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Zehn Tote

Überfall auf Busreisende im Irak

Bewaffnete Männer haben an einem gefälschten Kontrollpunkt südlich von Bagdad mindestens zehn Busreisende erschossen und 50 weitere entführt.

Der Überfall auf die Busreisenden wurde nach Angaben der irakischen Polizei auf einer berüchtigten Fernstraße südlich von Bagdad verübt, die durch mehrheitlich von Sunniten bewohntes Gebiet nach Najaf führt, wo sich das wichtigste Heiligtum der Schiiten befindet. Nach Polizeiangaben täuschten die Täter bei Latifiya, einer Stadt im so genannten "Dreieck des Todes", einen Kontrollpunkt vor und stoppten mehrere Kleinbusse. Bei den Tätern soll es sich um sunnitische Aufständische handeln.

Bei Anschlägen 52 Tote
In anderen Teilen des Irak wurden unterdessen mindestens 52 Menschen bei Angriffen und Anschlägen getötet. Bei einem Sprengstoffattentat wurden in der Nacht auf Samstag ein polnischer und ein slowakischer Soldat getötet. In der Früh starben in Bagdad acht Menschen bei der Explosion zweier Autobomben. Mindestens 38 Personen seien verletzt worden, verlautete aus Kreisen des Innenministeriums. Die Sprengsätze seien kurz nacheinander auf einem gut besuchten Markt in der Innenstadt explodiert.

Verschwundener US-Soldat
Für Hinweise auf den Verbleib eines entführten Soldaten setzten die US-Streitkräfte eine Belohnung von 50.000 Dollar (38.868 Euro) aus. Der 41-Jährige war am 23. Oktober während eines Besuchs bei der Familie seiner irakischen Frau verschleppt worden. Einem Verwandten zufolge fordern die Entführer ein Lösegeld in der Höhe von 250.000 Dollar.



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