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Mailand/Cortina 2026

Trotz Rückschlag: Knackt unser Olympia-Team Medaillenrekord?

Am zweiten Olympia-Sonntag blieb Österreich ohne Medaille. Trotzdem ist der rot-weiß-rote Rekord aus dem Jahr 2006 noch immer machbar. oe24 rechnet vor, wie es sich ausgehen könnte.

Auch wenn unsere vermeintliche „Bank“ Julia Scheib im RTL leer ausging (nur Platz 5) und auch die ÖSV-Adlerinnen Lisa Eder & Co. nicht für Zuwachs sorgten: Das ÖOC-Team liegt vor Beginn der letzten Olympia-Woche noch immer auf Rekordkurs.

Österreich hält vor der Schlusswoche in Italien bei 13-mal Edelmetall, und zwar bei 4 Gold-, 6 Silber- und 3 Bronzemedaillen. Damit sieht unsere Zwischenbilanz fast exakt gleich aus wie zum gleichen Zeitpunkt in Peking 2022. Vor vier Jahren hatte diese Zwischenbilanz 4/6/4 gelautet. Am Ende stand 7/7/4 im Medaillenspiegel, es kamen also noch vier Medaillen dazu. Mehr als diese gesamt 18 gab es in der ÖOC-Geschichte nur 2006 in Turin mit 23 Medaillen.

Im Gegensatz zu Peking 2022 katapultierte uns 2006 ein fulminanter Endspurt zum Rekord Vor der finalen Woche hatte die ÖOC-Equipe in Turin mit 4/5/1 deutlich schwächer als aktuell abgeschnitten, ließ dann aber auf die ÖOC-Rekordmarke von 9/7/7 bei fünfmal Gold noch 15 Medaillen folgen.

2018 in Pyeongchang (am Ende 5/3/6) kamen in der Finalwoche 4 Medaillen dazu, 2014 in Sotschi (4/8/5) gleich 10.

2010 in Vancouver hatte es vor den letzten sieben Tagen mit acht erst die Hälfte der Endausbeute von 16 Medaillen (4/6/6) gegeben.

10 Medaillen fehlen auf Rekord aus 2006

Und wie stehen die Chancen jetzt in Mailand/Cortina? Bei noch sieben Wettkampftagen fehlen 10 Medaillen auf die 23 der Rekord-Winterspiele in Turin 2006 (9/7/7).

So können wir die Rekordzahl einstellen bzw. überbieten:

Am Montag stehen die Chancen auf Zuwachs gut. Manuel Feller & Co. greifen ab 10 Uhr im Slalom an, die Damen könnten es am Mittwoch im letzten Ski-Alpin-Bewerb klingeln lassen.

Montagabend hoffen die Adler Jan Hörl/Stephan Embacher im Super-Team-Bewerb auf mehr Glück als in den beiden Einzel bzw. im Mixed.

Anna Gasser tankte am Sonntag in der Slopestyle-Quali mit Platz 5 Selbstvertrauen. Die Entscheidung über Gold, Silber & Bronze fällt Dienstag ab 13 Uhr.

Ebenfalls am Dienstag geht Johannes Lamparter als Topfavorit in die Großschanzen-Konkurrenz der Kombinierer – mit Normalschanzen-Silber hat er sich (und den Rettenegger-Brüdern) viel Druck genommen. Das Trio gilt am Donnerstag im Teamsprint (10/14 Uhr)  als Medaillen-Bank.

Ski-Freestyler Matej Svancer will sich nach souverän überstandener Quali im Big-Air-Finale (Dienstag, ab 19.30 Uhr) für die Slopestyle-Enttäuschung (nur Platz 7) revanchieren.

Dann hätten wir noch Geheimtipps – wie Skibergsteigerin Johanna Hiemer (Donnerstag, ab 9.50) oder Teresa Stadlober im finalen 50-km-Langlauf. Bis dahin heißt es Daumendrücken für Rot-Weiß-Rot!

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