Iran-Krieg

LIVE-Ticker: Trump bezweifelt, dass neuer Ober-Mullah überhaupt noch lebt

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Es ist Tag 17 im Krieg zwischen dem Iran und den USA und Israel. Der Iran hat erneut die Vereinigten Arabischen Emirate angegriffen. Laut dem Verteidigungsministerium sei die Luftabwehr dabei  Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen. Zuvor gab es weitere iranische Angriffe auch auf andere Golfstaaten.

Unterdessen zog US-Präsident Trump in Zweifel, ob der neue Oberste Führer des Iran Mojtaba Khamenei "überhaupt noch am Leben" sei. "Ich weiß nicht, ob er überhaupt noch lebt. Bisher war niemand in der Lage, ihn zu zeigen [...] Das Einzige, was präsentiert wird, ist das Verlesen einer sogenannten Erklärung von ihm", zitiert "Daily Mail" ein Trump-Interview mit dem Sender "NBC".

Der iranische Außenminister Abbas Araqchi trat indes Spekulationen über den gesundheitlichen Zustand des neuen Obersten Führers Mojtaba Khamenei entgegen. Araqchi sagte im Interview mit MS Now, es gebe "kein Problem" mit Khamenei. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag gesagt, Khamenei sei verwundet und wahrscheinlich entstellt worden.

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 10:38

Libanon: Mindestens vier Tote bei israelischen Luftangriffen

Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur am Sonntag berichtete, beschoss Israel in der Nacht unter anderem eine Wohnung in einem Wohnhaus in der Nähe von Sidon, der größten Stadt im Südlibanon. Dabei sei ein Mensch getötet worden. Bei einem Angriff auf das weiter südlich gelegene Dorf Katrani gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums drei Tote.


Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde durch den Angriff bei Sidon das dritte Stockwerk des Gebäudes zerstört. Die Feuerwehr bekämpfte einen Brand. Die Bewohner umliegender Häuser flohen aus ihren Wohnungen. In Sidon befindet sich das größte palästinensische Flüchtlingslager im Libanon, Ain al-Hilweh. Dort hatte Israel nach eigenen Angaben zuvor Angriffe gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas geflogen, die mit der libanesischen Hisbollah-Miliz verbündet ist.


Die israelische Armee erklärte, die Angriffe am Sonntag hätten sich gegen mehrere Abschussvorrichtungen für Raketen gerichtet, "von denen aus Hisbollah-Terroristen unmittelbar Raketen auf Israel abschießen wollten". Die pro-iranische Hisbollah erklärte ihrerseits am Sonntagmorgen, sie habe mehrere Gruppen israelischer Soldaten in Dörfern nahe der Grenze beschossen.

 10:01

Israel startet "großangelegte Angriffswelle"

Sonntagfrüh haben die israelischen Streitkräfte neue Luftangriffe auf den Iran gestartet. Bei der "großangelegten Angriffswelle" werde "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" im Westen des Landes ins Visier genommen, teilte die israelische Armee mit.

 10:00

Saudi-Arabien hat Drohnen abgefangen

Laut saudischen Angaben hat der Golfstaat insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im Osten des Landes abgefangen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten heute neue Angriffe mit Raketen und Drohnen aus dem Iran.

 09:58

Israel wieder unter Beschuss

Heute gab es erneut Raketenangriffe auf Israel. Betroffen war der Norden des Landes. Der Raketenbeschuss kam aus dem Iran und dem Libanon. Laut Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den Golanhöhen.

 09:18

Trump bezweifelt, dass neuer Ober-Mullah überhaupt noch lebt

US-Präsident Trump zog in Zweifel, ob der neue Oberste Führer des Iran Mojtaba Khamenei "überhaupt noch am Leben" sei. "Ich weiß nicht, ob er überhaupt noch lebt. Bisher war niemand in der Lage, ihn zu zeigen [...] Das Einzige, was präsentiert wird, ist das Verlesen einer sogenannten Erklärung von ihm", zitiert "Daily Mail" ein Trump-Interview mit dem Sender "NBC".


"Ich höre, dass er nicht mehr am Leben ist, und falls doch, sollte er etwas sehr Kluges für sein Land tun, und zwar kapitulieren [...] Einige glauben, er lebe noch, sei aber schwer verwundet", so Trump.


Mojtaba Khamenei © APA/AFP/KHAMENEI.IR/-


Der iranische Außenminister Abbas Araqchi trat indes Spekulationen über den gesundheitlichen Zustand des neuen Obersten Führers Mojtaba Khamenei entgegen. Araqchi sagte im Interview mit MS Now, es gebe "kein Problem" mit Khamenei. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag gesagt, Khamenei sei verwundet und wahrscheinlich entstellt worden.

 09:18

Wieder Angriffe aus dem Iran auf Israel

Der Iran hat unterdessen in der Nacht auf Sonntag erneut Raketen auf Israel abgeschossen. Nach Angaben des israelischen Militärs kam es im Zentrum des Landes zu einem Einschlag. Möglicherweise handle es sich um herabgefallene Trümmerteile infolge des Abfangens eines Geschosses, berichtete die "Times of Israel". Zwei Menschen seien laut Rettungsdienst leicht verletzt worden.


Nach Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen. Anschließend berichtete das israelische Nachrichtenportal "ynet", auch aus dem Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden. Ein Teil davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden und der Rest in offenen Gebieten eingeschlagen. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. In der Nacht hatte es in verschiedenen Orten in Israel Einschläge gegeben.

 09:18

Israelische Bodentruppen gehen weiter gegen Hisbollah vor

Israelische Bodentruppen gehen im Südlibanon weiter gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz vor. Dutzende Milizionäre seien getötet worden, teilte die Armee mit. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden. Die Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon "direkte" Kämpfe mit Israels Armee. Die Kämpfe in der südlibanesischen Stadt Chiam seien seit Samstagabend im Gange und dauerten an, so die Miliz.


Es seien "leichte und mittelschwere Waffen sowie Raketengeschosse" zum Einsatz gekommen. Zudem griff die Hisbollah nach eigenen Angaben israelische Streitkräfte in drei Grenzdörfern an.


Das Nordkommando der israelischen Armee setzt unterdessen nach eigenen Angaben Vorbereitungen fort, kommende Woche weitere Truppen aufzunehmen. Nach Darstellung des Nachrichtenportals "Axios" will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte erneut ein Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah.

 09:17

Trump droht weitere Angriffe auf Kharg an - "nur so zum Spaß"

Trump drohte in einem Telefoninterview des Senders NBC News mit weiteren Angriffen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg. Das US-Militär hatte am Samstag nach seinen Angaben auf der Insel Militäranlagen zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormuz zu bewegen.


Laut der US-Armee wurden mehr als 90 Militärziele getroffen, ohne dass dabei die Ölinfrastruktur beschädigt wurde. Trump sagte nun dem Sender NBC News nach dessen Angaben, die Angriffe hätten die Insel Kharg "vollständig zerstört, aber wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so zum Spaß".


Trump versprach auf Truth Social, die Straße von Hormuz werde so oder so bald wieder "offen, sicher und frei" sein. In einem weiteren Post schrieb er, die Länder, die Öl durch die Straße von Hormuz beziehen, müssten sie sichern.

 09:17

Trump drängt auf Hilfe bei Sicherung der Straße von Hormuz

US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe vieler Länder zur Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt - ohne konkret zu werden. "Viele Länder - insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormuz betroffen sind - werden gemeinsam mit den USA Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten", schrieb er am Samstag auf der Plattform Truth Social. Irans Führung verspottete dies als Hilferuf.


Es ist unklar, welche Länder Trump meint und ob sich Länder überhaupt bereit erklärt haben, Kriegsschiffe zu schicken. Trump ergänzte, dass "hoffentlich" China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von Irans Blockade der für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.