17-jährige Stütz sorgt für Sensation

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17-jährige Stütz sorgt für Sensation

Die Amateurin führt völlig überraschend die UNIQA Ladies Open an.

Die 17-jährige Amateurin Marina Stütz hat am Freitag zum Auftakt der Uniqa Ladies Golf Open im GC Föhrenwald bei Wiener Neustadt für die Sensation gesorgt. Sechs Birdies und kein einziges Bogey verhalfen der Tirolerin zu einer erstklassigen Runde von 66 Schlägen auf dem Par-72-Kurs und zur Führung bei diesen Turnier der Europa-Tour, ex aequo mit drei Profi-Spielerinnen. Stefanie Michl rangierte mit vier Schlägen Rückstand an der 21. Stelle, gleichauf mit der zweifachen Siegerin und Topfavoritin Laura Davies (ENG). Nicole Gergely erwischte hingegen einen schwarzen Tag und war mit 80 Schlägen die Letzte.

Vorsichtige Prognosen
Die Kitzbühelerin Stütz, die im Vorjahr den Cut geschafft hatte und 53. geworden war, konnte ihre Führung kaum fassen. "Das war meine beste Runde auf der Tour, die habe ich meinem sehr guten Putten zu verdanken." Vor der zweiten Runde war sie aber vorsichtig mit Prognosen. "Die wird trotzdem sehr schwierig für mich werden, denn so einen Score spielt man nicht alle Tage." Auch Rebecca Hudson (ENG), Nikki Garrett (AUS) und Julie Greciet (FRA) kamen auf jeweils 66 Schläge.

Stefanie Michl bestätigte ihre Rolle als heuer konstanteste österreichische Proette auf der Tour. Ein Doppelbogey am letzten Loch verhinderte ein besseres Score, nachdem ihr zuvor sogar in Eagle (2 Schläge unter Par) gelungen war. "Ich möchte diesen Tag trotzdem positiv sehen und werde natürlich versuchen, mich morgen zu verbessern", erklärte die gebürtige Salzburgerin.

Gutes Comeback von Großschädl-Fink

Natascha Großschädl-Fink gelang am Nachmittag ein gelungenes Comeback. Nach zweijähriger Pause spielte die junge Mutter mit neuen Schlägern eine Par-Runde (72) und hat gute Chancen, am Freitag den Cut zu schaffen. Die Steirerin war gemeinsam mit Davies unterwegs, die bei fünf Birdies auch drei Schlagverluste (Bogeys) verzeichnete. "Bei den ersten neun Löchern bin ich einfach nicht in den Rhythmus gekommen, bei den Back-neun lief es besser, aber nicht ideal. Trotzdem habe ich die Hoffnung auf das Triple natürlich nicht aufgegeben", erklärte die "Grande Dame". "Ich bin vier Schläge hinter der Spitze, das ist noch lange nicht das Ende."

Österreichs bisher einzige Siegerin auf der Damen-Tour, die Steirerin Gergely, musste sich hingegen hinten anstellen und hat wohl keine Chance mehr, die Qualifikation für die dritte und letzte Runde am Sonntag zu schaffen. Ein Triple-Bogey am dritten Loch leitete den Absturz ein, für den Gergely keine Erklärung hatte. "Ich habe keinen einzigen Abschlag auf den Fairway gebracht. Ich habe mich von Beginn an unsicher gefühlt und wurde im Verlauf der Runde immer schlechter. So macht Golf für mich keinen Spaß."