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Twitter-Attacke gegen Kim

Trump zu Kims Raketentest: „Hat dieser Typ nichts Besseres zu tun?“

Trump nimmt China in die Pflicht - Abe kündigt Vorstoß bei G-20-Gipfel an.

Nordkorea hat am heutigen Dienstag erneut militärische Stärke demonstriert. Das kommunistische Pjöngjang schoss eine Mittelstreckenrakete ab, die fast 1.000 Kilometer weit in Richtung Japan flog. Umgehend folgten scharfe Proteste aus Seoul und Tokio, US-Präsident Donald Trump nahm erneut Peking in die Pflicht. UNO-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test ballistischer Raketen.

Geschoß 37 Minuten in der Luft
Nach Informationen des südkoreanischen Militärs wurde die ballistische Rakete in Panghyon im Westen Nordkoreas gestartet. Sie sei rund 930 Kilometer weit in Richtung Japanisches Meer vor der Ostküste der Koreanischen Halbinsel geflogen. Die US-Armee bestätigte, dass es sich um eine Mittelstreckenrakete gehandelt habe. Das Geschoß sei 37 Minuten lang in der Luft gewesen, teilte das US-Pazifikkommando mit. Die Rakete landete wahrscheinlich in Japans exklusiver Wirtschaftszone - einer 200-Meilen-Zone vor der Küste.

Der jüngste Test erfolgte vor den Feiern zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli in den USA. "Ich vermute irgendwie, dass sie genau deshalb heute etwas Feuerwerk abgebrannt haben", sagte der US-Atomwaffenexperte Shea Cotton. Nordkorea unterstellt Washington regelmäßig eine feindselige Politik. Das wird von der US-Regierung aber bestritten.
Tokio warf der isolierten Führung in Pjöngjang Provokation vor und erklärte, zusammen mit den USA und Südkorea mehr Druck auf Nordkorea ausüben zu wollen.

Trump wettert auf Twitter
Ministerpräsident Shinzo Abe rief zugleich die Präsidenten Chinas und Russlands, Xi Jinpin und Wladimir Putin auf, beim G-20-Gipfel am kommenden Wochenende in Hamburg eine "konstruktive" Rolle im Konflikt mit Nordkorea zu spielen. In Südkorea berief Präsident Moon Jae-in nach dem Raketentest im Nachbarland - wie üblich in diesen Fällen - den nationalen Sicherheitsrat ein.

"Hat dieser Typ nichts Besseres zu tun?"
US-Präsident Donald Trump erklärte auf Twitter, es sei schwer zu glauben, dass Südkorea und Japan sich weiter damit abfinden würden. Er frage sich, ob dieser Typ nichts Besseres in seinem Leben zu tun habe, als Raketen starten zu lassen, schrieb er, und spielte damit offenbar auf den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un an. "Vielleicht wird China erhebliche Maßnahmen gegen Nordkorea ergreifen, um diesen Unsinn ein für alle Mal zu beenden."

 


 

 




 

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