Straße von Hormuz

Trump setzt Mullahs 48-Stunden-Ultimatum

Andernfalls droht der US-Präsident mit der Zerstörung aller Kraftwerke.

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormuz vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, "beginnend mit dem größten!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Das Vereinigte Kampfkommando der iranischen Streitkräfte drohte daraufhin mit Vergeltung. Bei Angriffen auf die eigene Treibstoff- und Energieinfrastruktur würden sämtliche Energieanlagen der USA in der Region ins Visier genommen, berichteten iranische Medien. Bei Angriffen auf die eigene Treibstoff- und Energieinfrastruktur würden sämtliche Energieanlagen der USA in der Region ins Visier genommen, zitierten iranische Medien das Kampfkommando weiter. Der Iran ist der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Mehr zufolge indes zur Zusammenarbeit mit der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) bereit, um die Sicherheit im Golf zu verbessern. Die Straße von Hormuz bleibe für alle Schiffe geöffnet, mit Ausnahme von jenen, die mit "Feinden des Iran" in Verbindung stünden, sagte der iranische IMO-Vertreter Ali Mousavi der Agentur zufolge.

Die Durchfahrt sei nach vorheriger Abstimmung mit der Regierung in Teheran möglich. Mousavi macht zudem israelische und US-Angriffe auf den Iran für die aktuelle Lage in der Meerenge verantwortlich. 

 

Die Infografik zeigt Angriffe im Persischen Golf während eines Krieges. US-israelische Angriffe auf die iranische Marine und iranische Angriffe auf Schiffe sind auf einer Karte markiert. Die wichtigsten Orte sind die Insel Kharg und die Straße von Hormuz. Ein Balkendiagramm zeigt die täglichen Schiffspassagen durch die Straße von Hormuz von Februar bis März. Nach Kriegsbeginn Anfang März sinkt die Zahl der Passagen stark ab. Quelle: ISW/IMF, Port Watch.

 

 

Trump will weiter keinen Deal

Im Krieg mit dem Iran hält sich Trump für einen erfolgreichen Feldherrn. In Reaktion auf eine Analyse des "New York Times"-Autoren David Sanger, wonach Trump viele seiner Kriegsziele bisher nicht erreicht habe, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social trotzig zurück: "Doch, das habe ich, und Wochen früher als geplant!" Die USA hätten den Iran "von der Landkarte gefegt." Das Land habe keine Führung mehr, die Marine und Luftwaffe seien vernichtet. Auch habe es "absolut keine Verteidigung mehr".

Der Iran wolle einen Deal abschließen, bekräftigte Trump. "Ich will das nicht! Wir sind Wochen vor dem Zeitplan", schrieb der US-Präsident weiter. Er hatte zuvor mitgeteilt, er erwäge, die Angriffe im Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, ihre Ziele in dem seit drei Wochen andauernden Krieg zu erreichen.

Der Iran zeigt sich jedoch weiter kämpferisch. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarden, man habe die "verwundbaren Punkte des Feindes" analysiert und bereite eine neue Angriffswelle "mit neuen Strategien und moderneren Systemen" vor.

Über 100 Verletzte bei Angriffen in Israel

In Israel wurden bei iranischen Angriffen am Abend in der Wüstenstadt Arad nach Angaben des Rettungsdienstes 71 Menschen verletzt. Zehn Menschen darunter befänden sich in ernstem Zustand. Davor waren bereits in der südlichen Wüstenstadt Dimona mehr als 40 Personen bei einem iranischen Angriff verletzt worden. Arad liegt rund 50 Kilometer nördlich von Dimona.

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