Neue Eskalation

Vier Tote auf US-Boot: Greift Trump jetzt Kuba an?

Auf Kuba wächst die Angst vor einer US-Invasion. 

Neue Eskalation in der Karibik. Die kubanische Regierung hat eine angebliche „Infiltration“ einer bewaffneten Gruppe in einem in den USA registrierten Schnellboot verurteilt. Die zehn Insassen des Bootes hätten die Absicht gehabt, „zu terroristischen Zwecken“ einzudringen, erklärte das Innenministerium in Havanna am Mittwoch (Ortszeit). Bei einem Schusswechsel zwischen der Küstenwache und dem Boot waren vier der Insassen getötet und sechs weitere verletzt worden.

An Bord des in dem US-Bundesstaat Florida registrierten Bootes mit der Nummer FL7726SH seien „Sturmgewehre, Handfeuerwaffen, selbst gebaute Sprengkörper (Molotow-Cocktails), kugelsichere Westen, Zielfernrohre und Tarnuniformen“ entdeckt und beschlagnahmt worden, erklärte das kubanische Innenministerium. Die Insassen des Bootes seien allesamt Kubaner mit Wohnsitz in den USA.

JD Vance
© Getty

US-Vizepräsident JD Vance sagte vor Journalisten, das Weiße Haus überprüfe den Vorfall. Hoffentlich sei dieser „nicht so schlimm, wie wir fürchten, dass er sein könnte“. Bisher seien der US-Regierung „nicht viele Details“ zu dem Zwischenfall bekannt. US-Außenminister Marco Rubio kündigte an, Washington werde „entsprechend reagieren“.

 

Die Karte zeigt den US-Einflussbereich unter Trump am amerikanischen Kontinent. Kanada, Grönland, Kuba, Kolumbien und Venezuela waren von US-Drohungen betroffen. In Honduras, Ecuador und Argentinien wurden die jeweiligen Staatschefs von Trump unterstützt. In Venezuela gab es einen US-Angriff und die Entführung von Staatschef Maduro. Quelle: APA.

 

 

Wie reagiert Trump?

Wie die US-Reaktion aussieht, ist unklar, auf der Karibikinsel wächst jedoch die Sorge vor einem militärischen Angriff oder sogar einer Invasion. Bereits nach dem Sturz Maduros sagte Trump, dass auch Kuba bald „fallen“ werde.

Die kommunistisch regierte Insel vor der Küste des US-Staats Florida steht seit langem im Visier des heutigen US-Außenministers Marco Rubio, eines Sohnes kubanischer Einwanderer.

Rubio
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Bisher schloss Trump ein militärisches Eingreifen allerdings aus und erhöhte stattdessen den wirtschaftlichen Druck. Das kommunistische Land befindet sich derzeit in der tiefsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Seit Dezember erhält das Land auch kein Öl mehr aus Venezuela.

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