruption löste zudem Tsunami-Wellen aus und bedeckte Teile von Tonga mit einer dichten Ascheschicht.