Teenager von Sekte zu Tode geprügelt

Gerichtsverfahren

Teenager von Sekte zu Tode geprügelt

Stundenlang ausgepeitscht und in den Bauch geschlagen.

Nach den tödlichen Schlägen auf einen Jugendlichen in einer christlichen Sekte im US-Bundesstaat New York hat der Bruder des Opfers vor Gericht über die Gewaltorgie ausgesagt. Der 17-Jährige berichtete am Mittwoch in der Kleinstadt New Hartford, wie seine Eltern und andere Sektenmitglieder ihn und seinen 19-jährigen Bruder mit einem Kabel ausgepeitscht und in den Bauch geschlagen hätten.

Bestrafung

Offenbar sollten die Teenager bestraft werden, weil sie die Sekte verlassen wollten. Der Pastor der "Word of Life Christian Church" habe sie nach dem sonntäglichen Gottesdienst gebeten, länger zu bleiben, sagte Christopher. Dann hätten ihre Eltern, ihre Halbschwester und drei weitere Sektenmitglieder auf sie eingeprügelt. Die Tortur habe von Sonntagabend bis Montag um 3.00 Uhr früh gedauert. Nach den Schlägen habe er sich mehrfach übergeben, kaum atmen können und sei mit geschlossenen Augen auf dem Boden gelegen. Lucas starb später im Krankenhaus, Christopher befindet sich in der Obhut der Behörden.

Eltern als Peiniger

Dem 65-jährigen Vater und der 59-jährigen Mutter wird die Tötung des 17-Jährigen vorgeworfen, den anderen mutmaßlich Beteiligten Körperverletzung. Über die Anklage muss nun eine sogenannte Grand Jury aus Laienrichtern entscheiden. Alle sechs Verdächtigen erklären sich für nicht schuldig. Die "Word of Life Christian Church" wurde in den 80er Jahren gegründet. Sie hat rund 40 Mitglieder, darunter mehrere Kinder.

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