Tödlicher Horror-Crash: Red-Bull-Enkel entzieht sich Strafe

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Tödlicher Horror-Crash: Red-Bull-Enkel entzieht sich Strafe

Über vier Jahre nach tödlichem Unfall noch immer kein Prozess.

Unfassbar: Vorayuth Yoovidhya entzieht sich seit Jahren erfolgreich der Justiz. Schon wieder ist der Enkel des Red-Bull-Erfinders Chaleo Yoovidhya nicht bei der Staatsanwaltschaft in Bangkok erschienen.

Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "vordringlichen Fall". Der Enkelsohn und Erbe eines Milliardenvermögens ist angeklagt, vor über vier Jahren mit seinem Ferrari einen Motorrad-Streifenpolizisten überfahren und dessen Leiche bei der Flucht noch hundert Meter mitgeschleift zu haben. Er ist noch nie vor Gericht erschienen.

Die thailändischen Behörden verteidigten sich erst 2016 gegen Vorwürfe, ein Strafverfahren gegen den Enkelsohn von Red-Bull-Mitbegründer Chaleo Yoovidhya in aller Stille beerdigt zu haben. Der Polizeichef von Bangkok versicherte damals, das Verfahren gegen Vorayuth Yoovidhya dauere an. "Wir wissen nicht, wo er ist, aber wir werden ihn finden", sagte Sanit Mahatha-vorn.

Vorayuth Yoovidhya lebt die meiste Zeit in Singapur. Zwar reiste er mehrmals nach Thailand, blieb aber trotz eines Haftbefehls bis heute unbehelligt. Obwohl ein Teil der Vorwürfe gegen ihn inzwischen verjährt ist, drohen ihm immer noch zehn Jahre Haft wegen der tödlichen Folgen seiner Fahrweise.

Lange Zeit hatte sich die Öffentlichkeit damit abgefunden, dass der "Boss", wie Vorayuth seit dem Tod seines Großvaters genannt wird, wahrscheinlich nie zur Rechenschaft gezogen wird. Doch der jüngste Fall eines Unternehmersohns, der mit seinem Mercedes in einen anderen Wagen gerast und dabei zwei Studenten getötet hatte, sorgte für neues Interesse am Schicksal des Red-Bull-Erben.

Für weiteren Ärger sorgten Berichte der lokalen Medien, wonach die Ermittlungen bewusst verschleppt wurden. Das Gefühl vieler Thailänder, Opfer eines Zwei-Klassen-Strafrechts zu sein, vertiefte sich. "Reiche und einflussreiche Leute kommen nicht ins Gefängnis. In Haft kommen nur die Armen", beklagte sich dazu ein Internetnutzer auf dem Netzwerk Pantip.



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