Biden spricht erstmals über Trump-Brief

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Biden spricht erstmals über Trump-Brief

Es zählt zur Tradition, dass der scheidende US-Präsident seinem Nachfolger einen Brief im Oval Office hinterlässt. Viele dachten Trump würde darauf pfeifen, aber dann kam alles anders.

Donald Trump hat vor seinem Auszug aus dem Weißen Haus eine Notiz für seinen Amtsnachfolger Joe Biden im Oval Office hinterlassen. "Der Präsident hat einen sehr wohlwollenden Brief geschrieben", sagte Biden am Mittwoch kurz nach seiner Ankunft in der Regierungszentrale. Weil es sich bei dem Brief um eine persönliche Angelegenheit handle, wolle er nicht darüber sprechen, solange er nicht mit Trump geredet habe.
 

Reagan startete Tradition

US-Präsident Ronald Reagan hatte 1989 die Tradition begründet, dem Amtsnachfolger ein Schreiben im Oval Office zu hinterlassen. Die bisherigen Schreiben sind, teils erst nach mehreren Jahren, publik geworden. Trump selbst zeigte den Brief seines Vorgängers Barack Obama schon nach wenigen Monaten öffentlich her.

Niemand rechnete mit Trump-Brief

Eigentlich war damit gerechnet worden, dass Trump mit dieser Tradition brechen würde. Der scheidende Präsident verließ Washington am Mittwochvormittag in Richtung Florida. An Bidens Vereidigung am Mittag vor dem Kapitol nahm er nicht teil. Er ist der erste Präsident seit Andrew Johnson im Jahr 1869, der der Zeremonie zur Amtseinführung seines Nachfolgers fernblieb.

Neues Zuhause für die Bidens

Biden ist nach seiner Vereidigung am Kapitol im Weißen Haus eingetroffen. Gemeinsam mit der neuen First Lady Jill Biden wurde er am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mit einer Präsidenten-Eskorte zu seinem Wohn- und Amtssitz im Zentrum der Hauptstadt Washington gebracht. Die letzten Meter legten Joe und Jill Biden zu Fuß zurück. Der 78-jährige Demokrat war zu Mittag als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden.
 

Noch am ersten Tag unterzeichnete Biden Erlasse

Am ersten Amtstag unterzeichnete Biden erste Erlässe: Dazu gehören die Einleitung der Rückkehr zum Pariser Klimaabkommen, ein Ende des Einreiseverbotes aus gewissen islamischen Staaten und eine Aufhebung der Baugenehmigung für die Keystone-XL-Pipeline aus Kanada. Zudem wird dem Bau der Mauer zu Mexiko die juristische Grundlage entzogen und eine Maskenpflicht in Bundesgebäuden eingeführt. Insgesamt sind es 15 Erlasse. Sie benötigen nicht die Zustimmung des Kongresses.


 

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