Live-Ticker

Versteckt sich der Ober-Mullah in Moskau?

Alle aktuellen Entwicklungen zum Iran-Krieg lesen Sie hier im LIVE-Ticker.

Es ist Tag 17 im Krieg zwischen dem Iran und den USA und Israel. Der Iran hat erneut die Vereinigten Arabischen Emirate angegriffen. Laut dem Verteidigungsministerium sei die Luftabwehr dabei  Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen. Zuvor gab es weitere iranische Angriffe auch auf andere Golfstaaten.

Unterdessen zog US-Präsident Trump in Zweifel, ob der neue Oberste Führer des Iran Mojtaba Khamenei "überhaupt noch am Leben" sei. "Ich weiß nicht, ob er überhaupt noch lebt. Bisher war niemand in der Lage, ihn zu zeigen [...] Das Einzige, was präsentiert wird, ist das Verlesen einer sogenannten Erklärung von ihm", zitiert "Daily Mail" ein Trump-Interview mit dem Sender "NBC".

Der iranische Außenminister Abbas Araqchi trat indes Spekulationen über den gesundheitlichen Zustand des neuen Obersten Führers Mojtaba Khamenei entgegen. Araqchi sagte im Interview mit MS Now, es gebe "kein Problem" mit Khamenei. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag gesagt, Khamenei sei verwundet und wahrscheinlich entstellt worden.

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 23:34

Iran hebt Mindestlohn an

Inmitten des Iran-Kriegs hat die Führung in Teheran eine deutliche Anhebung des Mindestlohns angekündigt. Der Mindestlohn solle um gut 60 Prozent steigen, teilte das iranische Arbeitsministerium am Sonntag laut dem Bericht staatlicher Medien mit. Auch die Unterstützung für Familien mit Kindern solle in ähnlichem Umfang erhöht werden.

 22:25

Hoffnung für Straße von Hormuz?

Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Straße von Hormuz ausgetauscht. Masoud Pezeshkian telefonierte Sonntagabend mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details wurden nicht bekannt. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.

 21:38

Netanyahu lacht über Todesgerüchte

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat sich über Internet-Gerüchte über seinen angeblichen Tod lustig gemacht. Er könnte lediglich "für einen Kaffee sterben", sagte Netanyahu sarkastisch in einem am Sonntag auf seinem X-Konto veröffentlichten Video - und bekommt umgehend einen Kaffee gereicht. Dann hob der Regierungschef seine Hände vor die Kamera und fragte: "Wollt ihr die Finger zählen?" Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Sonntag gedroht, Netanyahu zu töten.

 20:59

500 Spione geschnappt

Im Iran wurden nach Angaben der Polizei rund 500 Menschen wegen Spionagevorwürfen festgenommen. Ihnen werde zur Last gelegt, Informationen an Feinde weitergegeben zu haben, sagte Polizeichef Ahmad-Reza Radan. In der Hälfte der Fälle handle es sich um schwere Fälle. Dazu zählten die Übermittlung von Zieldaten für Angriffe sowie das Filmen von Einschlagstellen.

 20:58

Wieder massive Angriffe

In der iranischen Hauptstadt Teheran haben Medien eine neue Angriffswelle gemeldet. Im Stadtzentrum nahe der Revolutionsstraße sei die Flugabwehr im Einsatz, berichtete das Onlineportal "Hammihan" auf Telegram. In sozialen Medien berichteten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über zahlreiche Explosionen in mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole. Laut den Eintragungen im Internet sollen Kampfjets und Drohnen am Himmel zu hören gewesen sein.

"Geräusch von vier relativ starken Explosionen. Es regnet stark und es ist nicht klar, wo sie eingeschlagen sind", hieß es in einem Post. Die Bevölkerung ist nun seit mehr als zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Nachrichten dringen folglich nur schwer nach außen. Am Sonntag meldete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks zudem den Einbruch von Verbindungen bei einem der letzten Telekommunikationsnetzwerke.

 19:39

Wo steckt der Ober-Mullah?

Um den Verbleib von Mojtaba Khamenei gibt es derzeit wilde Spekulationen. Einem Medienbericht zufolge soll der schwer verletzte 56-Jährige zur medizinischen Behandlung nach Moskau gebracht worden sein.

Der 56-jährige Sohn des verstorbenen Mullah-Diktators Ali Chamenei wurde laut der kuwaitischen Zeitung "Al-Jarida" unter strengster Geheimhaltung evakuiert. Russlands Präsident Wladimir Putin habe der iranischen Führung die Hilfe persönlich angeboten.

Geheim-OP in russischem Palast

Khamenei soll mit einer Militärmaschine nach Moskau geflogen worden sein, wo Spezialisten eine erfolgreiche Operation durchführten. Die weitere Behandlung findet demnach aktuell in einem Spezialkrankenhaus innerhalb eines der Präsidentenpaläste statt. Während der Aufenthaltsort in Russland für Aufsehen sorgt, gibt es auch Gerüchte über die jüngsten Lebenszeichen des Iraners.

 18:20

Der Iran entscheidet über die Zukunft der Energiemärkte

Als der saudi-arabische Ölkonzern Aramco seinen Kunden diese Woche mitteilt, er wisse nicht, von welchem Hafen aus die April-Exporte verschifft würden, legt er eine neue Realität offen. Nicht die USA, sondern der Iran hält den Schlüssel zum Öffnen der globalen Energiemärkte in der Hand. "Ich kann auch gleich den Iran anrufen, um herauszufinden, wann dieser Krieg endet, damit ich mein Öl bekomme", sagt ein regelmäßiger Abnehmer saudischen Öls nach Erhalt des Schreibens.


Dies spiegelt die wachsende Überzeugung wider, dass zwar die USA und Israel den Krieg jederzeit für beendet erklären könnten. Demnach hat aber der Iran das letzte Wort über die Dauer der Krise. Die Internationale Energieagentur (IEA) spricht hier von der schwersten Störung der Öl- und Gasversorgung aller Zeiten.

 17:32

IEA: Mehr als 400 Mio Barrel Öl aus Reserven in Kürze frei

Die weltweiten Ölreserven werden der Internationalen Energiebehörde (IEA) in Kürze freigegeben. Öl aus den Lagerbeständen in Asien und Ozeanien sei ab sofort verfügbar, teilt die IEA mit. Öl aus Europa und den Amerikas folge Ende März. Bei den geplanten Mengen handle es sich bei 72 Prozent um Rohöl und bei 28 Prozent um Ölprodukte. Zugesagt seien 271,7 Millionen Barrel aus staatlichen Reserven und 116,6 Millionen Barrel aus vorgeschriebenen Industriebeständen.

 16:38

Heftige Angriffe im Krieg im Nahen Osten dauern an

Mehr als zwei Wochen nach Beginn des Kriegs im Nahen Osten dauern die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und Israel sowie dem Iran an. Teheran nahm unter anderem US-Stützpunkte in der Region ins Visier. Zudem kam es zu Einschlägen im Großraum Tel Aviv, unter anderem in Bnei Brak, Ramat Gan und Tel Aviv selbst. Es handelte sich um einen der Tage mit den intensivsten Angriffen aus dem Iran seit Kriegsbeginn.


Auch Israels Norden kam erneut unter Beschuss aus dem Iran und dem Libanon. Die israelische Armee teilte am Sonntagmorgen mit, es seien Raketen vom Iran aus auf Israel abgefeuert worden. Nach Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen. Anschließend berichtete das israelische Nachrichtenportal "ynet", auch aus dem Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden. Ein Teil davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden und der Rest in offenen Gebieten eingeschlagen.


Die israelische Armee wiederum startete eine weitere breit angelegte Angriffswelle auf den Iran. Es sei Infrastruktur des iranischen Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.

 15:35

Acht Polizisten bei israelischem Angriff im Gazastreifen getötet

Bei einem israelischen Angriff auf ein palästinensisches Polizeiauto im Gazastreifen sind nach Angaben von Medizinern acht Polizeibeamte getötet worden. Der tödliche Angriff habe sich in Al-Sawaida im Zentrum des Palästinensergebiets ereignet, erklärte das Al-Aqsa-Krankenhaus in der Stadt Gaza am Sonntag.


Das von der radikalislamischen Hamas geleitete Innenministerium bestätigte die Zahl der Todesopfer. Unter ihnen befand sich demnach der Polizeichef im Zentrum des Gazastreifens.


Trotz einer seit Oktober geltenden Waffenruhe im Gaza-Krieg gibt es immer wieder Angriffe und Gewalt in dem Palästinensergebiet. Auslöser des Krieges war der Großangriff der Hamas und anderer islamistischer Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023.

 15:08

"Direkte" Kämpfe mit Israel im Südlibanon

Die vom Iran unterstützte Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon "direkte" Kämpfe mit der israelischen Armee. Die Kämpfe in der südlibanesischen Stadt Chiam hätten am Samstagabend begonnen, teilte die Miliz mit. Es seien "leichte und mittelschwere Waffen sowie Raketengeschosse" zum Einsatz gekommen. Zudem griff die Miliz nach eigenen Angaben israelische Soldaten in drei Grenzdörfern an. Bei israelischen Luftangriffen gab es erneut mehrere Tote.


Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah war nach Beginn des Iran-Kriegs wieder eskaliert. Seit der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei bei den US-israelischen Angriffen feuert die Hisbollah Raketen auf Israel ab. Israel beschießt immer wieder Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor.


Das US-Nachrichtenportal "Axios" berichtete am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise in Israel und den USA, Israel plane eine großangelegte Bodenoffensive im Libanon mit dem Ziel, das gesamte Gebiet südlich des Flusses Litani einzunehmen. Israel hat die Menschen in dem Gebiet, das mehrere hundert Quadratkilometer umfasst, bereits zur Evakuierung aufgerufen.

 13:35

Israel dementiert Bericht über Knappheit von Abwehrraketen

Der israelische Außenminister Gideon Saar hat einen Medienbericht dementiert, demzufolge Israel die USA über eine befürchtete Knappheit an Abwehrraketen im Iran-Krieg informiert haben soll. Bei einem Solidaritätsbesuch in der arabischen Ortschaft Sarsir im Norden Israels verneinte Saar eine entsprechende Frage eines Journalisten. Bei einem iranischen Raketenangriff waren in dem Ort in der Nacht auf Freitag 58 Menschen verletzt worden.


Das US-Nachrichtenportal Semafor hatte am Samstag unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Israel habe die USA diese Woche darüber informiert, dass Abfangraketen für ballistische Raketen im Krieg mit dem Iran "kritisch knapp" würden.


Saar äußerte sich zudem mit Blick auf die Angriffe im Libanon und die Raketenangriffe durch die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz auf Israel. Es seien in den nächsten Tagen keine direkten Gespräche mit dem Libanon geplant. "Wenn die libanesische Regierung und die libanesische Armee etwas verändern wollen, sollten sie etwas unternehmen, um die Angriffe der Hisbollah von libanesischem Gebiet aus zu stoppen", sagte Saar.

 12:35

Iran warnt andere Länder vor Ausweitung des Krieges

Irans Außenminister Abbas Araghchi hat andere Länder vor Maßnahmen gewarnt, die zu einer Ausweitung des Krieges seines Landes gegen die USA und Israel führen könnten. Er wies auch Gerüchte über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers seines Landes, Mojtaba Khamenei, zurück. Khamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte Araghchi laut der Nachrichtenagentur Irna. Es gebe auch keine Spaltung innerhalb der Regierung oder des Militärs.


Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Khamenei nach ihren Kenntnissen verletzt sei. Details wurden nicht genannt. Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran vor einer Woche hat sich Mojtaba Khamenei nicht öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel.


In einem Telefonat mit dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot forderte Araghchi am Sonntag nach Angaben seines Ministeriums andere Staaten auf, "von jeder Aktion abzusehen, die zu einer Eskalation und Ausweitung des Konflikts führen könnte".


Seine Äußerungen erfolgten, nachdem US-Präsident Donald Trump am Samstag gefordert hatte, andere Staaten sollten Kriegsschiffe zum Schutz der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Straße von Hormuz entsenden. Trump nannte unter anderem China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien.

 12:33

Libanon: Mindestens vier Tote bei israelischen Luftangriffen

Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur am Sonntag berichtete, beschoss Israel in der Nacht unter anderem eine Wohnung in einem Wohnhaus in der Nähe von Sidon, der größten Stadt im Südlibanon. Dabei sei ein Mensch getötet worden. Bei einem Angriff auf das weiter südlich gelegene Dorf Katrani gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums drei Tote.


Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde durch den Angriff bei Sidon das dritte Stockwerk des Gebäudes zerstört. Die Feuerwehr bekämpfte einen Brand. Die Bewohner umliegender Häuser flohen aus ihren Wohnungen. In Sidon befindet sich das größte palästinensische Flüchtlingslager im Libanon, Ain al-Hilweh. Dort hatte Israel nach eigenen Angaben zuvor Angriffe gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas geflogen, die mit der libanesischen Hisbollah-Miliz verbündet ist.

 11:29

MotoGP-Rennen in Katar wegen Iran-Konflikts verschoben

Der Große Preis von Katar in der Motorrad-Weltmeisterschaft ist wegen des Iran-Konflikts verschoben worden. Als neuen Termin nannten die zuständigen Behörden und der Weltverband FIM den 8. November. Ursprünglich sollte auf dem Lusail International Circuit Mitte April gefahren werden. Das Rennen in Portimao (Portugal) findet nun am 22. November statt, das Saisonfinale in Valencia (Spanien) am 29. November.


Die Entscheidung sei mit dem Ziel getroffen worden, "die Sicherheit, das Wohlergehen und die Durchführung der Veranstaltung auf höchstem Niveau für alle Teilnehmer und Besucher zu gewährleisten", hieß es in einer Mitteilung. MotoGP-Geschäftsführer Carmelo Ezpeleta erklärte: "Wir sind zuversichtlich, dass der aktualisierte Zeitplan es uns ermöglichen wird, die Qualität der Meisterschaft zu wahren und den Fans gleichzeitig eine außergewöhnliche Rennsaison zu bieten."

 11:28

Irak will zu WM-Play-off-Spiel antreten

Die Fußball-Nationalmannschaft des Irak drängt nicht mehr auf eine Verlegung des Play-off-Spiels für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Wie Verbandspräsident Adnan Dirjal in einem Statement sagte, wird das Team in einem Privatflugzeug nach Mexiko reisen, um dort in der Nacht auf 1. April gegen Bolivien oder Suriname um einen der letzten Startplätze für die WM im Sommer anzutreten.


"Wir müssen uns auf das Spiel konzentrieren und uns darauf vorbereiten. Wir haben ein Ziel: die Qualifikation für die Weltmeisterschaft", sagte Dirjal. "Deshalb konzentrieren sich der irakische Fußballverband und der Trainerstab darauf, den Spielern alle geeigneten Bedingungen zu bieten, damit sie sich auf dieses Spiel konzentrieren und den Traum der irakischen Fans verwirklichen können."


Infolge des Iran-Konflikts hatte sich der Verband zuvor für eine Verlegung der Begegnung starkgemacht. Mittlerweile ist der nationale Verband mit der FIFA im Austausch und erhält Unterstützung, um antreten zu können. Für den Irak wäre es in den USA, Kanada und Mexiko nach 1986 erst die zweite Teilnahme am größten Fußballturnier der Welt.

 11:28

Irak besorgt über Drohnenangriffe nahe Gefängnis mit IS-Insassen

Die irakische Regierung hat sich besorgt über Drohnenangriffe am Flughafen von Bagdad und in der Nähe eines benachbarten Gefängnisses mit inhaftierten IS-Kämpfern geäußert. Einschläge nahe dem Gefängnis Al-Karch weckten "Befürchtungen um die Sicherheit des Gefängnisses, in dem terroristische Hochrisiko-Häftlinge einsitzen", erklärte ein Sprecher des Justizministeriums am Sonntag.


Seit Beginn des Iran-Kriegs beschießen pro-iranische bewaffnete Gruppen immer wieder US-Einrichtungen im Irak. Auch der Flughafen von Bagdad, wo sich eine diplomatische Vertretung der USA befindet, wird dabei angegriffen.


Das Gefängnis Al-Karch war früher ein Gefangenenlager der US-Armee mit dem Namen Camp Cropper. Es gehört zum weitläufigen Bagdader Flughafenkomplex und beherbergt derzeit rund 5.700 mutmaßliche Kämpfer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die in den vergangenen Monaten aus Syrien in den Irak verlegt worden waren.

 10:38

Libanon: Mindestens vier Tote bei israelischen Luftangriffen

Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur am Sonntag berichtete, beschoss Israel in der Nacht unter anderem eine Wohnung in einem Wohnhaus in der Nähe von Sidon, der größten Stadt im Südlibanon. Dabei sei ein Mensch getötet worden. Bei einem Angriff auf das weiter südlich gelegene Dorf Katrani gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums drei Tote.


Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde durch den Angriff bei Sidon das dritte Stockwerk des Gebäudes zerstört. Die Feuerwehr bekämpfte einen Brand. Die Bewohner umliegender Häuser flohen aus ihren Wohnungen. In Sidon befindet sich das größte palästinensische Flüchtlingslager im Libanon, Ain al-Hilweh. Dort hatte Israel nach eigenen Angaben zuvor Angriffe gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas geflogen, die mit der libanesischen Hisbollah-Miliz verbündet ist.


Die israelische Armee erklärte, die Angriffe am Sonntag hätten sich gegen mehrere Abschussvorrichtungen für Raketen gerichtet, "von denen aus Hisbollah-Terroristen unmittelbar Raketen auf Israel abschießen wollten". Die pro-iranische Hisbollah erklärte ihrerseits am Sonntagmorgen, sie habe mehrere Gruppen israelischer Soldaten in Dörfern nahe der Grenze beschossen.

 10:01

Israel startet "großangelegte Angriffswelle"

Sonntagfrüh haben die israelischen Streitkräfte neue Luftangriffe auf den Iran gestartet. Bei der "großangelegten Angriffswelle" werde "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" im Westen des Landes ins Visier genommen, teilte die israelische Armee mit.

 10:00

Saudi-Arabien hat Drohnen abgefangen

Laut saudischen Angaben hat der Golfstaat insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im Osten des Landes abgefangen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten heute neue Angriffe mit Raketen und Drohnen aus dem Iran.

 09:58

Israel wieder unter Beschuss

Heute gab es erneut Raketenangriffe auf Israel. Betroffen war der Norden des Landes. Der Raketenbeschuss kam aus dem Iran und dem Libanon. Laut Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den Golanhöhen.

 09:18

Trump bezweifelt, dass neuer Ober-Mullah überhaupt noch lebt

US-Präsident Trump zog in Zweifel, ob der neue Oberste Führer des Iran Mojtaba Khamenei "überhaupt noch am Leben" sei. "Ich weiß nicht, ob er überhaupt noch lebt. Bisher war niemand in der Lage, ihn zu zeigen [...] Das Einzige, was präsentiert wird, ist das Verlesen einer sogenannten Erklärung von ihm", zitiert "Daily Mail" ein Trump-Interview mit dem Sender "NBC".


"Ich höre, dass er nicht mehr am Leben ist, und falls doch, sollte er etwas sehr Kluges für sein Land tun, und zwar kapitulieren [...] Einige glauben, er lebe noch, sei aber schwer verwundet", so Trump.


Mojtaba Khamenei © APA/AFP/KHAMENEI.IR/-


Der iranische Außenminister Abbas Araqchi trat indes Spekulationen über den gesundheitlichen Zustand des neuen Obersten Führers Mojtaba Khamenei entgegen. Araqchi sagte im Interview mit MS Now, es gebe "kein Problem" mit Khamenei. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag gesagt, Khamenei sei verwundet und wahrscheinlich entstellt worden.

 09:18

Wieder Angriffe aus dem Iran auf Israel

Der Iran hat unterdessen in der Nacht auf Sonntag erneut Raketen auf Israel abgeschossen. Nach Angaben des israelischen Militärs kam es im Zentrum des Landes zu einem Einschlag. Möglicherweise handle es sich um herabgefallene Trümmerteile infolge des Abfangens eines Geschosses, berichtete die "Times of Israel". Zwei Menschen seien laut Rettungsdienst leicht verletzt worden.


Nach Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen. Anschließend berichtete das israelische Nachrichtenportal "ynet", auch aus dem Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden. Ein Teil davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden und der Rest in offenen Gebieten eingeschlagen. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. In der Nacht hatte es in verschiedenen Orten in Israel Einschläge gegeben.

 09:18

Israelische Bodentruppen gehen weiter gegen Hisbollah vor

Israelische Bodentruppen gehen im Südlibanon weiter gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz vor. Dutzende Milizionäre seien getötet worden, teilte die Armee mit. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden. Die Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon "direkte" Kämpfe mit Israels Armee. Die Kämpfe in der südlibanesischen Stadt Chiam seien seit Samstagabend im Gange und dauerten an, so die Miliz.


Es seien "leichte und mittelschwere Waffen sowie Raketengeschosse" zum Einsatz gekommen. Zudem griff die Hisbollah nach eigenen Angaben israelische Streitkräfte in drei Grenzdörfern an.


Das Nordkommando der israelischen Armee setzt unterdessen nach eigenen Angaben Vorbereitungen fort, kommende Woche weitere Truppen aufzunehmen. Nach Darstellung des Nachrichtenportals "Axios" will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte erneut ein Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah.

 09:17

Trump droht weitere Angriffe auf Kharg an - "nur so zum Spaß"

Trump drohte in einem Telefoninterview des Senders NBC News mit weiteren Angriffen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg. Das US-Militär hatte am Samstag nach seinen Angaben auf der Insel Militäranlagen zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormuz zu bewegen.


Laut der US-Armee wurden mehr als 90 Militärziele getroffen, ohne dass dabei die Ölinfrastruktur beschädigt wurde. Trump sagte nun dem Sender NBC News nach dessen Angaben, die Angriffe hätten die Insel Kharg "vollständig zerstört, aber wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so zum Spaß".


Trump versprach auf Truth Social, die Straße von Hormuz werde so oder so bald wieder "offen, sicher und frei" sein. In einem weiteren Post schrieb er, die Länder, die Öl durch die Straße von Hormuz beziehen, müssten sie sichern.

 09:17

Trump drängt auf Hilfe bei Sicherung der Straße von Hormuz

US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe vieler Länder zur Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt - ohne konkret zu werden. "Viele Länder - insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormuz betroffen sind - werden gemeinsam mit den USA Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten", schrieb er am Samstag auf der Plattform Truth Social. Irans Führung verspottete dies als Hilferuf.


Es ist unklar, welche Länder Trump meint und ob sich Länder überhaupt bereit erklärt haben, Kriegsschiffe zu schicken. Trump ergänzte, dass "hoffentlich" China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von Irans Blockade der für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.