Griechenland

Tausende protestieren in Athen gegen EZB-Kurs

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Notenbankchef Draghi wird vorgeworfen, "das Spiel von Merkel zu spielen"

Tausende Menschen haben am Donnerstagabend in Athen gegen den verschärften Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen Griechenland protestiert. Die Demonstration vor dem Parlamentsgebäude stand unter dem Motto: "Wir lassen uns nicht erpressen, wir haben keine Angst, wir siegen". Teilnehmer warfen EZB-Chef Mario Draghi vor, "das Spiel von (Bundeskanzlerin Angela) Merkel zu spielen".

Volk will nicht nachgeben
Das griechische Volk werde nicht nachgeben, hieß es. Auch in anderen griechischen Städten fanden ähnliche Demonstrationen statt, wie das griechische Fernsehen (NERIT) weiter berichtete.

Erhöter Druck auf Regierung
Die EZB hatte am Vorabend den Druck auf die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras erhöht. Sie kippte eine Sonderregelung, wonach griechische Staatsanleihen bisher als Sicherheit für weitere Kredite der Notenbank genutzt werden konnten. Ab 11. Februar soll dies nun nicht mehr möglich sein. Es sei nicht sicher, dass die Überprüfung von Athens Spar- und Reformprogramm erfolgreich abgeschlossen werden könne, hieß es zur Begründung. Die griechischen Banken müssen am 11. Februar zu höheren Kosten Notfallkredite über die griechische Notenbank in Anspruch nehmen.
 

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