US-Präsident Donald Trump hat Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormuz kritisiert.
Er habe es als "unangemessen" empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: "Das ist nicht unser Krieg", sagte der Republikaner während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Trump nannte keinen konkreten Namen, schrieb die Äußerung aber der Spitze zu ("the head of Germany").
So oder so ähnlich hatten sich jüngst mehrere führende deutsche Politiker geäußert. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sagte bei einem Besuch in Norwegen: "Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden." Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte: "Es ist nicht unser Krieg." Vize-Kanzler Lars Klingbeil äußerte sich in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland: "Ich sage sehr klar: Das ist nicht unser Krieg."
Trump schilderte als seine Reaktion auf die von ihm zitierte Haltung, er habe gesagt: "Nun, die Ukraine ist nicht unser Krieg." Der US-Präsident hatte die NATO-Verbündeten um Hilfe bei der militärischen Absicherung der durch den Iran-Krieg quasi blockierten Schifffahrt durch die Straße von Hormuz gebeten. Die Meerenge ist wichtig für den weltweiten Ölhandel. Weil die NATO-Partner der Aufforderung nicht nachkamen, hat er sie wiederholt mit scharfen Worten kritisiert.